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Springer kauft Anteile an Online-Rubrikengeschäft von Investor zurück

Springer-CEO Mathias Döpfner
Axel-Springer-CEO Mathias Döpfner

Im Frühjahr 2012 gliederte Springer sein Online-Rubrikengeschäft aus und gründete zusammen mit dem Wachstumsinvestor General Atlantic die Axel Springer Digital Classifieds GmbH. Den 30 Prozent-Anteil der US-Amerikaner wollen die Berliner nun in zwei Schritten zurückzukaufen. Für die ersten 15 Prozent zahlt das Medienhaus erst einmal 446 Millionen Euro in Bar. Damit widerfährt der Rubriken-Sparte eine gigantische Wertsteigerung.

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Als das Gemeinschaftsunternehmen im Frühjahr 2012 an den Start ging, wurde dessen Gesamtwert auf 1,25 Milliarden Euro beziffert. Damit entsprachen die 30 Prozent von General Atlantic rund 375 Millionen Euro. Stand heute liegt der Wert jetzt bei 892 Millionen Euro.

Der Plan von Springer sieht vor, dass neben den 15 Prozent, die in Bar bezahlt werden eine Option auf das zweite 15 Prozent-Paket abgeschossen wurde. Dieses kann gegen Springer-Aktien getauscht werden. Dazu benötigen die Berliner aber einen entsprechenden Beschluss der nächsten Hauptversammlung. Sollte diese sich gegen das Konzept entscheiden, ist der Verlag bereit dem Wachstumsinvestor die entsprechende Summe dann doch zu überweisen. Dann würden allerdings noch Zinsen anfallen.

Laut Springer erwirtschaftete die Classifieds GmbH in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2014 einen Umsatz von 357,1 Millionen Euro (Vorjahr: 296,4 Millionen Euro) und ein EBITDA von 160,2 Millionen Euro. Im Vorjahr lag dieser noch bei 119,1 Millionen Euro.

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Zudem beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat des Medinhauses eine Umwandlung der Axel Springer SE in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) vorzubereiten. Durch die Umwandlung hofft CEO Mathias Döpfner das zukünftiges Wachstum noch flexibler finanzieren zu können. Die Rechtsform der KGaA schaffe die Voraussetzungen, um den unternehmerischen Einfluss der Axel Springer Gesellschaft für Publizistik GmbH & Co. auch bei Kapitalerhöhungen zu erhalten, heißt es in einer Mitteilung.

„Die Digitalisierung bietet Axel Springer attraktive Wachstumschancen, von denen viele bislang noch ungenutzt sind. Mit der Umwandlung in eine KGaA können wir zusätzliches Kapital beschaffen und so das Unternehmen mit noch schnelleren und größeren Wachstumsschritten voranbringen“, kommentiert CEO Mathias Döpfner seine strategische Planung. „Ich freue mich sehr, dass General Atlantic uns als Investor von Axel Springer eng verbunden bleiben will und zugleich das erfolgreiche Online-Rubrikengeschäft künftig wieder vollständig zu Axel Springer gehören wird.“

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