Manipulationsverdacht: die merkwürdigen „Kritiken“ zum Til-Schweiger-Film „Honig im Kopf“

Til Schweigers Blockbuster „Honig im Kopf“
Til Schweigers Blockbuster "Honig im Kopf"

Publishing Til Schweigers neuer Film "Honig im Kopf", in dem neben Schweiger und seiner Tochter Dieter Hallervorden einen Demenzkranken spielt, ist an der Kinokasse ein Erfolg. Wie das Filmblog "Filmverliebt" berichtet, sind zu dem Film zahlreiche merkwürdige Bewertungen auf Film-Community-Portalen aufgetaucht, die den Verdacht nahelegen, dass es sich um Fake-Bewertungen handelt. Auf dem Bewertungsportal Moviepilopt tobt mittlerweile ein regelrechter Kommentar-Krieg zu "Honig im Kopf".

Werbeanzeige

Wie „Filmverliebt“ berichtet gibt es bei der Website Moviepilot.de auffällig viele Kritiken von Nutzern, die sich gerade erst angemeldet und nur eine Bewertung für „Honig im Kopf“ abgegeben haben. Teilweise wurde der Schweiger Film von den Einmal-Kommentierern auf Russisch oder in schlechtem Englisch kommentiert. Eigentlich ein deutliches Zeichen, dass es sich hierbei um bezahlte Fake-Kommentare handeln könnte.

Bildschirmfoto 2014-12-30 um 09.51.33 Bildschirmfoto 2014-12-30 um 10.08.07 Bildschirmfoto 2014-12-30 um 10.08.20

Fake-Kommentare sind ein bekanntes Phänomen. Meist sind sie daran erkennbar, dass sie von einer Person stammen, die sich erst kürzlich auf einem Bewertungsportal registriert hat und nur ein einziges Produkt überaus positiv bewerten. Ein markantes Beispiel für solche Bewertungen war die CD des ARD-Talkers Reinhold Beckmann bei Amazon.

Entsprechend hämisch werden die scheinbaren Fake-Bewertungen im Fall von „Honig im Kopf“ von anderen Nutzern kommentiert. Daneben gibt es aber auch Nutzer, die den Film offenbar tatsächlich gesehen haben und gut fanden und sich über die Anti-Stimmung gegen den Film aufregen. Die Filme von Til Schweiger polarisieren seit Jahren. An den Kinokassen sind die rührseligen Streifen erfolgreich, Kritiker verreißen sie meist.

Til Schweiger selbst ist mittlerweile dazu übergegangen, seine Filme nur noch äußerst spärlich vorab Medienvertretern zu zeigen. Aus seiner Verachtung gegenüber Filmkritikern macht er keinen Hehl. Aus Zorn darüber, dass seine sehr erfolgreiche Komödie „Keinohrhasen“ 2010 keinen Deutschen Filmpreis erhielt, wollte er sogar schon einmal einen eigenen Filmpreis gründen.

Für die Filmfirma sind Internet-Bewertungen wie bei Moviepilot durchaus relevant. Wer nach dem Titel des Films googelt, bekommt direkt auf der Ergebnisseite einen Durchschnitt von Nutzer-Bewertungen der einschlägigen Portale angezeigt. Für manche mag dies ein ausschlaggebendes Argument für oder gegen einen Kinobesuch sein.

Werbeanzeige

Mehr zum Thema

Alle Kommentare

  1. Dieser Film ist wirklich sehr gut gemacht! Es sollten sich alle Angehörigen, Pflegekräfte und Ärzte die Patienten die an einer Demenz/ Alzheimer erkrankt sind ,diese betreuen und behandeln ansehen. Noch werden in unseren Privathaushalten,Krankenhäusern/ Pflegeheimen diese alten Menschen mit Medikamenten ruhig gestellt, und als Schwachsinnige diagnostiziert. Ich habe selber meinen Vater jahrelang betreut und musste immer wieder feststellen, wie hilflos diese Menschen sind, und wie schäbig sie behandelt werden!

    1. Auch ich habe diesen Film heute gesehen und fand ihn wunderbar.
      Anfangs haben wir gelacht, dann waren wir tief betroffen und am Ende flossen die Tränen und das ganze Kino kramte nach Taschentüchern. Diese verschiedenen Emotionen in einem Fim…das muss einer erstmal nachmachen. Großes Kino, Herr Schweiger!!!
      Und dabei wurde der an Demenz erkrankte Opa nicht einmal ins Lächerliche gezogen. Dieser Film macht nachdenklich und betroffen und gerade in der Weihnachtszeit ist er super platziert. Leute, kümmert Euch um Eure Eltern und Großeltern.

      1. Hahaha. Sehr lustig, selbst hier gibt es diese Fake-Kommentare. Immer diese Til Schweiger Filme. (Knockin On Heavens Door war aber echt gut.)

      2. Ich habe noch nie einen Kommentar im Internet geschrieben, da mein reales Leben so ausgefüllt ist, u.a. auch mit der Betreuung meiner Eltern, dass ich eigentlich keine Zeit für`s Chatten usw. habe. Aber gestern war ich ganz spontan und allein in Tils Film, weil ich keine Lust auf „HOBBIT“ hatte (in dem war mein Mann), und ich war hinterher sooo emotionsgeladen. Ich habe so laut geheult im Kino, war aber Gott sei Dank nicht die Einzige, und gleichzeitig herzlich gelacht! Und mein schlechtes Gewissen gegenüber meinen Eltern war danach noch größer, als es sowieso schon ist. Denn zwischen helfen und betreuen wollen und es sich leisten können, diesen Konflikt,den man als „Kind“ in sich trägt, den kann man in unserer leistungsorientierten Gesellschaft sehr schlecht lösen. Wenn man eben nicht einen sehr gut verdienenden Partner hat, kann man nicht einfach sagen: „Ich höre jetzt mal auf zu arbeiten und kümmere mich um meine kranken Eltern!“ Und wenn Du`s nebenbei versuchst, so wie ich es über Jahre getan habe, dann wirst Du im schlimmsten Fall selbst krank wie bei mir geschehen!
        Ich bin ein sehr, sehr sozial eingestellter Mensch, und deshalb fällt es mir so verdammt schwer, jetzt nur an mich selbst denken zu sollen, weil ich eine 2jährige schwierige Umschulung vor mir habe. Aber es wird von mir verlangt,und irgendwie muss ich ja auch finanziell wieder auf die Beine kommen. Und auf der anderen Seite diese Forderung: „Kümmert Euch um Eure Familie!“. Ich bin echt der Verzweiflung nah!!!

      3. Alzheimer ,kommt nicht von irgendwo meine lieben ,oder von einer Genetischen Sicht her, sondern durch die Nahrung die wir tagtäglich zu uns nehmen ,wie Florid in der Zahnpaste und dann Florid in salz das schon in fas jedem Fertigprodukt drinnen ist vergiften wir unseren Körper schleichend mit dem Zell und Nervengift Florid das 1945 als gift klassifiziert wurde und ein schwer abbaubares Umwelt gift ist und ein patent als Rattengift patentiert wurde, Aluminium ist in was allen Produkten vorhanden und führt zu krebs, wie andere Krankheiten wie Aluminium ist ein Hauptfaktor für Alzheimer .allen verstorbenen Alzheimer Patienten wurde Aluminium in Blut gefunden ! aber mann kann sich entgiften mit Chlorella 🙂

  2. Warum müssen immer Idioten dabei sein die Alles Schöne kaputt reden schreiben. Und meistens die den Film noch gar nicht sahen…..haben diejenigen schon mal nachgedacht selbst mal betroffen zu sein? Hoffentlich verhalten sich dann die anderen auch so wie sie jetzt….

    1. Was ist denn daran schön, dass eine Firma stimmen manipuliert, damit sich mehr Leute diesen Film ansehen?

  3. Hallo., ich war mit meinem Mann am Sonntag auch in den Film.. Wir haben gelacht und geweint. Der Film sollte eine Auszeichnung bekommen, wir können nur allen empfehlen sich ihn selbst anzusehen und erst dann darüber zu urteilen.. Dann seht ihr selbst das es ein toller Film mit einer RICHTIGEN HANDLUNG ist.. Vor allem über das was im Leben jeden Treffen kann.. Ob jung oder alt, den muss man einfach sehen. Ganz große klasse .. Lg’Sandra

  4. Ich habe diesen Film wirklich gerade gesehen (Cinemaxx Wolfsburg, 19:45 Uhr Kino 6) und ich muss sagen, dass es ein toller Film ist, auf den man stolz sein kann, dass er aus Deutschland kommt!

    Es ist ein Wechselbad aus Lachen und mit den Tränen kämpfen, hinzu kommen nachdenkliche Szenen…

    Einer der nachdenklichsten Sätze war: „Das wichtigste im Leben ist Freude“ (das sagte der eine Arzt zu Tilda, als er sie über Alzheimer aufklärte) und eine der letzten Szenen als Amandus auf der Bank sitzt (würde gern näher darauf eingehen, aber ich möchte nicht zu viel verraten).

    Es gibt meiner Ansicht nach nur 2 Kritikpunkte:
    1. Glaube ich nicht, dass eine 11-jährige so handeln würde oder das so durchziehen könnte (aber Hollywood lügt uns ja auch ständig an ^^)
    2. Die Uniform, die teilweise getragen wurde, soll wohl eine aus dem 2. Weltkrieg darstellen, ihr fehlen aber wesentliche Merkmale und der Rang sieht ziemlich hoch aus (dafür, dass Amandus ja schließlich auch Tierarzt war).

  5. Ich habe beruflich und privat mit der Alzheimer-Thematik zu tun und finde den Film durchwachsen: Einerseits ist ein solcher leichtfüßiger Film gut geeignet, die -in unserer Vorstellung vielen jungen-Kinobesucher mit (Sprach-)Witz für die Symptome der Krankheit zu sensibilisieren (Wortfindungsstörungen, Verwendung ähnlich lautender Worte, falscher Zuordnung von Gegenständen wie Pudding als Creme etc…), andererseits fand ich den Film sehr überzogen: Ein (natürlich) sehr erfolgreicher selbständiger aus der Medienbranche (?), der im reinsten Dorfidyll lebt (die Waltons lassen grüßen) und eine Ehefrau, die sich innerhalb von Wochen von resoluter Werbefrau zur treusorgenden Schwiegervater-Betreuerin mausert. Hallervorden hat sich sehr intensiv in die Krankheit hineingefühlt, Schweigers Mimikspiele waren die gleichen wie immer und von der schauspielerischen Leistung der Schweiger-Tochter hatte ich mir definitiv mehr erhofft (vgl. Jungschauspieler aus „Ein Schotte macht noch keinen Sommer.“). Vor allem ihre abgehakte und ablesende Sprechsprache fand ich störend.

  6. da scheint aber jemand sich genau seiner zielgruppe (frauen ab 40) anzubiedern. mir gehen diese rührseeligen und von klischees triefenden romantischen komödien, unseres bekanntesten sprachfehlers, schon seit langen auf die nerven. also nicht nur dass die filme keinerlei künstlerischen wert, sondern eben auch keinerlei unterhaltungswert an sich haben.schwaiger weiss das denke ich mal selbst nur zu gut… deshalb auch das anbiedern an die vielen 40plus frauen, denen nichts zu kitschig, klischeehaft oder unlogisch erscheinen kann, so lange es ihren herz-schmerz-trigger umlegt… ausserdem muss er ja auch nicht immerzu seinen (bescheiden talentierten) töchtern nebenrollen zuschassen…

  7. Sind die Kommentare hier unter dem Artikel eigentlich auch Fake. Auffällig viele Kommentare, die sich fast 1:1 ähneln. Irgendwelche Leute, die darstellen wann, wo und mit wem der Film geschaut wurde. Dass man selber jemand mit Alzheimer betreut hat und der Film deswegen verschiedene Emotionen ausgelöst: Lachen bis weinen. Das Fazit dann, dass der Film wirklich schön sei.

    Schon komisch. Kenne mich aber auch nicht mit der Zielgruppe von schweiger Filmen aus. Vielleicht sind das halt Leute, die halt zufällig alle ein ähnliches Leben mit ähnlichen Emotionen führen.

  8. Wurde von meiner Tochter „verdonnert“ mit meiner 13-jährigen Enkelin diesen Film zu sehen und schreibe jetzt meine 1. Kritik zu diesem Film. Ich fand ihn einfach nur fürchterlich und an der Realität vorbei, sowohl bei der Darstellung von an Demenz Erkrankten als auch das Handeln dieser 11-jährigen Enkelin.

    Ein Film, der, was die Krankheit angeht auf der typischen, medizinischen Mainstreamwelle basiert und was das die Beziehung Enkelin-Großvater angeht, derartig idealisiert und fernab jeder Realität oder Verantwortungsbewusstsein der Erwachsenen. Denn welche 11-jährige darf oder kann ungestraft sich in das Auto der Eltern setzen und kuppeln, während der kranke Großvater lenkt ?

    Alles in Allem also ein kitschiger, realitätsferner, stellenweise sogar diskriminierender Film, was Demenzkranke insgesamt und demenzkranke Frauen im Besoneren angeht, so z.B. die Stelle, wo eine alte, an Demenz erkrankte Frau sagt, dass Schweiger sie auch ficken könne und wenn er will, sogar von hinten….Wobei ich mich dann frage, was sich die Schreiber dieses Filmes wohl dabei gedacht haben.

    Was die sog. schauspielerischen Leistungen angeht… jeder gute Schauspieler hat gelernt, wie er einen bestimmten Typ darzustellen hat, also keine Besonderheiten bei allen.

    Was sehr gut funktioniert an diesem Film, ist die Werbetrommel und viele viele fallen darauf rein.

    Ich jedenfalls würde diesen Film, auch wenn er als Tragi-komödie (ging wohl nicht anders bei diesem Thema) daher kommt, nicht empfehlen.

  9. gestern Abend war ich (Arzt für Familienmedizin und Palliativmedizin) mit meiner Frau und meiner Tochter (21 Jahre, Krankenschwester) im Film. Er hat uns alle berührt und selten habe ich nach der Vorstellung so viele, auch junge Zuschauer mit nachdenklichen Gesichtern gesehen und auch einige Fetzen von interessanten Gesprächen mitbekommen. Im Film: Zeiten betroffener Stille unter den Zuschauern, aber auch in vielen Szene Lachen. Natürlich: die Sommerfestszenen waren eigentlich überflüssig, aber unterhaltsam, die Entwicklung von der Prä-Demenz zu endgültiger schwerer Demenz überschleunig dargestellt, natürlich war der Opa (Glückwunsch an Didi Hallevorden) ein sehr angenehmer Alzheimer-Erkrankter, zu freundlich, zu gut führbar, zu lieb und liebenswert- aber dennoch: rundum fanden wir den Film sehenswert und gelungen, wenn auch für die Standardkritiker wahrscheinlich zu leicht und wenig tiefgehend und schauspielerisch und und und. Wenn man allerdings so argumentiert, dann waren auch die Kranken in Filmen wie „einer flog über das Kuckucksnest“, „ziemlich beste Freunde“ oder „Zeit des Erwachens“ u.ä. idealisiert und eine „Positivauswahl“ – wahrscheinlich ein Zugeständnis an die cineastischen Erfordernisse. Gottseidank werden solche Filme meist ja auch nicht für die „Filmexperten“gemacht, sondern fürs breite Publikum wie die Hunderte von Zuschauern gestern im Kino.

  10. Was sich wohl die Darsteller dabei dachte, als diese „Du kannst mich auch Ficken“- Szene gedreht wurde?

    Jeder normale Mensch würde wegrennen und sich aus Scham in einem tiefen Loch vergraben.

  11. Vielen Dank für diesen wunderbaren Film!
    Ich hätte so viel anders tun können bei meiner Mutter mit dieser Erkenntnis! Durch Ihren Film ist Sie wieder unter uns , Super schön , macht weiter so , toller Filme selbst mein Sohn 12 ist begeistert !

  12. Habe den Film am zweiten Weihnachtstag gesehen – Kino war ausverkauft. Im Vergleich zu den anderen Schweiger-Filmen ist „Honig im Kopf“ ein Quantensprung. Nicht bloß Slapstick, sondern endlich mehr Tiefgang. Allein für den Mut, sich an ein solch schwieriges Thema zu trauen, sollte der Film einen Preis bekommen. Eine angenehme Überraschung waren Didi Hallervorden und auch Emma Schweiger. Ohne ihr Spiel wäre der Film nicht so berührend gewesen. Ich hätte allerdings nichts dagegen, wenn Schweiger ganz auf dem Regiestuhl verschwindet. Produzieren und drehen kann er besser als selbst spielen. Das Gute an Schweiger ist, dass er Komisches mit Traurigem verbinden kann.

  13. Unser Kino am zweiten Weihnachtstag war unerwartet ausverkauft. Der Film war für mich eine echte Überraschung. Der erste von Schweiger mit Tiefgang. Seine anderen gefielen mir bislang nicht. Großen Anteil am Erfolg haben sicher Didi und Emma, die für mich beide in den Hauptrollen glänzen. Didi ist ein super Schauspieler und Emma – wer weiß – möglicherweise ein echtesTalent. Mir gefällt Schweiger selbst als Filmemacher besser als als Schauspieler. Allein für seinen Mut, so ein schwieriges Thema aufzugreifen, ist der Film in meinen Augen filmpreisverdächtig. Ich freue mich, dass die Ausgaben der Filmförderung Berlin-Brandenburg in solche Projekte fließen.

  14. Ich bin völlig fassungslos ob der Unzahl guter Bewertungen dieses Filmes. Meine Freundin und ich haben ihn gestern gesehen und uns immer wieder mit großen Augen angeschaut, weil wir garnicht glauben konnten, wie man so einen Schrott herstellen kann. Die Handlung ist vollkommen hanebüchen, strotzt vor logischen und dramaturgisch nicht nachvollziehbaren Brüchen (einen offenbar schon massiv demenzkranken Herrn alleine im Haushalt rumhantieren lassen – mit Feuer, Motorsägen etc.; blütenweisse Unterwäsche nachdem der Opa sich komplett eingeschifft hat, eine erfreut glucksende Enkeltochter die so goutiert, wie ihr Opi gerade mitten ins Gesicht gefurzt hat etc. etc. ). Die Bildästhetik erinnert an eine „hmmmm, wie lecker ist die lätta“ oder Milka Werbung – ich dachte die ganze Zeit, gleich läuft die lila Kuh oder ein Bärenmarken Bär ins Bild. Dementsprechend auch die Darsteller, von Hallervorden mal abgesehen – alle geleckt, gestriegelt, unecht, Brave New World Style aller erster Kajüte. Gefühlte 30 Prozent des Filmes sind gefühlstriefende Collagen in Slomo, die einem mit einem süßlich-belanglosen Soundtrack schmackhaft gemacht werden sollen, bis einem die Weihnachtsfesttagstorten von vor einer Woche wieder in den Rachen hochsprudeln. Auch unsäglich: diese völlig unbeholfenen Versuche „Political Correctness“ zu vermitteln – wahrscheinlich weil man sonst keine Filmförderung bekommt oder weil sich das so gehört oder weiss der Geier warum.
    Ich habe die Hälfte der (auch noch eeeeendlos langen) Zeit die dieses jammervolle Spiel dauerte überlegt, ob ich schon mal jemals einen so räudigen Film gesehen habe. Und obwohl ich tatsächlich Sammler aller möglichen low budget Merkwürdigkeiten aus den 30iger und 60iger Jahren bin: etwas vergleichbar Schlechtes habe ich tatsächlich noch nicht gesehen.
    Insofern hat sich der Kinobesuch dann auch doch wieder irgendwie gelohnt.

    1. Tut mir leid, aber Du hast einfach nur `n Knall!
      Wahrscheinlich hast Du Eltern und Großeltern, die noch fit sind oder dort, wo andere ein Herz haben, ist bei Dir ein Stein!

      1. Hallo Elsche, carloscistencramer@yahoo.de hat seine persönliche Meinung beschrieben und diese auch begründet. Kein Grund also, einen anderen Kommentator persönlich anzugehen, oder? Das gute an Kommentaren ist, dass die Menschen ihre Meinung mitteilen und sich darüber austauschen. Wer anderer Meinung ist, kann das sagen, sollte aber akzeptieren, dass andere Menschen eben anders über das Thema denken.
        Letztendlich geht es hier nur um einen Film, den kann jeder gut oder schlecht finden, wie er möchte.

      2. Ich habe 2 Jahre in einer Gerontopsychiatrie gearbeitet. Ich habe viele Leute dort lieb gewonnen und denke auch heute noch, nach 25 Jahren, an sie. Mitunter ganz liebenswürdige, individuell verschrobene Personen, über die ein guter Filmemacher ganz sicher eine einfühlsame Dokumentation hin bekommen hätte. Und nicht so einen Rosamunde Pilcher meets the united colours of benetton one world crew ein Herz für Sexbomben in Nonnenkostümen Quatsch

        – danke frank –

    2. … Meine Freundin und ich haben ihn gestern gesehen …
      … immer wieder mit großen Augen angeschaut …
      … wir garnicht glauben konnten …
      … wie man so einen Schrott herstellen kann …
      Wenn Ihr Euch im Kino während des Films immer wieder mit großen Augen anschaut und gar nicht (wird auch gar nicht in einem Wort geschrieben) glauben könnt, was Ihr da seht und versteht, solltet Ihr besser selber mal dringend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

      1. ich schreibe mitunter alles klein, kucken mit k und garnicht zusammen. mein bier.

        aber immerhin werde ich nicht immer gleich persönlich ausfallend und beleidigend nur weil jemand meinen lieblingsfilm nicht mag.

    3. Sie sprechen mir aus der Seele.
      Warum bloß habe ich mir diesen Film angeschaut! Ich bin „Alltagsbegleiterin“, Betreuerin in einem Pflegeheim für Demenzkranke. Ich mag Till Schwaiger nicht, glatt, oberflächig, selbstverliebt, nichtssagend für mich. Dann diese Unart (Ochensknecht) die Familie auch berühmt machen zu wollen, koste es was es wolle.
      Das Wichtigste aber, ist die Ahnungslosigkeit über das Thema über den Menschen mit Demenz. Unfassbar! Man kann ja oberflächige sinlose Filme drehen, bei bestimmten Themen, sollte man die Finger davon lassen. Es ist allen Demenzkranken nicht würdig.
      Was um Himmels Wille ist so witzig daran Demenzkrank zu sein?
      Demenzkranke habe mir schon viel gegeben. Menschliche Schätze, die ich in meiner Erinnerung aufbewahre. Klamauk ist dies aber nicht.

    4. Ich kann nur zustimmen, besser hätte ich es nicht in Worte fassen können. Wir als Familie haben den Film heute auf DVD geschaut, wollten einfach Mal all den tollen, so positiven Kritikerstimmen entsprechend scheinbar gute deutsche Unterhaltung ansehen, obwohl wir Schweiger selbst als Schauspieler sowie auch Schweigersches filmisch Produziertes nicht mögen.
      Dieter Hallervorden bekam einen Preis – zu Recht, aber das war es auch schon.
      Dass namhafte Schauspieler – und ich meine nicht Herrn Liefers, den ich überhaupt nicht ab kann – in diesem Steifen eine Nebenrolle innehatten, rettete nichts.
      Völlig überzogen, langatmig, viel zu lang, unrealistisch, wie schon in vorherigen Kommentaren erwähnt – eine Elfjährige (auf dem geistigen Stand einer 5-Jährigen) gibt ihre scheinbar mühselig auswendig gelernten Textpassagen wieder, besonders furchtbar ihre off-Stimme im Ablese-Format.
      Unfassbar, was uns Zuschauern auch schon von Luna Schweiger völlig talentfrei an schauspielerischer nicht-Leistung zugemutet wurde.
      Ich kann den Hype nicht nachvollziehen, mein Mann gab nach 1,5 Stunden auf, mit dem Kommentar „dieser Film macht mich fertig, der ist unterirdisch“.
      Er hat beruflich mit Menschen zu tun, die an dieser Krankheit
      leiden.
      Eine Zumutung für alle, die sich mit der Thematik tatsächlich auskennen, da helfen auch die sehr wenigen, liebevoll-mitfühlenden und komischen Momente des Films, die allein durch Hallervorden lebten, nicht.

  15. Es wird alles in eine bürgerliche Upperclass-Familie verlagert, die alle Möglichkeiten wahrnehmen kann, dem Opa das Leben noch angenehm zu machen. Wie sieht jedoch die Realität aus? ——-
    Der Opa darf als schwer Dementer Hecken schneiden mit der Kreissäge, Auto fahren, am Backofen herumhantieren, alles sehr wirklichkeitsenfernt.
    Wie kläglich das Endstadium eines so Erkrankten aussieht, wurde auch nicht gezeigt.
    Es ist nur ein Unterhaltungsfilm, aber als solcher hat er mich dennoch sehr berührt. Didi spielt hervorragend, die kleine Emma auch. Sogar Till. Im Vordergrund steht die uneingeschränkte Zuneigung, die Kinder im Gegensatz zu den Erwachsenen aufbringen, selbstverständlich, wie absichtlos. Trotz vieler Fragezeichen ein berührender Film mit Tiefgang. Weiter so, Till!

  16. Til Schweiger kann garnicht schauspielern oder sprechen, man versteht ihn nicht, weil er nuschelt wie der Hund im Loriot Sketch. Otto fühlt sich wohl ohne Atomstrom.

  17. Ernsthaft!? Jeder der diesen Film als gut empfindet, den muss ins Gehirn geschissen worden sein!!!
    Til schweiger verbaut jeden Film und kann mit schlechter Kritik nicht umgehen!
    Irgendwann findet man den eh in seinem Haus aufgegangen oder mit pulsadern aufgeschlitzt!
    Und wenn das nicht passiert machens die Drogen

  18. ich muss sagen, ich finde den film auch sehr gut! ich habe ihn heute gesehen, und auch wenn ich nicht alle til schweiger filme mag, dieser bringt es echt auf den punkt! er ist berühren, ich habe sowohl gelacht, als auch am ende geweint. die schauspieler sind wunderbar, meiner meinung passt alles. und ganz im ernst, wenn die obengenannte „gefakte“ kritik über panem oder den hobbit wäre, würde es auch jeder glauben!

  19. Wenn ich einige Kommentare hier lese kommt mir schon wieder die Galle hoch. Was für unausgefüllte Leben habt ihr eigentlich, dass ihr euch mal wieder an eine Schweiger Gebashe beteiligen müsst ? Wie arm ist das ? Der Film ist der Beste Film des Jahres und Hallervorden hat dafür einen Oscar verdient. Und unser wunderschönes Land geht wegen solcher Aasfresser wie euch den Bach runter. Ihr habt IMMER was mäkeln, vor allem wenn ich die Begründungen lese, denke ich wow entweder haben das kleine Kinder geschrieben oder die haben noch nie einen Film gesehen. Das darf echt nicht wahr sein, alle die so unverschämte Kritik schreiben, sollten sich mehr als schämen oder gleich aus diesem Land verschwinden. Wegen eurer brutalen Kommentare aus dem Nichts heraus, deswegen verroht auch die Jugend immer mehr. Man könnte denken ihr habt irgendwas verlernt nach der Schule. Ich kann mich über so eine sch … dermaßen aufregen. Und zum Autor : Was für ein an den Haaren herbeigezogener Quatsch, als wenn der Mann der die meisten Menschen in Deutschland im Kino unterhält sowas nötig hätte, in Wirklichkeit können Sie nur nicht akzeptieren das wahnsinnig viele Menschen diesen Film richtig gut finden, nur weil Schweiger draufsteht – wie arm ist das bitte ?

  20. Mein Mann und ich waren gestern in dem Film Honig im Kopf. Wir sind neugierig und ohne eine andere Beurteilung gelesen zu haben dort hingegangen.
    Uns hat der Film sehr gut gefallen. Die Schauspieler vor allem Dieter Hallervorden und Emma Schweiger einfach grandios.
    Mit ernstem Hintergrund und doch kurzweilig, sehr amüsant gemacht, hätten wir von Til Schweiger gar nicht erwartet. Super Film, eine Auszeichnung wert.

    1. Du hast vergessen zu schreiben dass ihr „gelacht und geweint“ habt. Ich hoffe kannst das lesen, auch wenn es nicht auf russisch ist.

  21. Hmm, ob die Bewertungen wirklich gekauft wurden? Aber klar, ein Vorteil hätte man dadurch schon.

    Bisher waren es eher Facebook-Likes, jetzt geht es schon zu Filmbewertungen über

  22. … gutes Thema, gute Ansätze – dann vermurkst TS alles: durch seine miserable Schauspielerei, seinen unüberhörbaren Sprachfehler, durch Fäkalsprache, schlimmes Drehbuch, handwerkliche Mängel im Schnitt, kaum zu glaubende Begebenheiten (die aber lustig sein sollen) …

    1. der Film ist einerseits sehr schön, weil man wirklich lachen und auch weinen kann, andererseits muss ich vielen Recht geben. Vieles ist zu kitschig und unrealistisch. Niemals würde eine 11jährige so handeln und auch das mit den Nonnen etc., hätte gut weggelassen werden können. Man hatte das Gefühl, jeder bekannte deutsche Schauspieler sollte eine kleine Rolle bekommen, egal wie bekloppt sie ist. Die kleine Emma spielt einerseits ihre Rolle gut, müsste aber auch was an der Sprache machen, klingt zu abgehackt und abgelesen.
      Beste Leistung Didi Hallervorden, hätte nie gedacht, dass er so ein super Schauspieler ist.

  23. Ich finde den Film auch totale Scheisse, obwohl ich ihn nicht gesehen habe und nie sehen werde. Dafür hasse ich Didi Hallervorden zu sehr.

  24. Ich habe den Film gesehen und muss sagen Bravo Herr Hallervorden, fantastisch gespielt !!!!
    Es war eine Freude Sie in der Rolle zu sehen.
    Leider muss ich sagen das ich alles andere drumherum mehr wie unrealistisch fand. Das hat mit der Wirklichkeit rein gar nichts zu tun, warum spielen solche Sachen immer in diesem gehobenen Milleu ???
    Die Realität sieht ganz ganz aus ! Klar kann man einen Unterhaltungsfilm daraus machen. Ich bin jedenfalls aus dem Film raus und dachte naja kann man sehen muss man aber nicht. Von mir bekommt der Film nur wegen der guten Leistung von Herrn Hallervorden 3 Klappen.

  25. Meine erste analytische Reaktion nach dem Film bestand im Vorsatz, eine Initiative für ein Berufsverbot Till Schweigers zu gründen. Es schien mir einfach nicht länger hinnehmbar, dass in Zukunft weitere Steuergelder für ähnliche Schweiger-Filme verballert werden.

    Als zweiter Gedanke tauchte die Überlegung auf, dass bei 5 Millionen Besuchern die Förderung wieder zurückgezahlt wird; worauf ich in eine mittlere Depression verfiel ob des unterirdisch angesiedelten „filmischen Kunstverstandes“ der deutschen Kinogucker (siehe z.B. auch die Kommentare hier; wahrscheinlich ist es aber woanders in der Welt kaum besser). Oder ihrer leichten Manipulierbarkeit (die Verblödung durchs Fernsehen trägt Früchte)

    Ein paar sachliche Kritik-Punkte:

    – optisch eklig-glatte Werbeästhetik
    – T. Schweiger schauspielert gewohnt schlecht
    – seine Tochter Emma nur unwesentlich besser; es reicht halt nicht, immer nur ein hübsches Kindergesicht mit Grinse- oder Schmollmund in die Kamera zu halten.
    – Hallervorden bleibt letztendlich zu eindimensional
    – Dramaturgie (Spannungsbögen, Subplots, Zeit usw.): ungenügend, der Film ist außerdem deutlich zu lang
    – Hanebüchner Plot voller Klischees
    – uneinheitliche Behandlung der Figuren; teils sind sie als absurd überhöhte Karikaturen dargestellt (Schiegermutter, Liefersfigur) teils „lebensecht“.
    – gab es wenigstens einen wirklich guten Witz im Film? Ich kann mich nicht erinnern.
    – Sehr ärgerlich: die totale sexuelle Aufladung der Geschichte (obwohl Sexualität ja mit dem Thema Altersdemenz kaum etwas zu tun hat), und das auch noch auf eine so billige, vulgär-zotige Art und Weise, dass ich echt sprachlos war. Dagegen sind die Hollywood-Teeniekomödien, in denen es ja diesbezüglich auch deftig zugeht, echte Meisterwerke (Ich habe also nichts gegen ein paar gute Zoten…)
    Und das in einem Film, der als Familienfilm für Kinder ab 12 vermarktet wird – echt unglaublich!
    Wenn man bedenkt, dass Schweiger Produzent, Regisseur und Coautor ist, empfehle ich ihm dringend eine Therapie, um endlich seine Pubertät zu bewältigen.
    – Einziger Lichtblick: J.J. Liefers als durchgeknallter Werbefuzzi.

    Fazit: Nachdem ich bisher ein tendenziell eher wohlwollender Schweiger-Tolerierer war (Motto: belanglos, aber ungefährlich) fordere ich hiermit ein Berufsverbot mit der Auflage:
    1. eine Sexualtherapie zu machen,
    2. dazu einen Kurs im Bereich Filmisches Erzählen/Drehbuch.
    3. Auch ein Ethikkurs (Stichwort gefakte bzw. beauftragte Bewertungen) wäre sicherlich sinnvoll.

  26. Ich stimme meinem Vorredner zu 100% zu! Schweiger gehört weg. Seit Kokkowääh nervt dieser Mensch mit: Schwule sind super und voll normal eyh, Patchwork funzt super, Chaos ist schön, usw…. und dann….. Honig im Kopf. Seine Tochter kniet vor Hallervorden während der furzt, dann liegt sie mit ihm im Bett, dann grabscht Hallervorden Mädchen halbnackt am See an…bei Kokkowääh 2 hat er sie ja schon in Muslim-Manier verheiratet….was für ein A….l…. schafft diesen Menschen endlich ab!

  27. Ich (70)war mit meiner Frau(67) zusammen im Film
    Nach meiner Auffassung ist das ein ganz einfaches, oberflächlich gemachtes Filmchen das man in die Kategorie „einfachste, vor 20:00 Uhr laufende, zeitüberbrückende Seichtunterhaltung“ einreihen müsste.
    Die vollkommen unrealistische Darstellung des Demenzproblems wurde allein durch die schauspielerische Leistung des Herrn Hallervorden etwas überdeckt. Schade, dass eine entsprechende „Bewilligungsstelle für Filmförderungsgelder“ teure Steuergelder für solch einen Quatsch genehmigt hat.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige