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Wegen internationaler Spannungen: PR-Agentur Ketchum beendet Arbeit für russische Regierung

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Die PR-Agentur Ketchum, die zum internationalen PR- und Werbe-Netzwerk Omnicom gehört, hat laut einem Bericht von PR Week ihre langjährige Arbeit für die russische Regierung eingestellt. Grund seien die zunehmenden Spannungen zwischen Russland und westlichen Regierungen.

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Ketchum hat u.a. in Bezug auf die zurückliegenden Olympischen Winterspiele im russischen Sotchi zahlreiche PR-Aufträge für Russland erledigt. Außerdem hat die Agentur auch den Gast-Kommentar des russischen Präsidenten Wladimir Putin 2013 in der New York Times vermittelt.

Wie PR Week schreibt, hat Ketchum von 2006 bis Mitte 2012 an die 23 Mio. Dollar an Honoraren von Russland erhalten. 17 Mio. Dollar seien zusätzlich vom staatlichen russischen Energiekonzern Gazprom an die PR-Spezialisten geflossen. Gerade in den USA stand Ketchum wegen des Engagements in Russland zuletzt immer häufiger in der Kritik.

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Mit der Zuspitzung der Ukraine-Krise hatte die Agentur ihre Tätigkeiten für die russische Regierung bereits reduziert. In den sechs Monaten bis November 2014 soll Ketchum über den Standort in Großbritannien noch rund 773.000 Dollar an Gebühren von der russischen Regierung kassiert haben. Von Gazprom floss bereits in dieser Zeitperiode kein Geld mehr an Ketchum. In den sechs Monaten zuvor erhielt Ketchum von Russland dem PR-Week-Bericht zufolge noch 1,5 Mio. Dollar. Die PR-Agentur hatte stets Wert darauf gelegt, dass sie Russland nicht in Fragen der Außenpolitik berate.

 

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