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AGF-Bilanz: TV-Konsum bleibt 2014 stabil, junge Zielgruppen schauen verstärkt im Netz

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Totgesagte leben länger: Auch im Jahr 2014 blieb die Summe des TV-Konsums in Deutschland stabil, 219 Minuten pro Tag sahen die Menschen laut AGF fern. Allerdings dürfte die Fußball-WM einen deutlichen Anteil an der Stabilität haben. Weniger fern sehen die 20- bis 29-Jährigen - sie schauen dafür verstärkt Streams im Netz.

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„Trotz der vielen neuen Kanäle und Angebote im Netz haben die in der AGF gemessenen Sender bei den Zuschauern nicht an Relevanz verloren“, freut sich Karin Hollerbach-Zenz, Vorstandsvorsitzende der AGF über die stabilen Zahlen. Die AGF gibt zu, dass die WM natürlich einen positiven Effekt auf den TV-Konsum hatte: Im Juni sei die Nutzung um 5% gestiegen, im Juli sogar um 9,1%. Ohne ein solches Mega-TV-Event wäre es also nicht bei den 219 Minuten pro Tag aus dem Vorjahr geblieben.

Der Blick auf die einzelnen Zielgruppen zeigt, dass es trotz der WM nicht überall gut aussieht. So ging der TV-Konsum bei den 20- bis 29-Jährigen um satte 6% zurück. Die noch jüngeren 14- bis 19-Jährigen sahen hingegen mehr fern als 2013.

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Diese 14- bis 29-Jährigen sind dafür überdurchschnittlich stark unter den Nutzern von TV-Angeboten im Netz vertreten. So liegt der Anteil dieser Altersgruppe bei allen Sendern, die ihre Mediatheken-Zahlen von der AGF ermitteln lassen, weit über dem des herkömmlichen TVs. Ein Beispiel: Die Zuschauer des ZDF stammen nur zu 4% aus der Gruppe der 14- bis 29-Jährigen, die Nutzer der ZDF-Mediathek hingegen zu 22%. Bei den „heute-show“-Zuschauern liegen diese Anteile bei 8% im TV und bei 44% (!) im Netz.

Noch extremer sieht es bei der RTL-Soap „Alles was zählt“ aus: 57% derjenigen, die sie sich im Netz anschauen, stammen aus der Zielgruppe 14-29, im TV sind es nur 12%. Das Fazit von Hollerbach-Zenz: „TV-Content ist auch für junge Zielgruppen attraktiv, er wird von diesen nur nicht mehr ausschließlich klassisch, sondern zunehmend nonlinear im Netz konsumiert.“ 2015 soll die Messung der Netz-Daten auch auf die mobilen Geräte ausgeweitet werden, die Tests dafür laufen bereits.

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