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„Götzeseidank“. Die GfdS war nicht „bahnsinnig“, sondern wählte „Lichtgrenze“ zum Wort des Jahres

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"Götzeseidank". Die Jury der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) war nicht "bahnsinnig" und hat "Freistoßspray" oder den "Terror-Tourismus“ zum Wort des Jahres ernannt, sondern "Lichtgrenze“. Der Begriff setzte sich auch gegen "Russlandversteher“, "Willkommenskultur“ und "Social Freezing“ durch.

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Das Wort bezieht sich auf die Lichtinstallation bei den Feierlichkeiten zu 25 Jahre Mauerfall. Nach Meinung der Jury spiegelt es „in besonderer Weise die großen Emotionen wider, die das Ende der DDR im Herbst 1989 auch 25 Jahre später noch in ganz Deutschland hervorruft“. So sagt die GfdS: „Die filigrane Durchlässigkeit der Installation und das Aufsteigen der Ballons auf dem Höhepunkt der Feierlichkeiten symbolisierten beeindruckend die Auflösung und Aufhebung der einst in jeder Hinsicht dunklen Demarkationslinie.“

In der ersten Vorschlagsliste fehlte die Lichtgrenze noch. Erst im Laufe der Jury-Diskussion entstand die Idee, das Wort mit in die Diskussion zu nehmen. Neben den oben genannten weiteren Begriffe belegte die „schwarze Null“ den zweiten Platz im Ranking.

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Bei der Wahl sollen nicht die Häufigkeit eines Ausdrucks, sondern seine Popularität im Vordergrund stehen- „Auf diese Weise stellen die Wörter eine sprachliche Jahreschronik dar, ihre Auswahl ist dabei jedoch mit keinerlei Wertung oder Empfehlung verbunden“.

Die gesamte Liste gibt es hier.

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