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„Ich bin ein Star“ fällt auf schwächste Zuschauerzahl seit drei Jahren – auch wegen Jauchs Pegida-Talk

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Huch! Mit einer solchen Zuschauerentwicklung hat wohl kaum jemand gerechnet: Der RTL-Dschungel büßte von Samstag zu Sonntag rund 1,6 Mio. Zuschauer ein, fiel mit 5,64 Mio. auf den geringsten Wert seit drei Jahren. Ein Mitgrund dürfte Günther Jauch gewesen sein, dessen Talk zum Thema Pegida überdurchschnittlich stark war.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Sonntag wissen müssen:

1. „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ fällt auf 3-Jahres-Tief

Lässt das Zuschauerinteresse so massiv nach – oder war die Sonntags-Konkurrenz zu stark? Nur 5,64 Mio. sahen ab 22.15 Uhr „Ich bin ein Star“. Am Freitag waren es bei der Premiere noch 7,50 Mio., am Samstag 7,23 Mio. In 24 Stunden gingen dem RTL-Dschungel also fast 1,6 Mio. Seher abhanden. Natürlich war der Marktanteil von 21,3% – und 33,1% bei den 14- bis 49-Jährigen – trotzdem ein grandioses Ergebnis. Doch der Blick zurück könnte den Machern ein paar zarte Sorgenfalten ins Gesicht zaubern. Denn: 2014 lag der „Ich bin ein Star“-Staffel-Tiefstwert bei 7,32 Mio., 2013 bei 6,40 Mio. Die nun erreichten 5,64 Mio. sind damit die schwächste Zuschauerzahl seit dem 15. Januar 2012, als – ebenfalls die dritte Ausgabe der Staffel – 5,53 Mio. einschalteten.

2. Günther Jauchs Pegida-Talk knackt die 5-Mio.-Marke, Odenthal-„Tatort“ die 9-Mio.-Marke

Ein Mitgrund für die Dschungel-Schwäche dürfte „Günther Jauch“ gewesen sein. 5,57 Mio. sahen seinen Talk zum Thema „Politik trifft auf Protest – Pegida bei ‚Günther Jauch'“. Das ist zwar kein Rekordwert, aber ein deutlich überdurchschnittlicher. 2014 lagen z.B. nur vier „Jauch“-Ausgaben über diesem Wert. Grandios lief es vorher auch wieder für den „Tatort“: 9,45 Mio. entschieden sich für Lena Odenthals Pferde-Ripper-Jagd „Die Sonne stirbt wie ein Tier“ – ein Marktanteil von 25,7% und der klare Tagessieg vor der 20-Uhr-„Tagesschau“ (6,87 Mio.) und „Ich bin ein Star“. Allerdings: Odenthals vorigen Fall „Blackout“ sahen im Oktober noch 10,43 Mio. Leute.

3. Handball-WM legt bei Sky zu, Biathlon beschert dem Ersten fast 30%

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Nach den verhaltenen Zahlen der ersten Tage sprang die Handball-WM bei Sky am Sonntag auf den ersten kleinen Quoten-Höhepunkt. Immerhin 310.000 Fans sahen ab 17 Uhr das Spiel des deutschen Teams gegen Russland – ein guter Marktanteil von 1,4%. Nach den beiden Siegen der Nationalmannschaft dürfte das nicht der letzte Top-Wert gewesen sein. Die ganz großen Sport-Zuschauerzahlen erzielte am Sonntag aber logischerweise der Wintersport im Ersten. So sahen um 15.35 Uhr sage und schreibe 5,55 Mio. den Biathlon-Massenstart der Herren – ein Marktanteil von 29,9% und das selbe Zuschauer-Niveau, das am Abend Jauch und Dschungel erreichten.

4. ZDF punktet mit „Katie Fforde“, RTL mit „Vermisst“, ProSieben mit „Stirb langsam“

Auch abseits von „Tatort“, „Jauch“ und Dschungel gab es einige sehr bemerkenswerte Zuschauerzahlen. In der Prime Time gelang es z.B. dem ZDF, gegen den „Tatort“ Spitzenquoten zu holen. Immerhin 5,60 Mio. Leute sahen statt des ARD-Krimis den Film „Katie Fforde: Vergissmeinnicht“ – tolle 15,2%. Im jungen Publikum hielt sich um 20.15 Uhr ProSiebens Free-TV-Premiere „Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben“ recht gut: mit 2,23 Mio. 14- bis 49-Jährigen und 16,7% blieb sie aber hinter dem „Tatort“ (2,88 Mio. / 20,7%). RTL kam um 20.15 Uhr mit den „Aushilfsgangstern“ hingegen nur auf 1,69 Mio. und 12,6%. Dafür gab es am Vorabend noch tolle Zahlen für die Kölner: „Vermisst“ sahen 5,43 Mio. (17,6%), darunter 2,04 Mio. 14- bis 49-Jährige (19,7%). Sat.1 erreichte in der Prime Time mit „Navy CIS“ und „Navy CIS: L.A.“ um 20.15 Uhr und 21.15 Uhr 11,4% und 10,6%.

5. RTL II versagt um 20.15 Uhr komplett, Vox und kabel eins halbwegs solide

Zu den Verlierern der Sonntags-Prime-Time gehörte eindeutig RTL II. Den Film „Arctic Blast – Wenn die Welt gefriert“ sahen nur 490.000 14- bis 49-Jährige – ein miserabler Marktanteil von 3,6%. Klar besser, wenn auch nicht wirklich gut, lief es bei Vox und kabel eins. Vox erreichte mit der „Promi Shopping Queen“ 730.000 junge Menschen und 6,1%, kabel eins mit der „K1 Reportage Spezial“ 680.000 und 5,0%. Im Gesamtpublikum blieben kabel eins und RTL II auch hinter dem NDR Fernsehen: Dort sahen 1,20 Mio. „Das große Winter-Wunschkonzert“ – gute 3,3%.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums, der 14- bis 49-Jährigen und der 14- bis 59-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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Alle Kommentare

  1. Die Besetzung ist deutlich weniger profiliert als die der Vorjahre. Zudem wirkt die diesjährige Staffel wie ein Remake des Vorjahres: Sara als (schwächere) Larissa, Walter als (langweiligerer) Winfried Glatzeder. Und weit und breit kein polarisierender Promi wie der Wendler. Da sind weitere Quoteneinbrüche programmiert.

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