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Apple: Kursrutsch wegen anhaltender iPhone-Lieferprobleme?

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29 Prozent in einem Jahr weg: Apple in der Dauer-Börsenkrise

Nanu: Am Ende eines Fabeljahres scheint Apple an der Wall Street die Luft auszugehen. Auch gestern geriet das Papier stärker unter Druck als der Vergleichsindex der Technologiebörse Nasdaq und hat seit den Allzeithochs Ende November mehr als 10 Prozent an Wert verloren. Der größte Kurseinbruch seit Jahresbeginn, der bereits über 70 Milliarden Dollar vernichtete, könnte auf anhaltende Lieferprobleme beim iPhone 6 zurückzuführen sein.

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Plötzlich sind die Notierungen wieder tiefrot. Schon wieder um 1,5 Prozent gab die Apple-Aktie gestern auf 108,38 Dollar nach – es war bereits der vierte Handelstag in Folge, an dem das Papier schwächer notierte. Gerade mal neun Handelstage ist es her, dass Apple bei Notierungen von 119,75 Dollar nicht nur neue Allzeithochs aufstellte, sondern als erstes Unternehmen weltweit die Rekordmarke von 700 Milliarden Dollar Börsenwert knackte.

Rund zwei Wochen später nun ein Kursrutsch von der in Spitze 11 Prozent – zeitweise notierte die Apple-Aktie gestern gar bei 106,35 Dollar –, der mehr als 75 Milliarden Dollar Börsenwert vernichtete und gleichfalls den härtesten Einbruch seit Jahresbeginn darstellt.

Was ist da los, zumal nach einem Traumjahr alle Vorzeichen auf einen starken Start in 2015 hindeuten und der Kultkonzern aus Cupertino mit der Apple Watch, der Verbreitung von Apple Pay und einem mutmaßlich größeren iPad weitere Trümpfe in der Hinterhand hat?

Neue iPhone-Modelle in USA weiter nur in 56 Prozent der Fälle verfügbar

Es sind wohl wieder einmal die Sorgen um Apples Lebensversicherung, das iPhone, das immer noch für 70 Prozent der Umsätze und Unternehmensgewinne verantwortlich ist. Nach Einschätzung von Piper Jaffray-Analyst Gene Munster hat Apple zumindest in den USA weiter Schwierigkeiten, der extrem hohen Nachfrage nach dem iPhone 6 und 6 Plus gerecht zu werden.

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Nach Angaben des Staranalysten wäre das Apple-Smartphone aktuell nur in 56 Prozent der Fälle verfügbar. In anderen Worten: Käufer haben noch immer Probleme, ihr Wunschmodell zu bekommen. Munsters Untersuchung wiederum könnte darauf hindeuten, dass Apple im so wichtigen Weihnachtsquartal doch weniger iPhones absetzen kann, als die zuletzt immer luftigeren Analysten-Prognosen, die inzwischen auf über 70 Millionen Einheiten im Weihnachtsquartal hochgeschossen waren, erwarten ließen.

Nehmen Anleger Gewinne mit?

Im Umkehrschluss könnte das nach Verschiebeeffekten wiederum auf ein stärkeres März-Quartal hindeuten. Entsprechend rechnet der renommierte Apple-Analyst mit drei bis fünf Prozent stärkeren Umsätzen im Folge-Quartal als bislang prognostiziert.

Man kann es Anlegern also wohl wieder einmal nicht recht machen – oder die Sachlage aber vielleicht auch nüchterner interpretieren. Nach Kurszuwächsen von immer noch 35 Prozent seit Jahresbeginn haben Anleger viel zu verlieren und sichern ihr Plus entsprechend ab. Apple-Aktionäre haben ihre schönen Gewinne bekanntlich schon einmal verpuffen sehen: Vor zwei Jahren kollabierte die Apple-Aktie nach dem iPhone 5-Launch regelrecht und brach im folgenden halben Jahr um enorme 45 Prozent ein.

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