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160 Euro! Die unfassbare Rallye der Xing-Aktie

Auf Expansionskurs: Xing-CEO Thomas Vollmoeller
Auf Expansionskurs: Xing-CEO Thomas Vollmoeller

Kursaufschläge wie zu Zeiten des Neuen Markts bei Xing: Die Aktien des Hamburger Business Netzwerks befinden sich auch ohne neue Nachrichten in einem selten gesehenen Aufwärtstrend. Binnen der vergangenen sieben Handelstage legten die Hamburger um 30 Prozent zu. Einziger Kurstreiber: Analystenempfehlungen und die anhaltende Liquidität des Marktes.

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Die Superlative scheinen nicht zu hoch gegriffen. „Die lockere EZB-Geldpolitik könnte sogar dazu führen, dass wir eine Jahrhundert-Rally sehen“, erklärte Finanzmarkt-Experte Jörg Rahn Anfang der Handelswoche die enorme Aufwärtsbewegung an den deutschen Aktienmärkten seit Jahresbeginn.

Anleger sprechen von einer liquiditätsgetriebenen Hausse. Mitten drin: natürlich auch Medien- und Internetaktien beflügelt. Ganz vorne dabei: wieder einmal die Hamburger Xing AG. Seit Jahresbeginn wirkt die Xing-Aktie, die zuvor viele Jahre in einer engen Handelsspanne pendelte, wie ausgewechselt: Nach Bank-Empfehlungen schoss der Kurs höher und höher.

Analysten positiv gestimmt

Sowohl  die Analysten der Berenberg Bank als auch der Close Brothers Seydler bestätigten zuletzt ihre Kaufempfehlung für das Karriere-Netzwerk. Für positive Impulse sorgte zudem sowohl die Übernahme des Jobsuchmaschinen-Anbieters  Intelligence Competence Center AG als auch die starken Quartalszahlen des Rivalen LinkedIn.

Dabei vermeldet der internationale Marktführer LinkedIn ausgerechnet in der letzten Xing-Bastion, der DACH-Region, inzwischen schnelleres Wachstum als der deutsche Platzhirsch.  Xing kommt in Deutschland, Österrreich und der Schweiz (DACH-Region) per Ende vergangenen Jahres auf über acht Millionen Mitglieder. LinkedIn meldet, zum gleichen Zeitpunkt, die Sechs-Millionen-Mitglieder-Marke durchstoßen zu haben.

62 Prozent seit Januar vorne

Dass LinkedIn Xing also selbst im Heimatmarkt den Spitzenplatz streitig machen könnte, scheint die Börse trotzdem vollkommen auszublenden – ein Kursschub scheint den nächsten zu befeuern. So ist das Papier seit dem Durchbruch durch die Bestmarke von 125 Euro in einen regelrecht parabolischen Höhenflug übergegangen.

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Seit Anfang März hat die Xing-Aktie an buchstäblich jedem der sieben Handelstage zugelegt – und dabei enorme 30 Prozent an Wert gewonnen; seit Anfang Januar sind es gar schon 62 Prozent. Befeuert wurden die Anteilsscheine der Hamburger zu Wochenbeginn zudem von einer erneuten Kaufempfehlung: Die Investmentbank Jefferies hob das Kursziel deutlich von 112 auf 170 Euro an.

Xings Kursexplosion: Gründer Lars Hinrichs lässt viel Geld liegen, Burda mit Mega-Rendite

In diese Richtung tendierten die Xing-Aktien dann auch schon zuletzt:  Selbstredend, dass die Anteilsscheine des Karriere-Netzwerks bei nunmehr schon 160 Euro auf Allzeithochs notieren. Bemerkenswert: Geht der Höhenflug noch 12 Prozent weiter, knackt das TecDax-Mitglied sogar die Bewertungsmarke von einer Milliarde Euro.

Größter Profiteur der enormen Xing-Hausse, die in ihrem Ausmaß an die Spätphase des Neuen Marktes erinnert, ist der Burda Verlag, der vor rund zwei Jahren über seine Digitaltochter die Mehrheit an Xing für kolportierte 44 Euro übernahm. Auch nach kleinen Veräußerungen hält Burda Digital weiter mehr als 50 Prozent an Xing.

Erster Verkäufer bereits 2009 an Burda: Xing-Gründer Lars Hinrichs. Die frühe Veräußerung war indes nicht die beste Investmententscheidung des Hamburger Seriengründers.: Sein 25-Prozent-Anteil, für den Hinrichs damals 48 Millionen Euro erlöste, wäre heute 222 Millionen Euro wert.

 

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Alle Kommentare

  1. nach den Erfahrungen mit anderen deutschen sozialen Netzwerken war es 2009 sicher keine schlechte Entscheidung die XING Aktien zu veräußern, aber nachher ist man natürlich immer schlauer

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