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Erster Pegida-Live-Talk mit Pegida: Am Sonntag bei „Günther Jauch“

Günther Jauch (Fotos: picture-alliance) spricht u. a. mit Kathrin Oertel (Mitte)
Günther Jauch (Fotos: picture-alliance) spricht u. a. mit Kathrin Oertel (Mitte)

Pegida stellt sich der "Lügenpresse": Der Redaktion von Günther Jauch ist ein echter Coup gelungen. Zum ersten Mal spricht einer der Organisatoren der Pegida-Demonstrationen live im TV mit der Presse. Bislang weigerten sich die Initiatoren der Protestbewegung live im TV aufzutreten.

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Am kommenden Sonntag (21.45 Uhr) bricht nun Kathrin Oertel dieses Schweigen. Sie diskutiert unter anderem mit Wolfgang Thierse, Jens Spahn von der CDU und dem AfD-Politiker Alexander Gauland. Zudem wird noch Frank Richter, der Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung in der Runde erwartet.

Die Gästeliste zeigt bereits, dass sich Oertel nicht ganz alleine fühlen wird. Gauland fiel in den vergangenen Tagen vor allem durch seine Pressemitteilung zu dem Terror-Angriff von Paris auf. In ihr interpretierte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Alternative für Deutschland den Anschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo als Rechtfertigung für die Anti-Islam-Bewegung Pegida: „All diejenigen, die bisher die Sorgen der Menschen vor einer drohenden Gefahr durch Islamismus ignoriert oder verlacht haben, werden durch diese Bluttat Lügen gestraft“.

Die Diskussion darf man getrost mit einer gewissen Spannung erwarten. Denn bislang sorgte die Weigerung der Pegida-Initiatoren dafür, dass die Medien meistens nur über sie, aber nie mit ihnen sprachen. Günther Jauch gelingt also der erste Pegida-Live-Talk mit Pegida.

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In fast allen Diskussion davor schwang stets eine gewisse Presse-Arroganz mit, sodass sich die Pegida-Macher sehr schnell selbst bloßstellen würden, wenn sie sich einmal mit echten Argumenten wehren müssten. Es wird also spannend zu sehen, ob sich dieses Vorurteil bestätigt oder ob Oertel in der Debatte bestehen kann.

Die wichtigsten Fragen, die Jauch dabei behandeln will, lauten: Was sind die Ziele und Absichten von Pegida? Werden die Demonstranten zu Unrecht der Fremdenfeindlichkeit bezichtigt? Oder ist Pegida tatsächlich Ausdruck eines Rechtsrucks in der Gesellschaft?

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