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„Diese Likes waren eine Lachnummer für mich“ – Hubert Burdas fulminantes Geburtstagsinterview im SZ-Magazin

Hubert Burda im SZ-Magazin
Hubert Burda im SZ-Magazin

Am kommenden Montag, dem 9. Februar, feiert Verleger Hubert Burda seinen 75. Geburtstag. Aus diesem Anlass bringt das SZ Magazin am morgigen Freitag ein großes, sehr persönliches Interview mit Hubert Burda, das Michael Ebert und Sven Michaelsen geführt haben. MEEDIA dokumentiert einige Passagen, in denen sich Burda u.a. über den Focus, Rubert Murdoch und seine Nachfolge äußert.

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Das SZ-Magazin mit dem kompletten, sehr lesenswerten Hubert-Burda-Interview liegt am Freitag der Süddeutschen Zeitung bei. Die digitale Version kann schon am heutigen Donnerstag ab 17 Uhr unter sz.de/magazin erworben werden.

Hubert Burda im SZ-Magazin über …

… seine Anfänge als Verleger:

Nach der M-Krise (Hubert Burdas erster Top-Job im elterlichen Verlag war die Chefredaktion des Männermagazins M, was in einem gewaltigen Flop endete, Anm.d.Red.) bin ich mit Bazon (Ästhetik-Professor Bazon Brock, Anm.d.Red.) im Schwarzwald spazieren gegangen. Ich wollte immer, dass Rudolf Augstein mal von mir Kenntnis nimmt, aber der nahm natürlich überhaupt keine Kenntnis von mir. Da Bazon in Hamburger Pressekreisen verkehrte, fragte ich ihn: »Was meint denn der Rudolf? Hast du mal mit ihm über mich geredet?« Er antwortete: »Der Rudolf sagt, wenn dein Vater stirbt, bringen dich deine beiden Brüder um.«

… den Focus:

Dass ich den Focus machen wollte, nahm Rudolf (Spiegel-Gründer Rudolf Augstein, Anm.d.Red.) mit Humor, denn er war vollkommen überzeugt, dass ich das Ding an die Wand fahre. Er wusste, mir würde keine Bank Geld leihen, weil ich mit der Einstellung der Super!-Zeitung gerade siebzig Millionen Mark verloren hatte. Dann kam auch noch die Hypo-Bank und kündigte meinen Fünfzig-Millionen-Kredit. Im Grunde war das mein Aus. Es gab Morgen, an denen ich nicht wusste, wie ich den Tag überleben soll. Aber weil ich vom Focus-Projekt vollkommen überzeugt war, habe ich schließlich unser Münchner Verlagsgebäude verkauft. Fortan hatte ich nur eine Sorge: Dass Markwort zur Tür reinkommt und sagt: »Dr. Burda, lassen Sie’s mit dem Focus lieber bleiben.«

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… seinen „teuren“ Freund Rubert Murdoch:

Als wir uns vor drei Jahren beim Weltwirtschaftsforum in Davos über den Weg liefen, deutete er auf mich und sagte zu seiner Frau: »Wendi, this is my best friend ever!« Ich habe gedacht, ja, für siebzig Millionen kann man so was sagen. Das ist die teuerste Freundschaft meines Lebens. (Als das gemeinsame Burda-Murdoch-Zeitungsprojekt Super! scheiterte, ließ Murdoch Burda auf 70 Mio. Mark Verlust sitzen, Anm.d.Red.)

… Social Media:

Als Facebook kam, wusste ich, meine Generation ist vorbei. Diese Likes waren eine Lachnummer für mich. Weil ich Facebook nicht benutzt habe, habe ich den Anschluss an alles verloren, was danach kam, von Instagram über Pinterest bis Snapchat. Ich habe auch keine Ahnung, wer Xing erfunden hat, obwohl uns das Unternehmen mehrheitlich gehört. Deshalb halte ich mich aus dem Thema Internetfirmen und neue Technologien raus. Mein Sohn kennt sich da besser aus als ich.

… seine Nachfolge im Verlag:

Ich bin mit Maria einer Meinung, dass es nichts Schlimmeres gäbe, als die Kinder zwangszuverpflichten, in den Verlag einzusteigen. In drei bis fünf Jahren wird man klarer sehen. Den Kindern gehören 49 Prozent der Hubert Burda Media, und mein Eindruck ist, dass beide ernsthafte Gedanken haben, in das Unternehmen zu gehen. Die Lisa hat ein Gespür dafür, wie man Geschichten journalistisch erzählt, und kennt sich in Redaktionen aus. Sie lacht immer noch über das Interview, das Papa mal mit Michael Jackson geführt hat. Jacob hat seinen Master über Heidegger und dessen Beziehung zur Technologie gemacht und ist gescheit im Geschäftlichen. Er steht mit einem Bein im Silicon Valley und ist mit einigen der dortigen Hot Shots befreundet. Einmal im Jahr lässt er die Burschen Lederhosen anziehen und nimmt sie mit aufs Oktoberfest. Das ist für die Boys der Höhepunkt des Jahres.

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