Anzeige

Ex-Piraten-Politiker Christopher Lauer berät Springer und gerät ins Twitter-Gewitter

Christopher Lauer berät Axel Springer
Christopher Lauer berät Axel Springer

Christopher Lauer war mal Landeschef der Berliner Piraten Partei. Im September 2014 trat er aus der Partei aus und ist seither parteiloser Abgeordneter im Berliner Parlament. Jetzt wurde bekannt, dass Lauer  von Januar bis März 2015 die Axel Springer SE in Sachen Datenschutz berät. Auf Twitter hagelte es Kritik, vor allem von ehemaligen Parteifreunden.

Anzeige
Anzeige

Anzeige

Lauer selbst hat seine Tätigkeit als Springer-Berater nach eigenen Angaben bereits im Dezember 2014 auf seiner Homepage öffentlich gemacht. Für 2015 listet er als Nebentätigkeit auf: „Für eine Beratung der Axel Springer SE in Fragen des Datenschutzes und der Datensicherheit erhalte ich monatlich ein Honorar der Stufe 2“. Unter „Stufe 2“ sind „Einkünfte in Höhe von bis zu 7.000 Euro zu verstehen. „Stufe 1“ sind 1.000 bis 3.500 Euro. Rechtlich ist die Tätigkeit völlig in Ordnung. Das Berliner Parlament ist ein so genanntes „Teilzeit-Parlamment“, d.h. die Abgeordneten gehen neben ihrer Tätigkeit als Abgeordnete regulär auch noch Berufen nach. Die Diäten sind dementsprechend niedriger als bei Vollzeit-Parlamenten. Derzeit erhalten Berliner Abgeordnete 3.526 Euro pro Monat, die sie versteuern müssen, zuzüglich diverser Kostenerstattungen. Erst ein Artikel des Tagesspiegel machte Lauers Engagement für Springer nun einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.

Laut Tagesspiegel hat Lauer seine Berater-Tätigkeit für Springer auch beim Berliner Parlamentspräsidenten angezeigt. Den Unmut seiner früheren Parteifreunde und anderer Zeitgenossen bei Twitter hat das nicht gebremst. Springer und die Bild gelten unter Piraten als mediales Feindbild Nummer eins. Lauer war im September 2014 aus der Piratenpartei ausgetreten, weil die Partei sich seiner Meinung nach nicht genügend professionalisierte. Die Kritik an seiner Beratertätigkeit kommentierte Lauer auf Twitter:

Am 1. Dezember veröffentlichte Lauer übrigens bei Zeit Online einen Artikel, in dem er sich überaus kritisch mit Google auseinandersetzte und deutsche Verlage, insbesondere Axel Springer, vor der Kritik der Technologiefeindlichkeit in Schutz nahm. Manche sahen darin bereits einen Vorboten für seine jetzige Tätigkeit. Der folgende Tweet stammt vom 2. Dezember 2014:

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*