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„Spackos“: Til Schweiger ätzt mal wieder gegen „Tatort“-Kritiker und Twitter-Nutzer

Am Sonntag lief der vorletzte Leipziger "Tatort" mit Simone Thomalla und Martin Wuttke. Die Zuschauerkritik bei Twitter fiel vernichtend aus – zumindest fasste Arno Frank dies für Spiegel Online so zusammen. Für Til Schweiger war dies ein Anlass, sich erneut über die deutsche Filmkritik und insbesondere SpOn zu echauffieren; die Twitterer bezeichnete er als "Internetnerds" und "Spackos".

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Der Zank zwischen Schauspieler Til Schweiger und den deutschen Filmkritikern geht in die nächste Runde. Anlass war „Blutschuld“, der Tatort vom vergangenen Sonntag aus Leipzig. Die Filme der Reihe mit den beiden Ermittlern Eva Saalfeld (Simone Thomalla) und Andreas Keppler (Martin Wuttke) gehören nicht zu Kritikers Lieblingen und auch „Blutschuld“ wurde im Vorfeld verrissen.

Auch nach der Ausstrahlung hagelte es Kritik: Auf Spiegel Online stellte der Kulturjournalist Arno Frank eine Auswahl der gehässigsten Tweets zum Film zusammen – und zog damit mal wieder den Unmut von Til Schweiger auf sich. Auf seiner Facebook-Seite fragte der Schauspieler, wo die Qualität sei, wenn man versuche, Klicks dadurch zu generieren, „indem man die gehässigsten Twitter-Kommentare von irgendwelchen Internetnerds, die nix anderes zu tun haben, als zu lästern und zu haten, publiziert?“ Er bezeichnete die Zuschauer außerdem als „Spackos, die sich hinter irgendwelchen Phantasieprofilbildern verstecken.“ Am Ende seines Postings richtet er sich direkt an den Journalisten:

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Dass Til Schweiger ein Problem mit der deutschen Filmkritik hat, ist nichts Neues. 2013 entschied er, seinen Film „Schutzengel“ vorab nicht den Kritikern zu zeigen. In der ZDF-Talkshow „Markus Lanz“ im Dezember 2013 betonte er, er sähe es nicht ein, dass er ihnen auf der Vorab-Premiere Champagner kredenzen und Käsehäppchen servieren solle, obwohl sie den Film an Ende doch nur wieder verreißen würden. Arno Frank bezeichnete er als „Depp“ und betonte gleichzeitig, er selber habe ja schon lange seinen Frieden mit den Kritikern geschlossen, sie hingegen würden einfach nicht aufhören.

Die persönlichen Beleidigungen in Til Schweigers aktuellem Facebook-Posting zeugen jedoch mehr von Groll als von geschlossenem Frieden.

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Alle Kommentare

  1. Unabhängig davon, dass ich den Tatort aus Leipzig auch nicht berauschend fand und Schweiger persönlich nicht besonders mag hat der Mann trotzdem völlig recht.
    „…eine Auswahl der gehässigsten Tweets …“ – wenn ich das schon lese! Die andauernde Häme der (as)sozialen Medien ist für sich schon grenzwertig aber glücklicherweise nicht relevant. Dass aber sogenannte Qualitätsmedien dem Twitter-Mob ständig zusätzliche Reichweite bieten ist nicht nachvollziehbar und schwer erträglich. Der Journalismus schafft sich ab.

    1. Ja da stimme ich Dir vollkommen zu. Auch ich fand den Tatort eher langweilig aber die Kommunikationskultur verkommt in den sozialen Medien und ist teilweise nur noch zum meckern. Wenn mir schon was nicht gefällt, dann sollte ich auch Vorschläge bringen wie man es besser macht. Wie sagt ein schönes Sprichwort: „Meckern kann jeder, nett sein ist wichtig!“

      1. Egal wie der Tatort nun war, dieses Zitieren von gehässigsten anonymen Tweets ist einfach dabene. Wenn man nun anonym noch dieCahnce hat, sich durch möglichst gehässige Tweets in Siegel-Online wieder zu finden, führt doch zu abartigen Anreizen. Zudem istd as wie früher der anonyme Taxifahrer, ein Weg zur Beliebigkeit des Journalismus. Da hat Schweiger einfach Recht.

  2. Wer bitteschön hört nicht auf? Wer grollt, statt Frieden zu schließen? Schlusspointen sind immer gefährlich, wenn sie so spiegeln…

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