Die „Tagesschau“ als „Lügenpresse“ – wenn Dr. Kai Gniffke sauer wird …

„Tagesschau“-Chef Kai Gniffke, Bilder, die in der „Tagesschau“ um 20 Uhr nicht zu sehen waren
"Tagesschau"-Chef Kai Gniffke, Bilder, die in der "Tagesschau" um 20 Uhr nicht zu sehen waren

Fernsehen Man kann mittlerweile die Uhr danach stellen, wann dem ARD-Aktuell Chefredakteur Dr. Kai Gniffke wieder die Gäule durchgehen. Aktuell rechtfertigt er sich in traditioneller Gutsherren-Manier im "Tagesschau"-Blog dafür, dass die ARD-Hauptnachrichten am Sonntag manipulative Bilder von der "Je suis Charlie"-Kundgebung in Paris gezeigt haben. Die "Tagesschau" hatte den Eindruck erweckt, Staatschefs seien an vorderster Front mitmarschiert, was nicht der Fall war. taz-Chefin Ines Pohl setzte den Umgang mit Bildern in dem Fall in Beziehung mit dem Unwort von der "Lügenpresse".

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taz-hefin pohl sagte der dpa wörtlich:

Leider belegt der Umgang mit den Bildern des Pariser Marsches  der Mächtigen, dass das Wort ‘Lügenpresse’ nicht nur ein Hirngespinst der Pegida-Anhänger ist, sondern dass die Wirkung der Bilder – übrigens auch für deutsche Medienmacher – manchmal wichtiger ist als die Dokumentation der Realität.

Das kann man so sehen. Jedenfalls, wenn man nicht Kai Gniffke ist. Die „Tagesschau“-Ausgabe vom 11. Januar erweckte eindeutig den Eindruck, dass Staats- und Regierungschefs in der ersten Reihe des Demonstrationszuges marschierten. Die Bilder waren so montiert, dass Frankreichs Regierungschef Hollande zunächst gezeigt wurde, wie er Hand in Hand mit anderen Staaatschefs – auch der deutschen Kanzlerin – marschierte und anschließend Hinterbliebene der Terror-Opfer umarmte. Es entstand der Eindruck, die Politiker befänden ich im Zentrum des Geschehens, inmitten der Demonstranten. Doch das war nicht so.

Die Politiker marschierten getrennt vom Volk in einem gesicherten, abgesperrten Bereich. Das ist aus Sicherheitsgründen verständlich, das hätte die „Tagesschau“-Redaktion mit einem Nebensatz erklären können. Dazu hätte es kein aufwändiges, technisches Equipment gebraucht, wie Gniffke motzig Glauben machen will  („Sorry, dass Kameraleute und Fotografen nicht immer einen Hubwagen zur Hand haben.“). Dazu hätte es nur etwas guten Willen gebraucht und ein Verständnis für dringend notwendige Transparenz.

Stattdessen verweist Gniffke auf die Live-Übertragung vom Nachmittag, während der die getrennt marschierenden Politiker im Bild waren. Obwohl diese Live-Berichterstattung überhaupt nicht kritisiert wurde. Sonst lässt Gniffke auch kaum eine Gelegenheit aus, um die herausragende Bedeutung der 20-Uhr-„Tagesschau“ als Bollwerk der Seriosität herauszukehren. Warum handeln er und seine Redaktion nicht danach? Mit solchen sinnlosen Schludrigkeiten und Mini-Manipulationen versaut die „Tagesschau“ sich und den Medien nämlich den Ruf und leistet dem Vorwurf von der „Lügenpresse“ Vorschub.

Das ist es wohl, was taz-Chefin Pohl meinte und da lässt sich schwerlich widersprechen. Dass Gniffke einmal mehr mit der Trotzigkeit eines Kindes argumentiert („Mir langt’s“, „Es macht mich richtig sauer.“) macht die Sache nicht besser.

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Alle Kommentare

  1. Es war nicht nur die Tagesschau, die Bilder mit falschen Texten versehen hat. Wenn man in die Tageszeitungen am 11. Januar schaut, FAZ, NZZ, SZ und viele andere, dann wurden dort, als Aufmacher, perspektivisch verengte Bilder mit zumeist falschen oder mißverständlich formulierten Texten publiziert. Also Meinungsmache auf breiter Front. Nun, das Handelsblatt hat sich auch beteiligt, deshalb werden wir dazu hier auch nichts weiter finden.
    Für alle Journalisten, die sich nun wieder Mißverstanden fühlen. Werfen sie einen Blick auf den heutigen Aufmacher der FAZ. Fällt da nicht eine gewisse Ähnlichkeit mit den gestellten Bildern auf? Gibt es keine Hemmschwelle beim Transport von Regierungspropaganda mehr?

    1. “ … Durch die Bank ALLE Sendungen der Öffis berichten so.“ Und nicht nur die, deshalb sprechen manche ja auch gleichgeschaltete Medien.
      Ach nee, ist ja auch wieder Nazi-Jargon…

      1. Die mit ihrer Lügenpresse lassen sich noch vom Bürger bezahlen,
        welch eine Schande!

  2. Es ist unglaublich, mit welcher Arroganz die ARD solche Kritik abschmettert, anstatt auch mal Fehler zuzugeben und so an der Qualitätsschraube zu drehen, dass der Gebührenzahler endlich auch mal wieder die unabhängige und qualitativ hochwertige Berichterstattung erhält, mit der sich diese Anstalt so gerne brüstet.
    Vergleiche auch dazu:
    https://krautreporter.de/270–beschwerden-im-akkord-wie-eine-selbst-ernannte-zuschauervertretung-ard-und-zdf-zusetzt

  3. Das wirklich schlimme ist, das wir diesen „Lügenbaron“ mit unserer Zwangssteuer auch noch bezahlen müssen. In einer wirklich freien Wirtschaft wäre er längst gefeuert!

  4. Eines fällt hierzulande scheinbar niemandem auf. Das französische Volk demonstriert – anders als das deutsche – nicht unter Anführung der Obrigkeit.

  5. Leider haben sich alle seriösen Blätter an der Bildmanipulation beteiligt. Gerade für SZ und FAZ mehr als peinlich. Was kann man in der Presse und im Fernsehen überhaupt noch glauben? Ich will es nicht Lügenpresse nennen, aber Schludrigkeit, die gerade bei Organen, die von Qualitätsjournalismus reden, nicht vorkommen dürfte.

    1. Schludrigkeit wäre es, wenn es mal in die eine und mal in die andere Richtung verfälscht oder ungenau wäre. Das ist nicht der Fall. Es gibt einen medienübergreifenden Bias. Und natürlich hat jedes Medium noch einen überlagerten eigenen Bias in der Berichterstattung.

  6. Das war so peinlich, wie zu erwarten. Es ist nicht Aufgabe der Medien für die PR-Posen der Politiker den best-passenden Bildausschnitt zu wählen. Und drei Schritte für die Kamera dann mit „nahmen am Marsch teil“ zu kommentieren. Sicher ist so was vertretbar, nur muss man dann die Kritik akzeptieren. In der folgenden Sondersendung war das separate Grüppchen zumindest gut zu erkennen

  7. Diese unsägliche Arroganz und Überheblichkeit des Chefredakteurs Dr. G. steht in einem krassen Gegensatz zu dem von ihm verantworteten „Qualitätsjournalismus“ seines „Flaggschiffes der Nachrichten“.
    Wie weit ist der Realtiätsverlust bei diesem Mann schon fortgeschritten, in seinem öffentlich-rechtlichen, zwangsgebührengepolsterten Elfenbeinturm??

  8. Allerspätestens bei der teilweise skandalös einseitigen Berichterstattung der Ukrainekrise der Tagesschau und vieler anderer Medien, hat sich rumgesprochen, dass man unseren Medien durchaus auch sehr kritisch gegenüber sein muss…. gelinde gesagt ..

  9. Diese Schnittbilder hätten viel billiger produziert werden können. X-beliebige Demobilder nehmen, dann die Köpfe der Pressefotos von 50 Staatschefs vom Grafiker einsetzen lassen, kurz rechnen – und als Download anbieten. Fertig. Da hätte nix abgesperrt werden müssen und die Sicherheitsleute hätten frei gehabt.
    Aber mal im Ernst. Das o. g. Argument, in Frankreich würde ohne politische Leithammelei demonstriert, gilt seit gestern auch hier. Ich vermute, gerade in Berlin wären gestern mehr als zehntausend zusammengekommen.

  10. Lügen, Verdrehungen und das Verschweigen von Nachrichten sind wir ja von den Massenmedien gewohnt.
    Aber dass sie jetzt auch noch kritische Kommentatoren, die zu kritische Bemerkungen in den Blogs abgeben, auch noch an den Verfassungsschutz und die Polizei verraten, schlägt dem Fass den Boden aus.
    „Welt-Online“ und „Bild-Online“ übermitteln die IP und den Kommentar an die Behörden, wenn der Beitrag zu kritisch oder radikal ist.

  11. …“nach Gutsherrenart“ war die richtige Beschreibung für einen Baron Kniffke, pardon: ARD-Chefredakteur Dr. Gniffke.
    Christian G. Christiansen

  12. Ich hätte es nicht für möglich gehalten einmal Frau Pohl von der TAZ zuzustimmen:
    „Leider belegt der Umgang mit den Bildern des Pariser Marsches der Mächtigen, dass das Wort ‘Lügenpresse’ nicht nur ein Hirngespinst der Pegida-Anhänger ist, sondern dass die Wirkung der Bilder – übrigens auch für deutsche Medienmacher – manchmal wichtiger ist als die Dokumentation der Realität“
    Ich wiederhole, ich möchte in Nachrichtensendungen NUR Nachrichten erhalten, nicht die Meinungen von Journalisten. Mir war bisher nicht klar daß das Wort >Lügenpresse< auch in brauner Vergangenheit benutzt wurde. Leider trifft es aber immer noch zu oft zu. Und die ARD, die verteidigt immer noch ihre Lügenbilder. Mir fällt keine andere Bezeichnung für die Manipulation ein.

  13. Gniffke ist Symbol:
    Wer immer nur andere kritisiert und sich darin sonnt, merkt nicht, daß ihn niemand mehr kritisiert. Sei es noch so berechtigt.
    Es stimmt traurig. Und es macht ohnmächtig: Der Gebühr für öffentlich-rechtliche arrogante Rechthaberei kann man sich nämlich nicht entziehen. Und es schmerzt, dies gezwungen finanzieren zu müssen.

  14. Warum bin ich nicht überrascht.
    Das liegt wohl daran:
    „Ein Chamäleon wird kein Adler – Lügenmedien keine Wahrheitsverkünderin.“
    Sie bleiben alle das, was sie ursprünglich sind und werden darin perfekt.

  15. Beim ZDF ist es nicht anders. Wer die Berichte über die Leipziger Demos gesehen hat, wer – wie ich – selbst sechs Stunden an verschiedenen Schauplätzen sich ein Bild germacht hat vom Geschehen, der begriff: was die öffentlichen-rechtlichen Anstalten (der richtige Begriff) senden, geht leider zu oft an der Wirklichkeit vorbei. Es sind politisch einseitige und geschichtlich ungebildete Reporterinnen und Reporter unterwegs, die gerne zeigen, wie sie etwas sehen, aber nicht, was geschieht. Ganz allmählich versteht man den Ärger, der sich ausgehend von Dresden nun darüber hinaus artikuliert, auch wenn man die Vokabel Lügenpresse zu Recht nicht benutzt.

  16. Die Mainstream Medien sind so mit ihren Lügen sorry Unwahrheiten verstrickt, dass sie es noch nicht mal merken, dass das Volk sie nicht mehr für ernst nimmt und das wird sich rächen!

  17. Gerhard

    Mir ist zudem zum wiederholten Mal bei den Öffentlich-Rechtlichen aufgefallen, dass einige Reporter nicht in der Lage sind, bei einer längeren Übertragung wie am Sonntag etwas Sinnvolles von sich zu geben. Die sprachliche Armut ist oft erschreckend. Nur wenige sind in der Lage, angemessen zu beschreiben, was jeder TV-Zuschauer ohnehin sieht.

    Die ARD-Moderatorin in Köln geriet zudem in peinlichster Weise ins Schleudern, als sie die Staatsgäste aufzählen wollte.

  18. Danke, Herr Winterbauer, äußerst treffend zusammengefasst. Der pampige Hinweis auf den Hubwagen ist ein Hohn, wenn man berücksichtigt, dass die meisten Aufnahmen (ebenso wie viele Fotos der Bildagentur EPA) aus der Froschperspektive gemacht wurden. Dass damit ein „starkes“ Bild entstanden ist, ist unstreitig. Aber es ist eben kein „echtes“ Bild. Wieder einmal war die Tagesschau selbst Partei, anstatt überparteilich zu berichten.

  19. »Lügenpresse« als Unwort? Man könnte argumentieren, dass die Wahrheit gezielt zu verzerren zu verfälschen oder zu manipulieren, also gezielte Desinformation, keine Lüge ist, sondern nur eine andere Darstellung der Wahrheit. Die Frage ist nur ob damit die Presse bzw Journalisten sich nicht selbst als unabhängige »vierte Gewalt« deklassieren, indem sie ihrem Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung gezielt einsetzen, um diese mit manipulierten Wahrheiten gezielt zu beeinflussen. Das wäre aber kein Journalismus, sondern Propaganda.
    „Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache…“ wird Hanns-Joachim Friedrich gern zitiert, und sogar ein Journalistenpreis gleichen Namens ziert sich mit diesem hehren Anspruch der Objektivität und Unparteilichkeit.
    Dies hat nichts damit zu tun, ob ein Journalist nun handwerklich gut ist oder schlecht; sondern in erster Linie, wie glaubwürdig er ist. Und die Glaubwürdigkeit eines Journalisten und der Presse bzw. der Medien ist eines ihrer wichtigsten Aktiva.
    Bisher stand die Tagesschau als Inbegriff des seriösen Journalismus; kann man Ihrer Berichterstattung in Zukunft noch trauen?

    Und vor dem Hintergrund der immer mehr um sich greifenden tendenziösen und manipulativen Berichterstattung in den Medien: Journalisten, eure Leser, Zuhörer, Zuschauer sind schlauer als ihr denkt!
    Man sollte den Begriff »Lügenpresse« nicht als Verunglimpfung der Presse sehen, sondern als Symptom zunehmenden Misstrauens gegenüber der objektiven und unparteilichen Berichterstattung der Medien.

  20. Man glaubt es ja kaum, aber es gibt in den Formaten der ARD- Infoschiene immer noch Redakteure, die sich dem wahren journalistischen Ethos verpflichtet fühlen und nicht davon schwurbeln. Die murren schon seit Jahren, sind sie es doch als journalistisches Prekariat, die sich bei REWE, im Kindergarten oder im Weinshop anhören müssen, wie das Volk die Güte ihrer Arbeit ganz ungefiltert beurteilt. Nur kommen diese skandlös schlecht bezahlten Aufrechten nicht zum Zuge, werden sogar mit Hinweis auf die „personelle Situation“ mundtot gemacht, damit eine Schleimbeutelbrigade weiter ihre Kriecherkarriere simulieren darf. Nur so ist es auch möglich geworden, dass eine Figur wie Gniffke einfach mal so eben aus dem Flaggschiff der ARD – Infoschiene einen türkischen Telekomladen machen durfte. Aber anders als bei „garantiert gutes Netz & immer& hier bei Tellekomik Atalay“ geht es für die ARD um Alles: Gucken die Leute nämlich nicht mehr die „Propagandaschau“, dann schalten sie auch nach 20.15 h nicht mehr bei der ARD zu, wenn deren Kerngeschäft läuft. Das schadet allen Folgeformaten, von Sülze aus Bayern mit dem Wepperl Fritzi bis hin zu MONITOR, Tagesthemen und ambitionierten Kulturformaten. Am Ende beißt sich die ARD also selbst das Bein ab, auf dem sie noch steht, nur um diesen journalistischen Pinscher Gniffke dummbatzig auf das Volk loszulassen ( ob nun in Dresden oder im Netz ist dabei im Prinzip egal). Das hat die ARD – Spitze wohl heute endlich begriffen, und man darf die Sanduhr drehen, um sich das Warten auf Gniffkes „Verabschiedung“ zu verkürzen. Geht der Pinschermix Gniffke, geht auch der Rest jener „Journalistenpest“, die gerne über Ethos schwadronieren, aber sich selten daran halten. Verabschieden wir uns also von Frau Alineh, Frau Atalay, Frau Bauer oder Herrn Lielischkies, um nur einige ganz besonders eklatante Fälle zu nennen. Die Jagd ist seit heute eröffnet. Halali. –

    1. NACHRICHTEN sind Informationen ü b e r ein Ereignis. Leider bringen Menschen, die in den Medien arbeiten (auch in den öffentlich rechtlichen) das oft mit der eigenen Meinung zu einem Ereignis durcheinander.
      Ich würde es sehr begrüßen, wenn ich dafür nicht auch noch mit Zwangsabgaben zur Kasse gebeten werde. ARD + ZDF (mit allen Anhäng-Progammen) sollten sich das Geld doch auf dem Markt „verdienen“ und sehen wo sie mit ihren Fähigkeiten einen Platz finden.
      Es gibt ja noch die TAZ … schau schau – dort arbeiten Journalisten! UPPS… Journalistinnen !

    2. Gniffke gehört abgelöst, weil er sich permanent disqualifiziert. Aber bitte unterlassen Sie einen Sprachduktus, der implizit suggeriert, es sei rechtens, Jagd auf missliebige Journalisten zu machen. Unglaublich!

  21. Im Spass- oder doch im Ernst: war das doch eine wohl kaum humoristisch gemeinte unfreiwillige Steilvorlage für das angebliche Unwort des Jahres?
    Satire darf doch alles?
    Lügenpresse sollte man das aber nicht unbedingt nennen, wie wäre es mit „kreativem Umgang mit der Wahrheit“ -Presse?
    Oder doch: (Nicht nur) ein BILD lügt mehr als 1000 Worte?
    Aus ökologischen Gründen sollte zukünftig aber besser auf Bildbearbeitungsprogramme zurückgegriffen werden…
    Aber mal `was anderes: haben wir die „Enttarnung“ etwa nur „Twitterern“ zu verdanken, die da des Weges kamen?

  22. Ich schließe mich der Ansicht an, daß das Wort „Lügenpresse“ unangemessen ist. Es müßte vielmehr heißen: „Lügenmendien“. Das würde der Wahrheit näherkommen; denn dann würden die ÖR und andere Medien wie der Rundfunk mit eingeschlossen.

  23. Warum wird der korrigierende Blogeintrag von Gniffke hier verschwiegen? Das ist armselig! Passt nicht ins Schema oder was?

    1. Von einer „Korrektur“ oder gar Besserung kann keine Rede sein.
      Doktor Gniffke hat sich doch nur noch weiter ins Schlamassel reingeredet und seine Medieninkompetenz leider erneut unter Beweis gestellt.

      Fazit: Nichts wurde geklärt. Und der Ausraster ist auch nicht verziehen.

  24. Die Öffentlich rechtlichen dürfen sich nicht wundern, wenn sie als Lügenpresse hingestellt werden, denn sogar dann, wenn die Herren Chefredakteure mit Ihren eigenen Sendungen Konfrontiert werden, wird bockig behauptet es sei so nicht gewesen, sondern ganz anders.

    Hier ein paar Beispiele:

    ARD Brennpunkt Ellen Ehni: “Der Gedenkmarsch heute in Paris hatte eine ganz besondere Reihenfolge: In erster Reihe die Angehörigen und die Hinterbliebenen der Opfer und die übrigen Mitarbeiter der Redaktion von Charlie Hebdo und erst dahinter die Staats- und Regierungschefs aus 50 Ländern, die eigens angereist waren.”

    ARD tagesthemen Pinar Atalay: “Solidarisch und geschlossen unter den Millionen: 40 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt.

    …. Das soll nicht der Versuch gewesen sein es so darzustellen als seien die Regierungschefs unter den Millionen gewesen, obwohl das gar nicht so war?

    Sie Herr Gniffke hätten ihren Versuch zu täuschen unkommentiert lassen sollen anstatt sich in diese künstlich aufgeregte Attitüde zu flüchten. Ich denke auch genau wegen ihrer Reaktion, das Sie sich hinsichtlich der Darstellungsweise mit den anderen Redakteuren darin einig sind, die Zuschauer auch weiterhin in eine bestimmte Richtung zu lenken, auch wenn man die Wahrheit dafür etwas, … sagen wir missverständlich formulieren muss…. zwinker zwinker… oder wie soll man die Darstellung ihrer werten Kollegen anderer Nachrichtensender verstehen.

    ZDF heute-journal Marietta Slomka: “Anderthalb Millionen Menschen waren es allein in Paris. Unter ihnen: Staats- und Regierungschefs aus rund 50 Ländern.

    ZDF heute Susanne Freitag (ZDF-Studio Paris): “Die politische Weltelite auf der Straße – Seite an Seite mit dem Volk.”

    ZDF spezial Mathis Feldhoff: “Auch die Politik hat sich in den Trauermarsch von Paris eingereiht.”

    Herr Gniffke, das ist nicht persönlich abwertend gemeint aber diese Darstellungen sind schlicht alle falsch und weil man hier ganz klar Vorsatz unterstellen ann, bezeichnen Sie die Menschen als Lügenpresse. Ich denke man sollte anstatt das Wort Lügenpresse zu verbieten lieber mal über die eigenen Aufgaben nachdenken und beizeiten umkehren sich entschuldigen und zu einer nachvollziehbaren und ehrlichen Berichterstattung zurückkehren, sofern es die mal gab.

    1. Ganz ehrlich: Ihr Kommentar und das darin zum Vorschein kommende Gedankengut sind eine absolute Frechheit und einer Medienplattform wie Meedia nicht würdig. Unglaublich! Aber: Das muss ich aushalten.

    2. @Püschel

      Oh, Oh, oh……

      Sag mir schnell ob du Montags in Dresden läufst und wo ich dich finde!

      Zusammen mit meinen Freunden werde ich Dir den Mund zutackern, weil du unsere Sache missbrauchst!

      Geh zu den Glatzen-Demonstrationen wo du hingehörst, du jämmerlicher Feigling!

      Oder bist du ein linker Agent-Provokateur?

      1. Sie wollen jmd. den Mund zu tackern, weil er seine Meinung kundtut? Ein seltsames Demokratieverständnis!

  25. Es ist wirklich komisch! Wenn unsere geliebten Demokraten sich „unters Volk mischen“, dann sind die Gullys zugeschweißt oder die Wagen schusssicher oder man geht getrennt vom Volk. Der beim Volk verhasste Hitler fuhr im offenen Wagen herum und ging inmitten der Menge. War das auch manipuliert?

    1. Wie naiv von Ihnen: Natürlich war das auch manipuliert, alles handverlesenes Publikum. Hitler trug in privaten Momenten sogar eine Brille, haben Sie die jemals auf einem Foto gesehen?

      1. …natürlich nicht – dazu war er zu eitel….ist aber normal, dass ab einem gewissen Alter die Lesebrille her muss….

  26. Schauen Sie sich einfach nur die Truman Show an.
    Dort wird alles was Sie über unser System wissen müssen in einem amüsanten Film erklärt.

    Sehen Sie den Ende des Films ab Minute 3:40
    ( https://www.youtube.com/watch?v=GSoLmKW5Wgk )
    und dann denken Sie über Ihr Leben, Presse und Politik nach.

    Enscheiden Sie dann ob Sie weiterhin den Schutz des Systems benötigen oder ob Sie die Risiken des freien Lebens eingehen wollen.

  27. Sorry, aber diese ganze Diskussion ist völlig übertrieben – einschließlich der Taz-Wortwahl von der Lügenpresse.

    Journalismus ist immer ein Prozess der Reduktion von Komplexität (neudeutsch heißt das inzwischen gerne „Kuratierung“). Das ist unser Job: Den Blick auf das Entscheidende lenken, minder Wichtiges wegladen, weil beim Sender Zeit zur Übertragung und beim Empfänger Bereitschaft zur Informationsaufnahme fehlen.

    Und ob vor oder hinter den Staatsgästen zehn oder hundert Meter Abstand zu den Angehörigen oder den mehr als einer Million anderer Teilnehmer an der Anti-Terror-Demo waren, IST nachrangig. Wenn da – nur Meter auseinander – beispielsweise Netanjahu und Abbas stehen und GEMEINSAM gegen islamistischen Terror antreten (noch so eine medial diskutierte Nebensächlichkeit: schritten sie mehr, oder standen sie eher) und mit ihnen fast 50 andere Staatsleute, dann ist DAS die eigentliche Nachricht. Und die haben Tagesschau, Tageszeitungen und Online-Medien ganz zweifelsohne vermittelt.

    Und jetzt wäre es Aufgabe der Medienschaffenden nachzufassen, ob die Bilder aus Paris nur Bilder waren – oder ob eben auch anderenorts Handeln gegen den Terror folgt. Auch in Israel und Palästina, aber auch in anderen Ecken der Welt, in denen Morden in weit größerem Maße als in Paris kaum wahrgenommener Alltag ist. Beispielsweise im Noden Nigerias, wo die Islamisten von Boko Haram seit Monaten ein grausames Mord-Regine errichten (mit überwiegend muslimischen Opfern übrigens) … und wo die nationale Regierung aber auch die Staatengemeinschaft bisher erschreckend tatenlos blieben.

    Doch statt diesen Auftrag anzunehmen, scheint es in der Medienwelt nichts Wichtigeres zu geben als die Fotoauswahl der Pariser Demo und die Auswahl der aus Berichterstattersicht relevanten Fakten zu dem Protestmarsch.

    Mein Gott, welch ein Luxusproblem und welch eine Verschwendung von Energien!

    1. aber nur bei „grünem“ Licht. Versuchen Sie es mal mit klarem Sonnenlicht.

    2. Auch das Meedia-Forum wird mittlerweile von Pegida-Mitläufern mit Kommentaren überschwemmt.

      1. Die Meinung „Anderer“ ist oft ‚was Widerliches, Unerträgliches, Ekelerregendes. Aber das ist nur ihre diffuse Wahrnehmung.
        Wie Marie Luise Beck so schön sagte: „das müssen Sie aushalten“.

    3. Was wirft heute keine „bräunliche Schatten“ im Geiste eines sogenannten Gutmenschen, der absolut alles gut-redet, relativiert und scheinheilig verabscheut?

      Deswegen traut sich fast niemand auch nur andeutungsweise auf gewisse Dinge hinzuweisen oder gar konkret anzusprechen.

      Bsp.: Im Lehrerzimmer wissen alle, dass die Mehrzahl der muslimischen Jungs ein echtes Problem darstellen. Niemand sagt etwas, weil es Menschen wie Sie gibt. Diejenigen, die trotz allem an einer Lösung interessiert sind, landen dann sehr schnell in der Provinz oder werden gemoppt.

  28. der Herr Dr. Gnifke ist wahrscheinlich das letzte Rad am Wagen. Die Order kommt von Oben. Das deutsche Volk soll nach wie vor für blöd verkauft werden. Es haben sich viele Medien gleich dreckig benommen. Schön langsam kommt die von der Politik gewollte Meinungsmache via unserer Mainstream-Medien auf den Tisch. Dem Internet sei Dank. Es ist bei uns alles sehr traurig. Aber dann noch das Wort „Lügenpresse“ als Unwort des Jahres nach Vorne schieben . Schämt euch.

  29. Den Menschen im Lande langt es schon lange, werter Kai Kniffke ..
    die müssen nämlich durch die Rundfunk und Fersehsteuer die „Schmurgeleien von Ihnen und Ihresgleichen auch noch bezahlen … aber wie heißt es doch so treffend im deutschen Sprachwortschatz: „Die dümmsten Kälber wählen ihren Schlächter selber“

  30. Lügenpresse finde ich nicht richtig zu sagen ,systemmedien finde ich besser .Es war in der Aktuellen Kamara auch nich alles Lüge. Aber wir steuern auf den satz zu “ die Presse hat immer Recht ….. diePresse, Die Presse , Die Presse

  31. Da das schon seit Jahren so läuft, hilft nur ein kompletter Austausch der jeweiligen Geschäftsleitungen und Redakteure. Anders ist eine Heilung des Vertrauensverlustes schwerlich möglich.

  32. Heute wird ja gern betont, dass die Kritik an der „Lügenpresse“ ihre Konjunktur im Ersten Weltkrieg und im kalten Bürgerkrieg um 1930 hatte – aber sollte man nicht zugeben, dass die Journalisten eben in diesen „Kampfzeiten“ besonders verzerrt informierten, weil sie sich zusammen mit „ihren“ Regierungen im gemeinsamen „Bunker“ befanden? Es ist doch vernünftiger, das Offensichtliche einzugestehen – Frau Pohl kann es ja auch.

  33. Also Lügenpresse zum „Unwort“des Jahres zu kühren war wohl etwas zu voreilig.
    Aus der Grundversorgungsauftrag der Öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten,ist eine Neutrale Berichterstattung nicht mehr gegeben.Sie manipulieren, des informieren,ich wurde das ein betreutes Denken nennen.Es wird Zeit das diese Anstalten vor das Bundesverfassungsgericht gezerrt werden,den sie verstoßen gegen dan Artikel 18 des Grundgesetzes.

    Artikel 18
    Wer die Freiheit der Meinungsäußerung, insbesondere die Pressefreiheit (Artikel 5 Absatz 1), die Lehrfreiheit (Artikel 5 Absatz 3), die Versammlungsfreiheit (Artikel 8), die Vereinigungsfreiheit (Artikel 9), das Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis (Artikel 10), das Eigentum (Artikel 14) oder das Asylrecht (Artikel 16a) zum Kampfe gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung mißbraucht, verwirkt diese Grundrechte. Die Verwirkung und ihr Ausmaß werden durch das Bundesverfassungsgericht ausgesprochen

    1. Hmmh, bei Ihrem mäßigen Deutsch kann man Ihren Kommentar nicht wirklich ernst nehmen…

      1. Immer dort diffamieren, wo es Angriffspunkte gibt – egal ob`s zum Thema passt !

  34. Das Problem besteht ja darin. Das die altgedienten der Tagesschau Seher ihre Informationen meistens nur aus solchen Quellen beziehen. Von Manipulation also gar nichts mitbekommen. Aufgabe sollte es daher sein, darauf zu zeigen, wo der berühmte Hase….. Wer tut das?
    Spontan fällt mir da zur Zeit nur eins ein…..!?

  35. Präzision bei der ARD:
    Gestern im Videotext……schalten 12 Mio täglich den VT ein….sind im Jahr 44 Mio.
    Die können nur rechnen, wenn es um Intendantenbezüge geht.

  36. Sorry, mich nervt aber das Kniffke-Bashing auch langsam.
    In diesem Fall ist die Kritik m.E. total berechtigt. Aber gehts nicht auch sachlicher? Im Ton, meine ich.
    Für mich hat Frau Pohl es wirklich auf den Punkt gebracht. Interessant finde ich auch den Umstand, wie „Panorama“ bei den Pegida-Interviews versucht hat, genau dieses Zusammenschneiden zu unterlassen.
    Den Wert dieses Ansatzes hat man bei der Tagesschau offenbar nicht nicht erkannt!

  37. Liebe meedia-Kollegen, jetzt reicht es. Bitte machen Sie dem Kommentar-Spuk aus der braunen Ecke ein Ende! Als Journalist und langjähriger interessierter Leser von meedia möchte ich nicht länger von der üblen Soße belästigt werden, die Pegida-Mitläufer, Verschwörungstheoretiker, Ulfkotte-Fans und rechtsextreme Trolle auf diesem Portal seit Wochen anrühren. Hass gegen „dahergelaufene Fremdstämmige“, Kampagnen gegen die angebliche „Lügenpresse“ und die vermeintliche „Diktatur der ‚Demokraten'“ haben auf meedia nichts zu suchen. Ein so widerwärtiger Kommentar wie der von „J.C., geb. Püschl“ zeigt, wie aktuell Bertolt Brechts berühmtes Wort leider immer noch ist: „Der Geist ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.“

    1. Soviel zum Thema Pressefreiheit und freie Meinungsäußerung.
      Nach den Terroranschlägen auf Freiheit, Andersdenkenden, Demokratie und freie Presse, sollten Sie Ihren Beitrag überdenken.

  38. In linksextremen Blogs ist zu verfolgen, daß sich einige Antifa-Kämpfer aufregen, daß die Presse gegenüber PEGIDA abgerüstet hat, und man unbedingt nun im Internet gegen diese Verharmlosung von PEGIDA „dagegenhalten“ müsse!

    @J.C., geb. Püschl
    leg dich wieder hin und träume weiter vom „bedingungslosem Grundeinkommen“

  39. Ich möchte nicht unbedingt behaupten, dass die Systemmedien lügen aber sie sagen gewiss oftmals die Unwahrheit. Im übrigen desinformieren sie, verschweigen Tatsachen geschickt, tricksen, schönen und verzerren oder berichten von vielen Dingen ansatzweise erst gar nicht! Das die Menschen sich manipuliert und betrogen fühlen ist einfach nur mehr als legitim! Das dies auf Dauer in starke Abneigung umschlägt, berücksichtigt man die Tatsache, dass man dafür noch gezwungen wird zu zahlen, ist doch absolut nachvollziehbar!

  40. Wie die ÖR teilweise arbeiten, kann man sich auch hier noch einmal zu Gemüte führen. Der Rausschmiss von Frau Hermann, inklusive Kommentar eines Historikers(?)/GeschichtsEXPERTEN, bei Johannes B. Kerner! Ein Bilderbuchbeispiel, wie man über Geschichts-Wortverdrehengen, Medienkritiker mundtot bekommt! Etwas Braunes bleibt schließlich immer hängen!

    https://www.youtube.com/watch?v=_p7Esfuk4mU

  41. Wozu die ganze Aufregung? Wer die einschlägigen Programme schaut, der möchte doch schließlich auch belogen werden! Nur weil man gezwungen wird, dafür zu zahlen, braucht man noch lange kein Gebrauch davon zu machen!

  42. „Auch das Meedia-Forum wird mittlerweile von Pegida-Mitläufern mit Kommentaren überschwemmt.“

    Verstehe ich nicht ganz, oder muß man Pegida-Mitläufer sein, um erkennen zu können, dass die Medien oftmals unseriös berichten? Darf man diese Frage überhaupt stellen? Bin ich jetzt schon ein Nazi?

    1. @Graupeneintopf

      Zweifeln Sie die korrekte Berichtanstattung an, dann denken Sie (huuuh……Lügenpresse)

      Denken Sie dieses was PEGIDA sagt sind Sie PEGIDA

      Sind Sie PEGIDA sind Sie schon angebräunt, dafür hat die Presse schon gesorgt.

      Brainwash hatt shon gesiegt!

      Das PEGIDA nun aufgefordert hatt, daß sich hier lebende, friedlich integrierte Muslime sich bei Pegidamärschen beteiligen sollen, wurde von den Medien stillschweigend negiert.

      „Passt ja nicht in die „Matrix“ !

  43. In Kriegszeiten haben die Medien stets „verzerrt“ berichtet! Und wir haben Krieg, einen Krieg der Deutungshoheit, gegen die Meinungsfreiheit!

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