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ProSiebenSat.1: Auch ohne Dax-Aufnahme auf Allzeithochs

ProSiebenSat.1-Vorstandschef Thomas Ebeling
ProSiebenSat.1-Vorstandschef Thomas Ebeling

Diese Erfolgsstory muss man erlebt haben: Was die Aktie von ProSiebenSat.1 in den vergangenen sechs Jahren an der Börse vollführt hat, ist für die Geschichtsbücher – 4.500 Prozent Plus waren von 2009 bis heute drin. Analysten glauben, dass es noch besser kommt, selbst wenn der lang erwartete Aufstieg in die erste Börsenliga weiter auf sich warten lässt.

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Zehn Wochen ist das neue Börsenjahr alt – und es hat bereits enorme Erfolgsstories geschrieben. Um satte 20 Prozent liegt der TecDax seit dem 1.1. vorne, um sage und schreibe 22 Prozent der deutsche Blue-Chip-Index Dax, um sogar 23 Prozent konnte gar der Nebenwerte-Index MDax zulegen.

Unter  der Oberfläche brodelt es noch heftiger: Die 2015 bislang erfolgreichste deutsche Internetaktie Xing ging in den vergangenen zweieinhalb Monaten vertikal in den Steigflug über und bescherte Anlegern ein Plus von enormen 60 Prozent. Und auch die am besten performende deutsche Medienaktie ProSiebenSat.1 hat sich mit einem satten Zuwachs von 32 Prozent seit Anfang des Jahres zur regelrechten Kursrakete entwickelt.

ProSiebenSat.1-Aktionäre konnte in sechs Jahren 4500 Prozent verdienen

Eine der unglaublichsten Turnaroundstories der jüngeren Wirtschaftsgeschichte wird noch ein bisschen unglaublicher: Wer im Frühjahr 2009, als ProSiebenSat.1 noch in den Niederungen eines Pennystocks dümpelte, 10.000 Euro investiert hätte, säße heute auf dem kaum fassbaren Gewinn von über 460.000 Euro.

Für den jüngsten Kursschub sorgte nicht zuletzt die Ende Februar vorgelegte starke Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr 2014, in dem Erlöse zweistellig auf 2,88 Milliarden Euro stiegen und der operative Gewinn nochmals um 7,2 Prozent auf 847 Millionen Euro kletterte.

Analystinnen weiter zuversichtlich 
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Lohn der soliden Zuwächse: Jede Menge Analysten-Lob. Anders als Sarah Simon von der Hamburger Berenberg Bank, die als erste Analystin komplett verfrüht den Daumen senkte, stufen Goldman Sachs und die Commerzbank hoch.

Sowohl Analystin Sonia Rabussier, die das Kursziel für ProSiebenSat.1 zuletzt auf 49 Euro erhöhte, als auch Lisa Yang von Goldman Sachs, die das Münchner TV-Konglomerat auf  der „Conviction Buy List“ führt, hatten ihre Kaufempfehlungen vor Vorlage des Zahlenwerks ausgesprochen.

Für weiteres Aufwärtspotenzial in den kommenden Monaten könnten die Spekulationen um einen möglichen Aufstieg in den deutschen Eliteindex sorgen, die sich seit Jahren halten. Bei der turnusmäßigen Dax-Überprüfung  der Deutschen Börse Anfang März war es noch nicht so weit.

Dax-Aufstieg nur verschoben

Allein in den vergangenen zehn Handelstagen hat die P7S1-Aktie aber noch mal zehn Prozent an Wert zugelegt und dabei oberhalb von 46 Euro nun ein historisches Territorium erklommen: neue Allzeithochs! Gleichzeitig durchbrachen die Münchner auch nach dem Börsenwert eine stolze Schallgrenze: Die ProSiebenSat.1 AG ist nunmehr tatsächlich schon über 10 Milliarden Euro wert!

Die Dax-Mitglieder Lanxess, K+S und die Deutsche Lufthansa können nach der Marktkapitalisierung schon lange nicht mehr mit P7S1 mithalten und dürften Anfang Juni beim nächsten Zusammentreffen des Arbeitskreis Aktienindizes ins Schwitzen kommen: Hält der Höhenflug der Münchner an, scheint der Aufstieg in die erste deutsche Börsenliga nur noch eine Frage der Zeit.

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