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Techaktien 2014: Das Comeback der IT-Pioniere HP, Microsoft, Apple & Co

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Amazon, Google, Twitter? Viele hoch gewettete Internetaktien entpuppten sich 2014 als Verlustbringer an der Börse. Womit Aktionäre richtig gut gelegen hätten? Mit Tech-Pionieren! Apple, Microsoft, aber auch mit IT-Pionieren wie Intel und Hewlett-Packard konnten Anleger absolut erstaunliche Renditen einfahren – die Jahresgewinner.

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5. Microsoft:  + 25 Prozent

Dass Tech-Fans eine solche Rangfolge an der Wall Street noch mal erleben dürften: Die beiden wertvollsten Konzerne der Welt lauteten bis wenige Tage vor dem Jahreswechsel Apple und Microsoft – es wirkt, als habe Hollywood mit nostalgischer Verklärung Regie geführt!

Nicht nur Apple kann auf ein Traumjahr zurückblicken – auch dem langjährigen Erzrivalen Microsoft gelang Historisches: Mit einer Marktkapitalisierung von zeitweise über 400 Milliarden Dollar sprang der ein Jahr ältere Computerpionier erstmals in diesem Jahrzehnt wieder auf den zweiten Platz der Börsenwelt.

Befeuert wird Microsofts bemerkenswertes Börsencomeback von der Begeisterung der Wall Street für den neuen CEO Satya Nadella, der den Softwareriesen in den ersten zehn Monaten seiner Amtszeit gehörig umkrempelte und etwa das Office-Paket als kostenlose App auf iPhone und iPad brachte. Im jüngsten Quartal verdiente Microsoft bei Umsätzen von 23,2 Milliarden Dollar 5,8 Milliarden Dollar. Besitzer von Microsoft-Aktien freuten sich bis gestern über ein Kursplus von 25 Prozent.

4. Cisco: + 26 Prozent

Der weltgrößte Netzwerkausrüster Cisco, einst das höchst bewertete Unternehmen der Welt, konnte Anleger 2014 wieder begeistern, obwohl sich die Quartalsbilanzen zuletzt leicht rückläufig entwickelten.

Allerdings scheint Langzeit-CEO John Chambers das Dow Jones-Mitglied bestens für die nächsten Wachstumsmärkte positioniert zu haben – die Cloud-Sparte boomt, das Internet of Everything (IoE)  – die Vernetzung von Menschen, Prozessen, Daten und Objekten – ist auf dem Vormarsch. Anleger belohnen Cisco dafür mit einem Jahresplus von 26 Prozent.

3. Apple: + 41 Prozent

Selbst wenn zum Spitzenplatz der Techbranche am Ende ein paar Prozent fehlten – 2014 war eindeutig Apples Jahr. Nach einem extrem problematischen Vorjahr, in dem sich die Apple-Aktie in der Spitze von den Höchstkursen fast halbierte, gelang CEO Tim Cook ein triumphales Comeback, das mit der Quartalsbilanz Ende April eingeleitet wurde.

Nicht nur gelang Apple die erste Gewinnsteigerung seit 18 Monaten – Tim Cook kündigte ebenfalls eine Anhebung des Aktienrückkaufprogramms und überraschend, wie aus dem Lehrbuch von Carl Icahn übernommen, einen Aktiensplit im Verhältnis 1:7 an. Dies war der Moment, der der Apple-Aktie wieder Leben einhauchte: Die Wall Street reagierte begeistert – und schickte Anteilsscheine von Apple immer weiter nach oben.

Angetrieben durch die Euphorie um die neuen iPhones konnte Apple schließlich im Spätsommer neue Rekordhochs aufstellen, die der Kultkonzern in den letzten Börsenmonaten immer weiter verbesserte.

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Im November knackte  Apple auch nach der  Marktkapitalisierung die alte Rekordmarke aus 2012 und war Wochen später bei 120 Dollar kurzfristig enorme 700 Milliarden Dollar wert – mehr als jedes Unternehmen in der Wirtschaftsgeschichte. Das Börsenjahr 2014 beendete der iPhone-Hersteller mit einem Kursplus von 41 Prozent bei 112 Dollar.

2. Intel: + 42 Prozent

Chip, Chip, ahoi! Der weltgrößte Halbleiterhersteller Intel, der aufgrund seiner zyklischen Geschäftsentwicklung immer wieder als Barometer für die Entwicklung der Technologiebranche gehandelt wird, konnte Anleger und Analysten gleich mehrfach positiv überraschen.

Im jüngsten Quartal setzte Intel soviel um wie nie und verdiente nach Gewinnzuwächsen von 19 Prozent stolze 3,3 Milliarden Dollar netto – das ist deutlich mehr als etwa Internet-Platzhirsch Google. Anleger waren von der Wachstumsdynamik des Zyklikers beeindruckt und schickten die Aktie 2014 um 42 Prozent nach oben. Intel sicherte sich mit der Performance den Spitzenplatz im im US-Leitindex Dow Jones.

1. Hewlett-Packard: + 46 Prozent

Ein früheres Index-Mitglied, das vor einem Jahr aus dem Dow Jones ausgeschieden war, konnte Intel 2014 den Tech-Thron noch entreißen: Anteilsscheine von Hewlett-Packard bescherten Aktionären ein sattes Plus von sogar 46 Prozent. Die waren jedoch kaum der Stärke des Kerngeschäfts geschuldet: Im jüngsten Quartal musste Konzernchefin Meg Whitman leichte Umsatz- und Gewinnrückgänge vermelden.

Im 75. Jahr des Bestehens ist HP vor allem eine Turnaround-Story. Vorausgegangen war eine Irrfahrt unter dem früheren SAP-Chef Leo Apotheker, der für nicht mal ein Jahr den Vorstandsposten bei HP bekleidete und 2011 für enorme 11 Milliarden Dollar den Software-Anbieter Autonomy erworben hatte.

Apothekers Vorhaben: Das margenträchtigere Software-Geschäft stärken, die Hardware-Unit, zu der das PC-Geschäft und die Druckersparte zählte, abzuspalten. 2011 jedoch war HP nicht bereit, mit seiner ruhmreichen Vergangenheit zu brechen – stattdessen musste Apotheker gehen.

Drei Jahre später kann sich Apotheker als rehabilitiert betrachten: Die frühere eBay-Chefin Meg Whitman, die seit 2011 die Geschicke von HP verantwortet, kündigte im Oktober an, den IT-Pionier in zwei Teile aufspalten und damit doch das Traditionsgeschäft auslagern zu wollen.

Der Unternehmensteil HP Inc. umfasst ab der zweiten Jahreshälfte 2015 die PC- und Druckersparte; im zweiten, separat geführten Unternehmen Hewlett-Packard Enterprise werden die restlichen Geschäftstätigkeiten gebündelt: IT-Lösungen, die Software- und Server-, und die Netzwerk-Sparte.

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