Anzeige

Qatar 2022: Was die Verschiebung der WM für ARD und ZDF bedeutet

wm-fußball_ard_zdf.jpg

Glühwein, statt Bierdusche: Am gestrigen Dienstag sprach eine Fifa-Kommission ihre Empfehlung aus, dass die Fußball-WM 2022 in Qatar im November und Dezember, statt wie sonst im Juni und Juli gespielt werden soll. Ob Deutschland nun im Sommer oder im Winter Weltmeister wird, dürfte den Fans egal sein. ARD und ZDF stellt die Terminverschiebung jedoch vor größere Probleme, dabei war schon lange mit der Entscheidung zu rechnen.

Anzeige
Anzeige

Bereits mit der Vergabe des Turniers an den Wüstenstaat war klar, trotz aller kämpferischen PR-Parolen einiger Funktionäre, dass die Weltmeisterschaft nicht im Sommer ausgespielt werden kann. Die klimatischen Belastungen sind bei 40 Grand Celsius und mehr sowohl für die Spieler, wie auch für die Fans schlicht nicht zumutbar.

Der neue Termin, sollte er von der Fifa-Exekutive so angenommen werden, stellt die öffentlich-rechtlichen Sender – positiv formuliert – vor einige Herausforderungen.  „Wenn es so kommt, wird es Parallelitäten geben“, zitiert die FAZ den ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz am Dienstag: „Das ist genau der Zeitraum, in dem wir richtig mit den Übertragungen des Wintersports anfangen.“

Die klassische Aufteilung in den Sendeanstalten sieht vor, dass König Fußball den Sommer regiert und im Winter Biathlon, Ski-Springen & Co. übernehmen. Auch für die Wintersportrechte zahlen die Sender viel Geld und haben auch gegenüber den Sportverbänden feste Absprachen über feste geregelte Sendezeiten.

Anzeige

Beschwichtigend merkt sein ARD-Kollege Axel Balkausky jedoch an: „Allerdings sind bis zum Ereignis noch sieben Jahre Zeit, in denen sich auch noch viel ändern kann.“

Unabhängig von den organisatorischen Fragen, bleibt die Frage, ob sich ARD/ZDF beim Kauf der Rechte nicht über den Tisch haben ziehen lassen. Möglicherweise wären die TV-Rechte ja günstiger zu haben gewesen, wenn das Turnier auf einmal nicht der ultimative Sommer-Event, sondern nur eine Großveranstaltung kurz vor Weihnachten ist. Doch die Verträge sind längst ausgehandelt und fix.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*