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„Werbung ist unsexy, Kunden sind Angsthasen“ – Stephan Rebbes Abrechnung mit der Branche

Der Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Werbeagentur Kolle Rebbe, Stephan Rebbe, zieht sich aus der Geschäftsführung zurück. Das kündigte er in einem Interview mit der Wochenzeitung Die Zeit an. Darin übt er auch scharfe Kritik an Hamburger Werbern und deren Kunden.

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„Ich selbst werde in den nächsten zwei bis drei Monaten aus der Geschäftsführung zurücktreten“, sagt Rebbe in einem Interview mit der Zeit (erscheint am Donnerstag, 19. Februar). Rebbe weiter: „Wir haben neue Leute in die Geschäftsführung geholt und ihnen Anteile an der Agentur verkauft.“ Er selbst wolle der Agentur weiter als Berater zur Verfügung stehen.

Mit der Kaste der Hamburger Werber geht Rebbe in dem Interview hart ins Gericht: „Werbung ist unsexy geworden“, so Rebbe. „Ich bin fest davon überzeugt, dass viele Kampagnen, die vor 10 oder 15 Jahren noch richtig gezündet hätten, heute an den Menschen vorbeifliegen und irrelevant sind.“ Kaum eine der großen Agenturen wisse, wie sie mit den Veränderungen durch das Internet umgehen soll: „Keine der etablierten Agenturen hat wirklich eine Lösung.“

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Die Schuld für den Niedergang der Werbung sieht Rebbe auch bei den Kunden: „Leute auf Konzernseite sind Bewahrer und Angsthasen.“ Mit Blick auf den Standort Hamburg sagte Rebbe: „Es wird hier keine großen Neugründungen mehr geben. Die Zeiten von Agenturmodellen wie Springer & Jacoby, Jung von Matt oder Kolle Rebbe sind einfach vorbei.“

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Alle Kommentare

  1. Mhhh, ist was vom Text abhanden gekommen? Wieso hört der einfach auf? Was ist den mit den Menschen, die beworben werden sollen? Sind die zu doof die Werbung zu verstehen oder ist es die Unfähigkeit der großen Marketing Unternehmen einfach mal einen flash zu landen. Ich denke das letzte ist es.

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