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MWC 2015: Das sind die mobilen Highlights aus Barcelona

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Zwei Top-Smartphones, viele vielversprechende Neuerungen und ein heimlicher Star: MEEDIA ist vor Ort beim Mobile World Congress in Barcelona und verrät, auf welche Gadgets Sie sich in den nächsten Wochen und Monaten freuen dürfen.

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Samsung Galaxy S6: der neue Android-Goldstandard

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Das neue Samsung-Flaggschiff ist ohne Zweifel der Star der Veranstaltung. Auf einem eigenen Unpacked-Event präsentierten die Koreaner ihr neues Top-Smartphone. Das verfügt über einen 5,1 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 2560×1440 Pixeln, eine Rückkamera mit 16 und eine Frontkamera mit 5 Megapixeln. Im Gegensatz zu anderen Herstellern setzt Samsung nicht auf den neuen Snapdragon-Chipsatz von Qualcomm, der allzu leicht überhitzen soll, sondern den eigenen Exynos-Chipsatz mit acht Kernen und einer Taktrate von 2,1 Gigahertz.

Der Akku ist mit 2550 mAh kleiner bemessen als beim S5 mit 2800 mAh. Gepaart mit der stärkeren Prozessorleistung dürfen Nutzer keineswegs Bestwerte in Sachen Akkuleistung erwarten. Beim Design setzt Samsung, wie schon beim Galaxy Alpha sowie den jüngst veröffentlichten A3 und A5, auf einen Metallrahmen, der dem des iPhone 6 sehr stark ähnelt, und verabschiedet sich damit Stück für Stück vom Plastik-Image der Vorgänger. Auf der Rückseite kommt Gorilla Glass zum Einsatz. Das Flaggschiff wird in den Farben Weiß, Schwarz und Gold erhältlich sein.

Unsere Meinung: Böse Zungen würden im S6 einen iPhone-Klon sehen. Doch das wird dem neuen Flaggschiff der Koreaner nicht ganz gerecht. Auch wenn der Rahmen sehr an das Smartphone aus Cupertino erinnert, bleibt es doch auf der Vorderseite ein Samsung. Zudem ist der Preis heiß: 32 GB gibt es für 849 Euro, 64 GB kosten schon 949 Euro, und für 128 GB müssen Käufer stolze 1049 Euro.

Galaxy S6 Edge: das Kurvenwunder

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Dem Galaxy S6 zur Seite gestellt wird das “Edge” mit einem Display, das auf einer Seite über eine Wölbung verfügt. Dieser Bereich an der Seite lässt sich mit unterschiedlichen virtuellen Buttons belegen, die etwa die Wiedergabe von Videos steuern können. Mit Blick auf die inneren Werte unterscheidet sich das S6 Edge vom “normalen” S6 nicht. Allerdings ist es möglich, dass das Gerät aufgrund der zusätzlichen Bildpunkte am Displayrand, die das Gerät zusätzlich mit Daten versorgen muss, etwas weniger leistungsfähig ist als das “normale” S6. Eine Krankheit, unter der viele Top-Smartphones leiden: Displays mit allzu hoher Auflösung, drosseln die Arbeitsgeschwindigkeit.

Unsere Meinung: Man kann über das geschwungene Design sagen, was man will: Unter Samsung- und Android-Fans scheint der Curved-Look anzukommen. Zweifelsohne steht die Technologie noch am Anfang, doch gebührt den Koreaner Respekt dafür, solch ein kühnes Design zur Serienreife zu bringen. Ob die Nutzer dafür den hohen Preis in Kauf nehmen, wird sich zeigen.

HTC One M9: pures Understatement

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Diesen Fehler macht das neue HTC-Flaggschiff nicht. Hier kommt auf 5 Zoll “nur” ein 1080p zum Einsatz. Gepaart mit einem Snapdragon 810-Chipsatz mit acht Kernen und einer Taktung von 2,0 GHz mit 3 GB Arbeitsspeicher dürfte sich das Smartphone mit Metallmantel weit vorne in den Benchmarks ansiedeln. Zum Glück haben sich die Taiwaner endlich von der Ultrapixel-Kamera verabschiedet und verbauen nun endlich eine “richtige” Optik mit robustem Saphirglas, die Bilder mit 20 Megapixeln schießt, auf der Vorderseite sind vier Megapixel für Videochats und Selfie möglich. Wie schon bei den Vorgängern kommen auch beim M9 Stereo-Boxen auf der Vorderseite zum Einsatz, die mittlerweile auch Dolby Surround beherrschen. Erhältlich sein wird das One M9 zunächst in den Farbvarianten Gold-on-Silver und Gunmetal-Grey ab dem 31. März, ein komplett goldenes Modell soll sechs bis acht Wochen später folgen. Der Preis: 749 Euro. 

Unsere Meinung: HTC macht es richtig und verbaut keine marketingwirksame Monster-Display, die auf die Performance drücken. Nach wie vor zählt das mittlerweile schon ikonische Design zu dem Schönsten, was die Android-Welt zu bieten hat.

Pebble Time: Evolutionär, aber nicht unbedingt schick

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Zwar gab der Smartwatch-Pionier schon vor einigen Tagen seine Pläne für die neue “Time” bekannt, aber in Barcelona richtet die neue Pebble zweifelsohne viele Blicke auf sich. Erstmals verfügt die Uhr über ein buntes E-Ink-Display und ein eingebautes Mikro, mit dem der Träger Sprachnachrichten aufzeichnen soll. Zudem ist die Uhr jetzt wasserdicht. Im Gegensatz zur kolportierten Laufzeit von einem Tag bei der Apple Watch soll die “Time” eine Woche mit einer Akkuladung durchhalten. Neu ist auch das Betriebssystem der Smartwatch, das alle Ereignisse – ob Kalendereintrag, Fußballergebnis oder E-Mail – in einer Zeitleiste darstellt. Wohl auch, weil die “Time” mit allen gängigen Betriebssystemen kompatibel sein wird, ist die Uhr auf Kickstarter erneut ein Riesenerfolg. Elf Millionen Dollar kamen schon zusammen. Der reguläre Verkaufspreis soll später 199 Dollar betragen.

Unsere Meinung: Pebble hat ganze Arbeit geleistet bei der Weiterentwicklung seines Uhrenkonzeptes. So überzeugend das neue Betriebssystem ist, so verbesserungsfähig ist noch das Design, das mitunter an Uhren für Kinder erinnert.

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LG Watch Urbane: Smartwatch im Chronographen-Look

LG

Wohl nicht mit einem Flaggschiff-Smartphone, dafür mit einer Smartwatch, will LG in Barcelona punkten. Der Name: LG Watch Urbane. Die Uhr ähnelt klassischen Chronographen mit hochwertigem Gehäuse und schickem Lederarmband. Mit dem Wearable will sich LG ein eigenes Marktsegment erschließen: Gadgets, die sich als alltägliche Accessoires eignen – vergleichbar mit der Apple Watch. 

Rein technisch verfügt die LG Watch Urbane über das gleiche 1,3 Zoll große OLED-Display wie die LG G Watch R mit 320 x 320 Pixeln. Weil die Einfassung um den Bildschirm allerdings dünner ist, wirkt das Wearable geschmeidiger. Angetrieben wird die Urbane von einem Snapdragon 400 mit 1,2 GHz. Der Arbeitsspeicher hat die Größe von 512 MB, als interner Speicherplatz stehen 4 GB zur Verfügung.

Unsere Meinung: Mit dem smarten Chronographen hat LG nicht Techies im Visier, sondern Männer und Frauen gleichermaßen, die Wert auf klassisches Design legen, aber die Funktionialitäten einer Smartwach nicht missen wollen. Ob diese Zielgruppe ausreichend groß ist? Fraglich. Smartwatches werden immer besser, sind aber immer noch nicht im Mainstream angekommen.

Huawei Watch: schickes Erstlingswerk

Huawei

Wearables boomen weiterhin stark. Und so hat auf dem MWC auch Huawei eine Smartwatch vorgestellt. Die “Watch” ist die erste smarte Uhr der Chinesen – und versteht sich auch mehr als schicker Begleiter denn als reines Tech-Gadget. So kommen als Materialen Saphirglas für das Display und Edelstahl beim Gehäuse zum Einsatz. Wie auch die beliebte Moto 360 sind auch bei der Huawei Watch 512 MB Arbeitsspeicher und 4 GB interner Speicher verbaut. Die Verbindung zum Smartphone läuft über Bluetooth 4.1. In typischer Android-Manier leitet die Smartwach Benachrichtigungen über neue E-Mails, Kurznachrichten, Kalendereinträge und von weiteren Apps auf das 1,4 Zoll große Display.

Ein Herzschlagsensor, ein Barometer und ein Bewegungssensor sollen die Aktivitäten des Träger messen und automatisch merken, ob er geht, rennt, wandert, Fahrrad fährt oder schläft.

Unsere Meinung: Mit einer geschätzten Akku-Kapazität von rund 300 Gramm kommt das Gerät locker über den Tag – ein Dauerläufer ist diese Android-Uhr allerdings auch nicht. Hübsch anzusehen ist sie allemal.

Saygus V2: das Schweizer Taschenmesser der Smartphones

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Schon mal von Saygus gehört? Nein? Dann wird es jetzt Zeit. Denn für mich ist das Flaggschiff der US-Smartphone-Schmiede der heimliche Star dieser Messe. Das Gerät ist vollgestopft mit teils bahnbrechenden Features, die andere Top-Geräte missen lassen – und das Saygus V2 vereint sie in einem 141 Gramm leichten Gehäuse. Was kann das Device? 

  • 5-Zoll-Display mit 1080p
  • biometrischer Fingerabdruckscanner
  • Snapdragon (vermutlich 801er) mit 2,5 Gigahertz
  • 3 GB RAM
  • 64 GB interner Speicher
  • zwei microSD-Kartenslots für jeweils 200 GB für insgesamt 464 GB Speicher
  • Harman Kardon Sound Technology mit 3D Movie Audio
  • Wireless HDMI zur kabellosen Übertragung von HD-Material
  • eine Rückkamera mit 21 MP und optischem Bildstabilisator
  • eine Frontkamera mit 13 MP und optischem Bildstabilisator
  • wasserfestes Gehäuse mit IPX7-Standard (ein Meter Tiefe bis zu 30 Minuten)
  • Akku mit 3100 mAh, der sich kabellos laden lässt
  • Fraktal-Antennte für besseren Empfang in allen weltweit gängigen Netzen
  • Dual-Boot-Möglichkeit von SD-Karte 

Fassen wir nochmal zusammen: Das Saygus hat Platz für mehr Speicher als jedes verfügbare Smartphone. Es hat 3D-Sound, kann Videos per Wireless-HDMI auf TVs und Beamer übertragen, verfügt über eine extrem leistungsfähige Antenne und zwei (!) Kameras mit optischem Bildstabilisator. Gepaart mit kabelloser Aufladung und der theoretischen Möglichkeit, auf dem Android-Smartphone auch noch andere Android-ROMs oder Unbuntu zum Laufen zu bringen. Weil es zusätzlich im Gehäuse noch Kevlar verarbeitet hat, ist es zudem recht robust.

Unsere Meinung: Auf dem MWC bekamen wir nur Prototypen zu Gesicht. Ob die finale Version wirklich alles halten kann, was der Hersteller verspricht, wird sich ab Juni zeigen. Dann startet der Verkauf zum UVP von 599 Dollar.

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