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Unter Vorbehalt: ARD überträgt Tour de France wieder live

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Der deutsche Radprofi Marcel Kittel gewinnt die 21ste und letzte Etappe der Tour der France 2014.

Nach jahrelanger Sendepause will die ARD die Tour de France wieder live übertragen. Das berichtet der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe. Die Rechte dafür habe sich der Senderverbund zunächst auf zwei Jahre gesichert. Zahlreiche Dopingskandale hatten dazu geführt, dass sich ARD und ZDF 2011 vollständig aus der Live-Berichterstattung des Sportereignisses zurückzogen.

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Laut Medienberichten wagt sich die ARD jedoch ohne das ZDF an die Live-Übertragung des Radsportevents. Berichtet werden soll täglich ab 16 Uhr bis zum Ende der jeweiligen Etappe. Start der Tour de France ist der 4. Juli.

Die Kosten für die Übertragungsrechte belaufen sich nach Spiegel-Informationen dabei auf etwa fünf Millionen Euro. 2009 bis 2011 legten ARD und ZDF gemeinsam noch rund 20 Millionen Euro auf den Tisch. Sinkende Quoten und Dopingskandale aber hätten den Preis gedrückt.

Der zunächst auf zwei Jahre begrenzte Vertrag mit dem Tourveranstalter ASO soll zudem eine Dopingklausel enthalten: Sie ermöglicht der ARD aus der Berichterstattung auszusteigen, sollten sich Doping-Skandale wiederholen.

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Wegen zahlreicher Dopingfälle, unter anderem im von der ARD gesponserten Telekom Team um Jan Ullrich, hatten ARD und ZDF die Liveübertragung 2007 abgebrochen. Aufgrund einer vertraglich festgeschriebenen Sendepflicht zeigten die Sender 2008 bis 2011 noch ein abgestecktes Tour-Programm, zogen sich dann aber gänzlich aus der Übertragung zurück. Seitdem läuft das Radsportevent nur beim privaten Spartensender Eurosport.

Die Gespräche über eine Wiederaufnahme des Sportereignisses in das Sendeprogramm waren bereits im vergangenen September gestartet. ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky warnte damals davor, einzelne Sportarten zu diskriminieren. Gegenüber dem NDR sagte er: „Ich glaube, dass der Radsport enorme Anstrengungen unternommen hat.  Das heißt natürlich nicht, dass es keine Dopingfälle mehr geben kann – dann wären wir ja naiv, aber wir müssen auch aufpassen, dass wir keine Sportart an den Rand stellen.“ ARD-Programmdirektor Volker Herres betonte aber auch, dass man die Tour bei Zustandekommen eines neuen Vertrages kritisch begleiten wolle: „Wir werden auch sehr genau aufs Doping gucken.“

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Alle Kommentare

  1. Sagenhaft. Jetzt finanzieren wir mit unseren TV-Zwangsabgaben auch noch die Drogenabhängigen im jährlichen Komödiantenstadl des Radzirkus. Pfffff …

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