Social Media Warrior: Britische Armee trainiert „Facebook-Krieger“

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Unter dem Titel 77th Brigade hat die britische Armee eine neue Einheit gegründet. Ihre Aufgaben: psychologische Einsätze und unkonventionelle Kriegsführung in Onlinemedien. Das Einsatzgebiet der insgesamt 1.500 Mitglieder sind also die Sozialen Netzwerken. Die sogenannten "Facebook-Krieger" sollen Gegner gewaltfrei beeinflussen.

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Die „77th Brigade“ wird im April ihre Arbeit aufnehmen, berichtet die britische Tageszeitung The Guardian. Die Gruppe wird verantwortlich sein für die „Kriegsführung“ in Social-Media-Diensten wie Facebook, Twitter, YouTube und Instagram. Vorbild dürfte die israelische Armee sein, die bereits in mehr als 30 Sozialen Netzwerken aktiv ist und zum Beispiel während der vergangenen Auseinandersetzung im Gaza-Streifen Twitter nutzte, um direkt mit der Hamas zu kommunizieren.

Zu der neuen Brigade werden reguläre Soldaten und Reservisten gehören, journalistische Fähigkeiten und ein sicherer Umgang mit Social Media werden vorausgesetzt. Ein Sprecher der Armee sagt gegenüber dem Guardian: „77th Brigade wird aufgebaut, um den Anforderungen eines modernen Konflikts und einer modernen Kriegsführung gerecht zu werden. Wir haben erkannt, dass die Handlungen der Gegner in einem modernen Schlachtfeld auch ohne Gewalt beeinflusst werden können.“

Wie der Guardian weiter schreibt, findet auch die Nato diese Social-Media-Kämpfer notwendig. Diese könnten sich um einen Konflikt kümmern, ohne dass dieser in Gewalt eskalieren müsse.

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Alle Kommentare

  1. Digitale Deeskalation auf einem neuen Level. In dem Meeting zu diesem Konzept wäre ich gerne dabei gewesen ^^

    Erinnert mich an den Film „Männer, die auf Ziegen starren“… psychologische Kriegsführung mal anders.

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