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Schrumpfender Tablet-Markt: iPad schwächelt, Kindle Fire kollabiert

Eine Überraschung ist es nicht: im fünften Jahr des iPad-Zyklus muss der Tablet-Markt synchron zu seinem Flaggschiff Verluste hinnehmen. iPads und Samsung-Tablets finden weniger Käufer – die Geräte von Amazon jedoch haben erdrutschartige Einbrüche hinnehmen müssen.

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Plötzlich ist Tausendsassa Jeff Bezos wieder zurück im Spiel. Ganze drei Handelstage sind seit Bekanntgabe der jüngsten Amazon-Bilanz vergangen – drei Handelstage, in denen der weltgrößte Einzelhändler sein traumatisches Börsenjahr 2014 vergessen machte und mal eben um 20 Prozent oder 30 Milliarden Dollar Börsenwert zulegte.

Eine wenig schmeichelhafte Fußnote, die Jeff Bezos sicher gern verheimlicht hätte, holt den nach Google, Alibaba und Facebook viertwertvollsten Internetkonzern indes in der neuen Woche ein: Die vom Marktforscher IDC veröffentlichte Statistik für das abgelaufenene vierte Quartal im Tablet-Markt.

Die Rückschau auf die Weihnachtssaison liest sich fast für die gesamte Branche wenig schmeichelhaft: Erstmals seit Beginn des Jahrzehnts wurden in einem Quartal insgesamt weniger Tablets als im Vorjahreszeitraum verkauft. Für Amazon indes verlief das vierte Quartal in Sachen Tablets katastrophal. Um enorme 70 Prozent brachen die Absätze des Kindle Fire von 5,8 auf nur noch 1,7 Millionen verkaufte Geräte ein. Der potenzielle iPad-Killer fiel damit auf dem Tablet-Markt auf den fünften Platz zurück.

Amazons Tablet-Absätze brechen um 70 Prozent ein
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Doch auch die Platzhirsche mussten Federn lassen: Apple musste mit seinem iPad bekanntermaßen Absatzeinbußen von 18 Prozent hinnehmen, sichert sich mit 21,4 Millionen verkauften Geräten jedoch weiter unangefochten die Spitzenposition.

Samsung bringt es nach Einbußen von ebenfalls 18 Prozent mit 11 Millionen verkauften Geräten gerade mal auf die Hälfte. Auch die Nummer vier Asus, hat mit Rückgängen zu kämpfen – der Aderlass beträgt sogar 25 Prozent. Einzig Lenovo konnte als Nummer drei unter den fünf größten Tablet-Herstellern mit neun Prozent eine Absatzsteigerung verbuchen.

Ob der Tablet-Trend 2015 noch mal dreht, scheint angesichts der Phablet-Konkurrenz fraglich. Apple-CEO Tim Cook hielt in der Analystenkonferenz nach Bekanntgabe der jüngsten Quartalszahlen zumindest eine flammende Rede für die jüngste Produktsparte aus Cupertino: „Ich bin langfristig sehr optimistisch für die Zukunft des iPad“, hatte Cook erklärt. Ob sich der Optimismus aber auch in wieder steigenden Absätzen festmachen lässt, bleibt die Multimilliarden-Dollar-Frage der ungeliebten Produktkategorie.

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Alle Kommentare

  1. Das habe ich schon vor einem Jahr kund getan. Je enger die Produkte zueinander stehen, um so mehr entsteht dieser bekannte Kannibalisierungseffekt. Das trifft jetzt den Computermarkt, morgen sind’s die Automobile. Das iPhone plus killt das iPad Mini. Ich benutze dass Mini nur noch zum Zeitungslesen. Alles andere kann das 6+

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