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Nur 9,27 Mio. verabschieden sich von „Wetten, dass..?“ – 5 Mio. weniger als 2011 von Gottschalk

„Wetten, dass..?“-Moderator Markus Lanz
"Wetten, dass..?"-Moderator Markus Lanz

Auch die letzte Ausgabe konnte nicht mehr an frühere Mega-Quoten anknüpfen: 9,27 Mio. sahen am Samstag zum letzten Mal "Wetten, dass...?". Das war zwar die beste Zuschauerzahl seit über zwei Jahren, doch den Abschied von Thomas Gottschalk verfolgten vor drei Jahren noch 14,80 Mio. Leute, also über 5 Mio. mehr.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Samstag wissen müssen:

1. „Wetten, dass..?“-Abschied gewinnt souverän, erreicht aber weniger als 10 Mio.

Viele Experten dürften bei der Frage nach der letzten „Wetten, dass..?“-Zuschauerzahl sicher eine zweistellige Mio.-Zahl im Kopf gehabt haben. Schließlich sahen vor drei Jahren noch 14,80 Mio. die letzte Ausgabe mit Thomas Gottschalk und vor etwas mehr als zwei Jahren 13,59 Mio. die erste mit Markus Lanz. Doch das Interesse an der Show nahm in der jüngsten Vergangenheit so schnell ab, dass selbst die Tatsache, dass es keine weitere „Wetten, dass..?“-Sendung mehr geben würde, nur noch 9,27 Mio. anlockte. Das ist natürlich keine schlechte Zahl, Lanz erreichte zuletzt nur noch weniger als 6 Mio. Doch ein stinknormaler „Tatort“ erreicht fast jede Woche diese Zahl – und der Abschied von Thomas Gottschalk 2011 eben über 5 Mio. mehr.

2. „Wetten, dass..?“ siegt auch im jungen Publikum, „Supertalent“ fällt auf Minusrekord

Auch bei den 14- bis 59-Jährigen (mit 4,50 Mio. und 28,7%), sowie bei den 14- bis 49-Jährigen (2,87 Mio. / 27,8%) verabschiedete sich „Wetten, dass..?“ mit einem Tagessieg. Platz 2 der Prime-Time-Wertung ging hier jeweils an „Das Supertalent“ von RTL. Mit 2,36 Mio. 14- bis 59-Jährigen und 1,59 Mio. 14- bis 49-Jährigen erreichte die Show blasse 14,7% und 15,0%, verlor im Vergleich zur Vorwoche aber nur 280.000 14- bis 59-Jährige bzw. 190.000 14- bis 49-Jährige. Allerdings: Weniger als die nun erreichten 3,35 Mio. sahen noch nie eine „Supertalent“-Ausgabe.

3. Solide „Mordkommission Istanbul“, ordentliche „Schokoladenfabrik“

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Schärfster „Wetten, dass..?“-Konkurrent im Gesamtpublikum war die „Mordkommission Istanbul“ des Ersten. 3,48 Mio. sahen zu – ein solider Marktanteil von 11,5%. Damit hatte der erste 20.15-Uhr-Verfolger des ZDF-Show-Dinos aber eindrucksvolle 6 Mio. Zuschauer Rückstand. Halbwegs zufrieden sein kann Sat.1 – aber nur mit den Zahlen im jungen Publikum. 1,86 Mio. sahen dort „Charlie und die Schokoladenfabrik“ – schwache 6,2%. Bei den 14- bis 49-Jährigen reichten 1,10 Mio. aber für ordentliche 10,5%. Zudem blieb ProSieben hinter Sat.1 – mit „Alles, was wir geben mussten“ und 1,00 Mio. bzw. 9,5%.

4. ARD holt mit Biathlon bis zu 27,3%, Sky mit der Bundesliga fast 10%

Viele Sportfans saßen am Samstag vor den Fernsehern. Vor allem der Biathlon-Weltcup und die Fußball-Bundesliga waren dabei Zuschauer-Magneten. Die beiden Biathlon-Staffeln schalteten 2,39 Mio. (Damen / 11 Uhr), bzw. 3,20 Mio. (Herren / 14.30 Uhr) ein – Top-Marktanteile von 27,3% und 24,3%. Bei den Sky-Übertragungen der Bundesliga waren dann 1,43 Mio. dabei – glänzende 9,7% und ein neuer Saisonrekord für den Samstagnachmittag. Auch die „Sportschau“ profitierte vom großen Fußball-Interesse, erreichte mit 5,21 Mio. Fans tolle 23,2%.

5. Zweite Privat-TV-Liga kann nicht überzeugen, arte dafür mit einer Alpen-Doku

Unter ihren Möglichkeiten blieben am Samstagabend Vox, RTL II und kabel eins. Vox erreichte mit „Santa & Mrs. Claus“ nur 570.000 14- bis 49-Jährige und 5,5%, RTL II mit „Warehouse 13“ 4,0% bis 4,3% und kabel eins mit „Navy CIS“ 4,8% und 5,2%. Dass aber auch gegen „Wetten, dass..?“ stark überdurchschnittliche Zahlen drin waren, zeigte z.B. arte. 790.000 Leute schalteten dort um 20.15 Uhr die Doku „Die Alpen – Unsere Berge von oben“ ein – glänzende 2,6%. Normal sind für arte 1,0%. Das mdr Fernsehen holte mit dem „Adventsfest der 100.000 Lichter“ 770.000 und 2,6% und im WDR kamen die „Mitternachtsspitzen“ ab 21.45 Uhr auf 1,16 Mio. und 3,9%.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums, der 14- bis 49-Jährigen und der 14- bis 59-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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Alle Kommentare

  1. „Wetten dass!?“ war einst eine gut funktionierende Maschine, die Persönlichkeit hatte. Über die Dauer hinweg haben auch gute Maschinen Verschleiss und so hat man stets geschaut, das Limit zu halten. In Form von aufregenden Wetten.
    In meinen Augen hat sich Wetten dass selbst zerstört. Als Sicherheitschef hätte man Worstcase Szenarien einbringen müssen um Risiken auszuschließen. Hätte man den tragischen Unfall nicht verhindern können? 2, 3 Personen die jemanden auffangen, falls dieser stürzt? Auch wenn ein Wettkandidaz es so und so möchte, hat der Sicherheitsmann die Pflicht im Hintergrund für Sicherheit zu sorgen..Oder eben ganz auf so eine Wette verzichten. Gottschalk als Persönlichkeit hat das natürlich tief getroffen und es war logisch und menschlich, nicht mehr seinen guten Namen und seinen Charakter dafür her zuhalten.

    Jetzt klafft eine riesige Lücke in der Samstag Abend Unterhaltung. Ich möchte nicht wissen, wieviel GEZ Gelder nun für irgendwelche Experimente ausgegeben werden, die so nicht funktionieren werden..

    Dabei liegt das Geheimnis auf der Hand..

  2. Wetten dass, ein Auslaufmodell, das wie so viele Sportler oder Politiker, viel zu spät zurückdritt. Standen bei Frank Elsner noch die Wetten und damit die Menschen mit ungewöhnlichen Talenten im Fokus, verkam die Grundausrichtung der Show unter Gottschalk zu einer Selbstdarstellung des Moderators, versteckt unter Eloquenz und rhetorischer Souveränität, und zur Werbetour der alles beherrschenden Promis. Langeweile und Monotonität die Folgen, mit dem Höhepunkt des Dampfplauderers Lanz.

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