Spiegel: Start in neue Ära mit dem Claim „Keine Angst vor der Wahrheit“

Motive der neuen Spiegel-Kampagne, Führungsduo Florian Harms und Klaus Brinbäumer (re.)
Motive der neuen Spiegel-Kampagne, Führungsduo Florian Harms und Klaus Brinbäumer (re.)

Marketing Ab jetzt ist der Samstag Spiegel-Tag: Das Nachrichtenmagazin erfindet sich – zumindest ein wenig – neu. Ab diese Woche kommt das Magazin statt montags zum Wochenende und hat nach über 40 Jahren erstmals wieder einen neuen Claim. Statt "Spiegel-Leser wissen mehr" heißt es nun "Keine Angst vor der Wahrheit" – ein Motto, das unbeabsichtigt in der Woche des Charlie Hebdo-Anschlags beklemmende Aktualität hat.

Werbeanzeige

424x280_SP_Image_Reuter_Iso300.indd
Auf den neuen Motiven sind jeweils Spiegel-Reporter bei der Arbeit vor Ort zu sehen. Christoph Reuter in Aleppo, Hasnain Kazim in Pakistan oder Susanne Beyer mit Schriftsteller Martin Walser.

424x280_SP_Image_Kazim_V02_Iso300.indd
„Das Einzigartige am Spiegel-Journalismus ist der unbestechliche Blick auf die Welt, deshalb haben wir dem Spiegel diese Kommunikationskampagne ans Herz gelegt“, sagt Thjnk-Kreativchef Armin Jochum gegenüber dem Branchendienst Werben & Verkaufen. Die Hamburger Agentur entwickelte die Kampagne zum neuen Claim.

424x280_SP_Image_Walser_Iso300.indd
Für den Slogan stand das berühmt Zitat des Spiegel-Gründers Rudolf Augstein Pate: „Sagen, was ist“. Natürlich kommt auch die neue Anzeigen-Serie nicht ohne ein Motiv des journalistischen Übervaters aus. Es zeigt Augstein, wie er nach seiner Verhaftung wegen Landesverrates im Jahr 1962, von Polizisten abgeführt wird.

424x280_SP_Image_Augstein_V02_Iso300.indd
Die Kampagne soll crossmedial und deutschlandweit ausgespielt werden. In den ersten Wochen konzentriert sie sich auf Print- und Out-of-Home. Später sollen TV- und Radio-Spots folgen. Den ersten Titel der Samstags-Ära widmet die Redaktion – aus aktuellem Anlass – dem blutigen Attentat auf die französische Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo.

Werbeanzeige

Mehr zum Thema

Alle Kommentare

  1. Der neue Spiegel-Claim „Keine Angst vor der Wahrheit“ könnte auch ein Appel sein für mehr Mut im Business. Angst lähmt, blockiert und versetzt die Angsterfüllten in Starre. Was wir im Unternehmen brauchen ist Mut zur ehrlichen Konfrontation, Mut zur Wahrheit. Unsere alten Instinkte werden bei Bedrohungen sofort aktiviert: Flucht oder Angriff sind die beiden Optionen, die uns ohne Nachdenken zur Verfügung stehen. In diesem Zustand verarbeitet unser Gehirn auch keine Abstraktionen mehr. „Keine Angst vor der Wahrheit“ wird verkürzt zu „Angst – Wahrheit“. Das bessere Leitmotiv für Changevorhaben und, warum nicht, auch für das Nachrichtenmagazin wäre „Mut zur Wahrheit“. Die Katastrophe von Charlie Hebdo fordert uns heraus die Tür für Weiterentwicklung zu öffnen. http://www.clever-change.de/keine-angst-vor-der-wahrheit/

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige