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Bunte Now: Burda arbeitet an Buzzfeed für People-Stories

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Schneller, bunter, größer: Seit rund einem Jahr gehört das Traffic-Wachstum von Bunte.de zu den größten Erfolgsgeschichten im deutschen Web. Damit die Kurve auch weiterhin steil nach oben zeigt, will Burda-Intermedia-Chef Hans Fink nun für den nächsten Wachstumsschub sorgen. Neben einer Bewegtbild-Offensive soll Bunte Now die Position im jungen People-Markt mit einer neuen, frischen und frechen Marke stärken, die sich von der Machart her an Buzzfeed anlehnen soll.

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„Ähnlich wie Buzzfeed wollen wir vor allem auf junge, emotionale Themenzugänge setzen“, erklärt Fink gegenüber MEEDIA. Dabei sollen dann auch die sozialen Netzwerke zu einer signifikant wichtigen Traffic-Quelle werden. Dafür bauen die People-Spezialisten gerade ein eigenes Team auf, das künftig mit rund zehn Mann Storys „mit viel Emotion, schnell und frisch“ erzählen soll. „Uns wird dabei aber immer wichtig sein, dass wir trotzdem unseren Bunte-Ansatz beibehalten, dass wir nicht auf übertriebene Sensationen setzen oder in die Ekel-Kiste greifen“.

Die weitere Ausrichtung des Portals hin zu mehr Social Media ist allein deshalb schon konsequent, weil die Stars selbst auch immer häufiger Facebook, Twitter & Co. als Bühne und Veröffentlichungsplattform von Nachrichten und Bildern in eigener Sache nutzen. Als Starttermin peilt Fink Ende März an.

„Setzen nicht auf übertriebe Sensationen oder greifen in die Ekel-Kiste“

Sollte der Plan aufgehen, dürften Fink und sein Team mit einer weiteren erheblichen Steigerung des Traffics und der Reichweite rechnen. Ein junger Konkurrent wie Promiflash.de kam im Dezember laut IVW auf 26,5 Millionen Visits. Allein bei Facebook hat der etwas trashige Konkurrent 3,3 Millionen Fans. Bunte.de verzeichnet beim US-Network lediglich 185.070 Freunde.

Dafür dürfte vor allem die Besucher-Entwicklung Hans Fink, der allerdings auch erst seit 1. März die Geschäfte von Burda Intermedia führt, viel Freude machen. Im Januar 2014 erreichte Bunte.de – laut IVW – noch 8,8 Millionen Visits. Im Dezember waren es bereits 23,9 Millionen. Es gibt wenige Verlagsseiten im deutschen Web, die ähnliche Wachstumsraten vorweisen können. Der ewige Konkurrent Gala.de kam im Dezember nur auf 10,3 Millionen Visits.

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Die Bunte wird in den nächsten Monaten ihre TV-Präsenz erhöhen

Die Verjüngungskur der Marke soll sich nicht nur auf neue reine journalistische Inhalte konzentrieren. Auch an einer innovativen Quiz-App arbeiten die Münchner. Sie soll wohl eine Verbindung aus Social-Web-Erfolgsangeboten wie Playbuzz und redaktionellen Inhalten sein.

Bei allen geplanten Neu-Aktivitäten von Bunte Digital soll auch das Thema Video immer wichtiger werden. Fink ist davon überzeugt, dass Bewegtbild-Inhalte grundsätzlich im Web, und in den sozialen Medien im Speziellen, immer wichtiger werden. „Zudem lassen sich Videos wesentlich besser und lukrativer vermarkten, als andere Web-Inhalte“.

Natürlich kommt dem Manager gerade in diesem Bereich seine TV-Vergangenheit bei ProSiebenSat.1 zu gute. Deshalb ist es auch wenig überraschend, dass Fink über enge Kooperationen mit einigen Privatsendern nachdenkt. „Wir können jetzt schon verraten, dass die Bunte in den nächsten Monaten ihre TV-Präsenz erhöhen wird.“

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