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„Es geht wieder los“: Neue Charlie Hebdo erscheint in einer Auflage von 2,5 Millionen

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Sie haben sich nicht unterkriegen lassen. Am Mittwoch liegt an den französischen Kiosken eine frische Ausgabe von Charlie Hebdo aus. Die Redaktion hat ihre Erschöpfungspause beendet und arbeitet wieder. Die passende Zeile der Neustart-Nummer: "Es geht wieder los".

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Aus der Sicht eines Blattmachers lag die größte Herausforderung der Redaktion wahrscheinlich darin, ein frisches Cover zu schaffen, dass es mit dem längst legendären „Alles ist Vergeben“-Titel aufnehmen kann, ohne mit ihm verglichen zu werden. Dieses Kunststück gelingt den Franzosen tatsächlich.

Neues ´Charlie Hebdoª-Heft

Die neue Titelseite zeigt einen Hund, der eine Charlie Hebdo-Nummer in der Schnauze hält und von einer ganzen Meute gehetzt wird. Die illustre Jagdgesellschaft versammelt gleich mal ein paar der größten Lieblingsopfer der Satire-Zeitung. Mit dabei sind Dschihadisten, der Papst, der konservative Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy und die Chefin des rechtsextremen Front National, Marine Le Pen.

Noch immer dürften die Erinnerungen an den fürchterlichen Anschlag auf die Redaktion, bei der zwölf Mitarbeiter starben, frisch sein. Immerhin ist er erst sieben Wochen her. Die folgende Ausgabe stemmte die Redaktion unter der neuen Führung des Zeichners Riss noch mit letzter Kraft. Als Lohn gelang den Machern ein gigantischer Verkaufserfolg. Rund acht Millionen Mal verkaufte sich die Nummer 1179. Die Ausgabe 1180 wird gleich mit einer Staurtauflage von 2,5 Millionen Exemplaren gedruckt.

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Charlie Hebdo

Danach war die Kraft der Macher allerdings aufgebraucht. „Wir mussten durchatmen und uns ein bisschen ausruhen“, sagte Chefredakteur Gérard Biard der Nachrichtenagentur AFP. „Manche mussten wie ich sofort weiterarbeiten, manche wollten sich mehr Zeit nehmen.“

Ab jetzt soll Charlie Hebdo wieder wöchentlich erscheinen. Noch immer arbeitet die Redaktion im Exil bei den Kollegen der Tageszeitung Liberation.

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Alle Kommentare

  1. Lieber Herr Becker,

    „Rund acht Millionen Mal verkaufte sich die Nummer 1179“ – allein heute??!
    Ein wenig mehr journalisitische Sorgfalt und der schlichte Blick auf die Ihrem Artikel beigefügten Illustrationen würde genügen, um zu erkennen, dass Ihr Angaben (Ausgabenzahl) ein wenig durcheinander sind…

    …ja ja, immer diese trolligen Leser 😉

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