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Glööckler im Glück: das erste Magazin des Tausendsassas im Bling-Bling Business

Harald Glööckler, der Mann, den manche einen Modeschöpfer nennen, ist ein Tausendsassa im Bling-Bling-Business. Nicht nur, dass es eine nach ihm benannte Harley Davidson und eine Glööckler Monopoly-Edition gibt - jetzt ist er auch noch Chefredakteur und Cover-Star seines eigenen Harald Glööckler Magazins. Das Heft wurde gestern in Anwesenheit von Micaela Schäfer in Berlin einer staunenden Öffentlichkeit vorgestellt. Glööckler im Glück.

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Das Harald Glööckler Magazin soll es von nun an regelmäßig als E-Paper unter www.haraldgloeoeckler.de  zum Bestaunen geben. Zum Begreifen gibt es das Magazin in Harald Glööcklers exklusivem Store in Berlin, natürlich in streng limitierter Auflage. Begreifen im Sinne von befingern. Im übertragenen Sinne begreifen kann man das Phänomen Glööckler mit irdischen Maßstäben nämlich nicht. Im Heft wird beispielsweise unter dem Kürzel MGC (steht offenbar für Miss Germany Camp) die aktuelle Miss Germany Vivien interviewt. Toll, toll, toll. Vivien sagt: „Von Harald Glööckler die Krone aufgesetzt zu bekommen, ist ein Traum.“ Hintergrund für Unwissende aus der Nicht-Glööckler-Speaking-World: Harald Glööckler hat für die nächste Miss Germany Wahl, die am 28. Februar im Europa Park im mondänen Rust gekrönt wird, eigens eine pompööse Krone „kreiert“. Warum sich die alte Miss Germany aber so dolle darüber freut, wo sie die Glööckler-Krone doch gar nicht aufsetzen darf … naja egal. Und wieso auf dem Cover steht, dass Harald Glööckler die Miss interviewt, das Interview dann aber von Miss Germany Organisator Mike Klemm geführt wurde. Auch wurst! Es ist jedenfalls ein Traum.

Natürlich darf ein Interview mit dem Meister selbst nicht fehlen, vermutlich geführt von seinem Hund Billy King, der auch eine Glööckler-Biografie geschrieben hat, die man im Glööckler-Shop erwerben kann. Irritierenderweise bedient sich der Hund für das Interview eines Pseudonyms („Lucas Hecht“). Egal, egal, egal. Harald Glööckler, so lernt der Leser, macht auch Kunst („Facettenreich, ausdrucksstrak, gewaltig und schillernd“), gestaltet Motorräder und Brettspiele (Monopoly). Er macht – na klar – Parfüm – und druckt seinen Namen auf Sonnenbrillen. Es gibt Christbaumkugeln und T-Shirts, Pelzmäntel, Buddha-Köpfe, Kröönchen-Kissen (wichtige Regel bei Texten über Harald Glööckler: Alle ö’s immer doppelt schreiben = doppelt witzig), einen Glööckler Model-Contest, eine Art Harald Glööckler Terracotta-Armee und und und.

Bildschirmfoto 2014-12-12 um 11.52.48

 

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Unheimlich? Nein, pompöös!

Glööckler kann sogar subversiv komisch sein. So druckt er scheinbar wahllos auf die knallbunt zusammengekleisterten Seiten seines Magazin hier und da das Wort „Anzeige“. Sehr witzig. Den Ex-Dschungel-Insassen Micaela Schäfer und Julian FM Stöckel sowie dem Bald-Dschungel-Insassen Rolfe Schneider, die auch bei der Präsentation waren, hat das Heft bestimmt gefallen.

Aber jetzt mal kurz im Ernst: Die schiere Zahl an Tinnef, die Harald Glööckler auf den Markt wirft, die Chuzpe mit der er seinen Pseudo-Luxus-Klimbim schamlos unters Volk rührt – das kann einem rein aus Vermarktungsgesichtspunkten schon Respekt abnötigen. Irgendjemand scheint den Krempel ja zu kaufen, auch wenn das kaum vorstellbar ist. Eine Harley Davidson im Glööckler Design – WTF!? Dass sein aktuelles Prospekt, das er Magazin nennt, so aussieht wie es aussieht, ist natürlich folgerichtig. Es ist halt der Harald Glööckler, der tut keinem was. Der will bloß sein geschmackloses Zeug verkaufen. Und wenn eine Oma bei QVC eine Glööckler-Hose bestellt oder ein Schickimicki meint, sein Heim mit Glööckler-Tapeten ausstaffieren zu müssen und damit glööcklich wird- auch OK. Wirklich begreifbar ist es, wie gesagt, nicht, dass eine Figur wie Harald Glööckler so erfolgreich ist wie sie ist. Doch es sei ihm gegönnt, denn wenigstens ist Harald Glööckler nicht langweilig. Und so ein Glööckler-Monopoly wäre ja auch eine nette Idee fürs Schrott-Wichteln bei den Geissens …

 

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Alle Kommentare

  1. Nein, der Glööööckler tut keinem etwaaas, aber er ist Umweltverschmuuutzer, weil sein Magazzzin verbraucht Paapppier, Druckfaaarbe, wird transportiiiert in Lastkraaftwaaagen, verstopft die Regaaale. Ein Zeitgewäääächs, ein Luxusproooblem, das beweeeist, wie dumm der Kooonsument doch ist: Pompööös nennt man das in Neudeuuutsch. Danke an Stefan Winterbauer für die wunderbaaare Verarsche.

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