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Schneesturm im Wasserglas: Wie ein Meteorologe den falschen Blizzard beschwor

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Ja, wo ist denn nun der Mega-Wintersturm? Was als eiskalter Mega-Blizzard für die US-Ostküste angekündigt war, entpuppte sich nun als falscher Alarm. Auf Twitter entschuldigte sich nun der Meteorologe, der zuvor noch vor dem Unwetter gewarnt und sich mit seinen Kollegen öffentlich angelegt hatte.

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Wenn ein Meteorologe mit rund 9.000 Followern sich zum bevorstehenden Unwetter äußert, dann schaut die Öffentlichkeit ganz genau hin. So auch im Fall von Gary Szatkowski. Der Wetterexperte für aus Mount Holly, NJ, hat sich in den vergangenen Tagen rege auf Twitter zu den möglichen Gefahren des Blizzards „Juno“ geäußert.

So bereitete sich, auch gestützt von anderen Meteorologen und Wetterdiensten im ganzen Land, die Ostküste auf heftige Schneestürme und eisige Temperaturen vor – auch weil die Medien in den Reigen einstimmten und vor Eiswalze „Juno“ warnten: Schulen schlossen, Flugzeuge blieben am Boden, der Verkehr wurde umgeleitet und Straßen gesperrt. Doch im Laufe des Dienstages zeichnete sich ab: Der Megablizzard blieb aus.

Das bermerkte auch Szatkowski und bat über Twitter tatsächlich um Entschuldigung: „Ich entschuldige mich vielmals bei Verantwortlichen und vielen Mitgliedern der Gesellschaft. Sie trafen wichtige Entscheidungen in diesen Tagen – davon ausgehend, dass wir richtig liegen – und das taten wir nicht. Nochmals: Es tut mir leid.“

Dem vorangegangen war eine heftige Diskussion mit Vertretern seiner Zunft, die Szatkowski Prognosen für überzogen hielten. So etwa @DTVaWeatherman, der die Aussagen Szatkowskis als schlecht empfand. Dessen Reaktion klang leicht angefasst: „Vielleicht haben Sie einfach eine schlechte Meinung über meine Vorhersage. Die Zeit wird es schon zeigen.“ Anderen Kritikern empfahl der Meteorologe, sich andernorts zu beklagen, andere blockte er auf Twitter.

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Nicht jeder Nutzer war gewillt, die Entschuldigung auch anzunehmen. Einige reagierten erbost und empfahlen Szatowski den Rücktritt. Der gab sich weiterhin reumütig, blieb aber standhaft – und verlor bis zuletzt nicht seinen Humor.

Doch nicht nur Szatkowski entschuldigte sich. Auch der Wetterdienst OccuWeather bezog auf Twitter Stellung. Man habe sich bei der Vorhersage auf das falsche Wettermodell zur Vorhersage gestützt.

(via & via & via)

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