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Lucky Strike ganz lucky: Bohlen und Prinz August verlieren mit Klage gegen Werbung

Prinz Ernst August von Hannover und Dieter Bohlen verloren vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gegen die Zigarettenmarke Lucky Strike.
Prinz Ernst August von Hannover und Dieter Bohlen verloren vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gegen die Zigarettenmarke Lucky Strike.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat eine Klage von DSDS-Jurychef Dieter Bohlen und Prinz Ernst August von Hannover gegen die Zigarettenmarke Lucky Strike abgewiesen. Die Prominenten hatten Grundrechtsbeschwerde wegen Verletzung der Persönlichkeitsrechte eingelegt, weil der Konzern British American Tabacco mit ihren Namen geworben hat.

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Lucky Strike hatte 2000 und 2003 die Vornamen von Bohlen und Prinz August in Werbekampagnen verwendet. 2008 entschied bereits der Bundesgerichtshof für Lucky Strike, dessen Entscheidung von den Richtern in Straßburg noch mal unterstrichen und gelobt worden ist. Karlsruhe hätte ein „verbindliches Gleichgewicht zwischen Meinungsfreiheit und Achtung des Privatlebens gefunden“, zitiert die dpa.

In Bohlens Fall bezog sich eine Werbeanzeige auf ein von ihm geschriebenes Buch, in dem einige Prominente in vorangegangenen Klagen Schwärzungen durchsetzten. Lucky Strike griff die Zensur auf und textete auf einem Plakat: „Schau mal, lieber Dieter, so einfach schreibt man super Bücher„. Bei Prinz Ernst August von Hannover ging es um einen tätlichen Angriff. Lucky Strike reagierte mit einem Plakat, auf dem Zigarettenschachteln eingedrückt worden sind und textete: „War das Ernst? Oder August?“

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Die Richter am Europäischen Gerichtshof fanden die Werbung, die die Promis nicht zeigte, „weder abwertend noch negativ dargestellt“. Gegen das Urteil kann Berufung eingelegt werden. Die Prominenten gingen vermutlich den Weg bis nach Straßburg, weil ihnen damals vor dem Oberlandesgericht Hamburg Recht zugesprochen worden war. Bohlen bekam eine Lizenzgebühr von 35.000 Euro zugesprochen, Prinz Ernst August 60.000 Euro.

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