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Apple-Watch-Flop: Analysten warnen vor dem Ende der Glanzzeit

Viel Marketingaufwand, wenig Käufer: Die Apple Watch bleibt stark unter den Erwartungen zurück
Viel Marketingaufwand, wenig Käufer: Die Apple Watch bleibt stark unter den Erwartungen zurück

Wie passt das zusammen? Apple steht unmittelbar vor Verkündung des stärksten Quartals aller Zeiten, doch ein Analyst sieht den wertvollsten Konzern der Welt vor einer Zeitenwende. Abhey Lamba von Mizuho Securities etwa glaubt, dass Apple Opfer des eigenen Erfolgs wird und prophezeit einen Flop der Apple Watch.

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Eine Woche noch bis zur wohl meist erwarteten Bilanz der ersten Ertragssaison des Jahres – und vielleicht sogar bis zum erfolgreichsten Quartal der Wirtschaftsgeschichte. Dienstag kommender Woche ist es nach Handelsschluss soweit: Apple verkündet Zahlen für sein Weihnachtsgeschäft, das nach jeder Lesart ein totaler Triumphzug werden dürfte.

Keine Frage: Apple befindet sich augenscheinlich auf dem Gipfel seiner nun schon knapp 39 Jahre währenden Firmenhistorie. Nach Ansicht von Abhey Lamba von Mizuho Securities führt der Weg des Kultkonzerns aus Cupertino indes mittelfristig nach unten: Nach dem starken Weihnachtsquartal und einem möglicherweise noch guten Ausblick auf das März-Quartal würde Apples Wachstumsdynamik danach deutlich verebben.

Analysten rechnen mit Apple Watch-Flop
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Der Grund: Die aufgestaute Nachfrage nach dem iPhone 6 und 6 Plus, die jetzt für Rekordzahlen sorgt, würde später zu stärkerem nachlassendem Interesse als gewohnt führen – Apple würde sozusagen zum Opfer seines eigenen Erfolgs werden. Die schwächeren Verkäufe ab April würden nach Meinung von Lamba auf der Aktie schwer lasten, die im laufenden Jahr daher um 20 Prozent crashen würde.

Einen maßgeblichen Anteil daran hätte auch die Apple Watch, die der Mizuho-Analyst ebenso floppen sieht wie vor einer Woche bereits wie die Investmentbank Baird’s William Power. Entsprechend stufte Abhey Lamba die Apple-Aktie am vergangenen Freitag dann auch als einer der wenigen Analysten von „kaufen“ auf „halten“ zurück und kappte das Kursziel auf 115 Dollar.

Andy Hargreaves von Pacific Crest teilt Lambas Skepsis zur Apple Watch. Nach seinen Indikationen in der Zuliefererkette würde Apple dieses Jahr wohl deutlich weniger smarte Uhren zur Produktion in Auftrag geben als die zuletzt erwarteten etwa 20 Millionen Einheiten. Der Pacific Crest-Analyst ist für die Apple-Aktie daher noch skeptischer und gibt lediglich das Kursziel von 103 Dollar aus.  Zuletzt notierte das Papier am Freitag bei 106 Dollar in der Nähe eines 3-Monatstiefs.

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Alle Kommentare

  1. Kaffeesatz hin oder her, meiner unbedeutenden Meinung nach entscheidet sich dieses Thema in der Qualität, genauer: an der Integration der Software auf den Apple-Devices.

    Und hier sind Zweifel an Apple durchaus angebracht:
    – iCloud ist auch nach x Jahren noch unfassbar schlecht und nicht integriert
    – iTunes ist völlig überaltert, hat keine social features, kein Streaming, keine Radiofunktion, etc.
    – Apple TV ist archaisch
    – es gab in den letzten Jahren keine (!) Software-Neueinführung mehr seitens Apple, die irgendwie innovativ oder gar atemberaubend gut war.
    (- das iOS 8 Debakel mal außen vor gelassen)
    – wo ist das Internet of things Konzept?
    – Healthkit hat noch nichts gezeigt
    – …

    Der Witz bei Apple ist m.E. doch, dass die Endgeräte eng verzahnt und reibungslos miteinander zusammenwirken. Arbeiten und Freizeit / Konsum verschmilzt, im „digital home“ stehen oder liegen idealerweise 3 oder 4 Apple Devices herum, alle brav vernetzt. Das macht den Charme der Geräte aus. Also müssen die Anwendungen her, um den User im Apple-Kosmos zu halten.

    Kombinieren wir diesen Gedanken mit den größten Hobbies der Menschen am Rechner und im Netz, zB.:
    – Shopping
    – Medienkonsum (lesen, hören, spielen)
    – Erinnerungen teilen (Blder, Filme, etc.)

    für keines davon sehe ich hier unmittelbar eine Antwort von Apple.

    Zurück zum Software-Thema: oft ist die große Frage in Konzernen dieser Größe „make or buy“. Mein Gefühl, ohne hier Insider zu sein, ist, dass der M&A Bereich bei Apple sträflich vernachlässigt wurde. Die Kohle ist da, es wurden aber eben nicht Dropbox, Instagram, Pinterest, Nest, Spotify, Netflix, Tesla (kühn!) oder What’s App übernommen und behutsam integriert. Ich vermute, die hätte Apple alle aus der Portokasse kaufen können. Haben sie aber nicht. Oder kommt das tw. noch?

    Bspw. ein vollkommen integrierter Fernseher, mit einem Home-Button und nicht mehr zwischen Internet und linearem TV unterscheidend, mit coolen Tools für Fotos, Musik, Videos wäre mal großartig. Hier ist mein Gefühl, dass die großen Visonen mittlerweile von anderen Playern kommen. Und diese jüngeren Firmen werden nicht übernommen, warum auch immer.

    Was bleibt: Innovation von innen heraus. Ich bezweifle, dass dies der Firma weiteres exoirbitantes Wachstum bescheren kann. Somit meine kleine Prognose: Tolle, extrem profitable 3-5 Jahre liegen vor Apple, mit Ergebnissen, die irgendwelche naseweisen Analysten gleichwohl nicht zufriedenstellen werden. Sollte in dieser Zeit der Innovationsgrad nicht massiv nach oben gehen, wird die Firma komplett umgebaut. Vielleicht von einem jungen Charismatiker à la Zuckerberg als CEO. Denn der fehlt offenbar dringend.

  2. jaja die die anal-listen,jeden tag wird eine neue analysau durch die welt getrieben,was habts denn blos für nen kaffee genommen für diese kaffesatzleserei;-)

  3. Analysten hin, Jacobsen her – wenn ich Apple-Aktien zu einem günstigen Kurs verkauft hätte, würde ich sie jetzt verticken.

    Die aktuellen Apple-PCs sind für ernsthafte Nutzer eigentlich indsikutabel – Notebboks mit fest verbauten Akkus, keinerlei optischen Laufwerken und auch sonst kaum Anschlußmöglichkeiten (Donnerbalken ausgenommen), dito der iMer – alles schöne, überteuerte Spielzeuge. Momentan gibt es dafür noch Kundschaft – aber irgendwann spannt die auch mal, daß sie abgezogen wird. Mit dem iPod hatte Apple in den 2000ern maßloses Glück und den richtigen Riecher; das iPhone definierte die Kategorie der Smartphones neu.

    Das ist jetzt aber auch bald zehn Jahre her. Smartphones gibt’s wie Sand am Meer, „schlaue“ Armbanduhren dito. Zuletzt ist Apple dadurch aufgefallen, trotz iTunes im Rücken nicht in der Lage gewesen zu sein, einen eigenen Streamingdienst aufzubauen und sich stattdessen einen weitgehend unbekannten Anbieter für viel zu viel Geld ans Bein gebunden zu haben, der nebenbei auch noch durch minderwertige Kopfhörer zu überhöhten Preisen Bekanntheit erlangte.

    Tolle Strategie…

    1. Ich habe das „Glück“ ein Lenovo Thinkpad als Firmenlaptop nutzen zu müssen. 12GB, Arbeitsspeicher, Intel i7 pro, 500GB SSD und einfach nur Dreck.
      Das Ding kostet knapp 2000€ und ist Elektroschrott. Ich wäre glücklich, wenn man mir ein MacBook geben würde.

  4. Ich muss da dem Herrn Blum recht geben!
    Der „Internetexperte“ Jacobsen macht mehr Stimmung als Berichterstattung.
    Ist mir auch schon aufgefallen.
    Und ich bin wahrlich KEIN Apple-Jünger!

  5. Herr Jacobsen gefällt sich offenbar darin, seit einigen Tagen mit dem Zitieren sogenannter Analystenmeinungen Cassandra zu spielen (auch schon in „Curved“) und einen Misserfolg der Apple watch sowie den baldigen Niedergang Apples zu prophezeien.

    Wie schon in der Vergangenheit nicht selten wird der Herr „Wirtschaftsjournalist“ und „Internetexperte“ auch diesmal wieder voll daneben liegen. Die Apple watch wird einen soliden Anfangserfolg haben und dann mit der Zeit immer mehr Liebhaber finden. Und dass die natürlicherweise im Laufe des Jahres zurück gehenden Verkaufszahlen des Iphone (Sättigungseffekt) Apple auch nur ansatzweise gefährden können, glaubt er doch wohl selber nicht. Im Herbst gibt`s dann das IPhone 6 S (und bis dahin noch das eine oder andere aufgefrischte Appleprodukt) und der Megaerfolg der Jungens aus Cupertino wird sich (zu recht) fortsetzen. Denn was man in Cupertino macht, hat in der Regel Hand und Fuß, was man von den Ergüssen des Herrn Jacobsen wahrlich nicht behaupten kann.

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