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stern und ARD über Flüchtlinge – gemeinsam für die gute Sache (und ein bisschen auch für sich)

Am kommenden Montag startet im Ersten die groß angekündigte neue Reportagereihe "#Beckmann" mit Reinhold Beckmann. Thema der ersten Sendung ist die Flüchtlingsproblematik. "hart aber fair" widmet sich im Anschluss demselben Thema. Bereits an diesem Donnerstag bringt der stern auch eine Reportage zum Thema Flüchtlinge und ein Interview mit Beckmann. ARD und stern nennen das recht vollmundig einen "gemeinsamen thematischen Schwerpunkt". Man könnte auch ganz banal sagen: eine Cross-Promotion.

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Aber vielleicht verbietet sich so ein profaner Begriff wie Promotion bei einem so schweren und bedeutsamen Thema wie Kriegsflüchtlingen. Beckmann gab dem stern ein Interview zu Thema, das ganz nebenbei natürlich auch Werbung für seine neue Sendung ist. Die ARD verbreitet fast wörtlich auf ihren Internetseiten eine Pressemitteilung von Gruner + Jahr zur „Kooperation“, in der stern-Chef Christian Krug, Andreas Cichowicz, NDR-Fernsehen Chefredakteur Andreas Cichowicz und WDR-Fernsehen Chefredakteurin Sonia Seymour Mikich salbungsvoll zu Wort kommen („Flüchtlinge sind zunächst – Mitmenschen“). Und am Montag tritt dann stern-Reporter Walter Wüllenweber bei „hart aber fair“ auf. Wüllenwebers Auftritt sei ein spezieller Wunsch der „hart aber fair“-Redaktion gewesen, teilt eine stern-Sprecherin mit.

Kai-Hinrich Renner berichtete bei Handelsblatt.com unlängst, dass das Beckmann-Team unter anderem eine deutsch-irakische Familie besuchte, die kurz vorher bereits von stern-Reportern besucht worden war. Beckmann habe dann den Kontakt zu stern-Chefredakteur Krug gesucht und offenbar gefunden. Man wolle und ein „gemeinsames Zeichen“ setzen, wird ein Beckmann-Sprecher bei Renner zitiert. Darum habe man beim stern und der ARD die Berichterstattung zeitlich koordiniert. Und wenn ein bisschen PR in eigener Sache dabei rumkommt, schadet es sicher auch nicht.

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Auf den Titel hat es der Themenschwerpunkt beim stern aber leider nicht geschafft. Dort wird gefragt: „Was darf ich essen?“

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