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Das deutsche Penthouse wird mal wieder wiederbelebt – diesmal in Delmenhorst

Der Delmenhorster Medien-Tycoon Carsten Borgmeier versucht’s mit Penthouse
Der Delmenhorster Medien-Tycoon Carsten Borgmeier versucht's mit Penthouse

Das deutsche Penthouse ist nicht totzukriegen. Das schon oft eingestellte und wiederbelebte Sex-Magazin feiert hierzulande zu seinem 50. Jubiläum mit der Juni/Juli-Ausgabe mal wieder Wiederauferstehung. Diesmal bei der Borgmeier Media Gruppe aus Delmenhorst.

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Carsten Borgmeier, der Medien-Tycoon aus Delmenhorst, hat die Lizenz von Penthouse USA für Deutschland, Österreich und die Schweiz übernommen. Die Gesamtauflage wird bei 70.000 Exemplaren liegen, die Erscheinungsweise soll zweimonatlich sein. Das neue Penthouse wird für fünf Euro über den Ladentisch gehen. Neben den obligatorischen nackerten Penthouse „Pets“ soll es u.a. um anzeigenaffine Themen wie Autos, Yachten, Reisen, Uhren, Zigarren oder Wein gehen. Auch Porträts von Persönlichkeiten aus Sport, Wirtschaft und Politik soll es geben.

Für die Redaktion zuständig wird u.a. Karim Ayed sein, der bei Borgmeier zuvor für Wirtschafts- und Lokalmedien gearbeitet hat. Amanda Byrd, Director of Global Licensing für Penthouse sagt: „Für die Marke Penthouse war Deutschland schon immer ein wichtiger Markt und es ist großartig, hier in den Zeitschriftenhandel zurückzukehren. Wir sind zuversichtlich, dass die deutsche Ausgabe auch weiterhin den Sex, den Style und die Skandale transportieren wird, für die unser Magazin berühmt ist.“ Carsten Borgmeier: „Im digitalen Zeitalter freuen wir uns, den Beweis anzutreten, dass hochwertige Printprodukte nach wie vor erfolgreich sein können.“ Borgmeier will aber auch einen deutschsprachigen Online-Auftritt für Penthouse starten.

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Penthouse wurde 1965 von Bob Guccione in England gegründet und 1969 in die USA gebracht. Seine große Zeit hat das Magazin freilich längst hinter sich. Vor allem die deutsche Ausgabe erlebte in den vergangenen Jahren ein hin und her zwischen Einstellungen und Wiederbelebungsversuchen. 2002 wurde die deutsche Ausgabe zum ersten mal eingestellt, Ein Jahr drauf versuchte es der Publitas Verlag aus Düsseldorf. 2004 wurde das deutsche Penthouse wieder eingestellt. 2006 übernahm der BMB Medien Verlag aus München und stellte das deutsche Penthouse nach fünf Ausgaben schon wieder ein. 2006 versuchte sich der Verlag Lightspeed Media/Mountains Publishing. 2009 kündigte Penthouse USA Mountain Publishing die Lizenz. Im Januar 2010 übernahm der österreichische Verlag Sinonmedia. Auch mit diesem Verlag gab es reichlich Ärger, u.a. wurde die damalige Redaktion in München geräumt. Das Magazin verschwand schließlich erneut von deutschen Büdchen.

Jetzt versucht sich also Carsten Borgmeier aus Delmenhorst als Penthouse-Hausmeister. Borgmeier betreibt in Delmenhorst ein Konglomerat aus PR-, Corporate-Publishing, Event- und Medienagentur. Borgmeier ist u.a. auch Mitveranstalter der Erotikmesse Venus und aus seinem Hause stammt Sign, ein Fachmagazin für die Pornobranche.

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Alle Kommentare

  1. Na dann ist ja schon Feierabend, bevor das Heft überhaupt in den Regalen liegt.

    Wer Borgmeier Media kennt, der weiß um die vielen Luftnummern der letzten Jahre (oh mein Gott, Jahrzehnte sind das schon) – nachzulesen in den Tiefen des www.

    Aber seiner Sache sicher war er ja schon immer – Stichwort: „Ich habe Sarah Connor nicht managen wollen.“

    Penthouse ist etwas für Fachleute, für Verlage/Verleger, die was davon verstehen. Schade um diese vertane Chance.

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