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Der „Hirn-Furz“: Wie Cro fudder.de mit einem Fake-Interview foppte

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Auch ein Fake-Cro: echter Panda Copyright: J. Patrick Fischer

Als wäre der echte Cro unter seiner Maske nicht schon schwer genug zu erkennen, hat der Rapper die Redaktion von fudder.de genarrt. Der verantwortliche Redakteur führte unwissentlich ein Telefon-Gespräch mit einem Doppelgänger. Zur Rede gestellt, sprach das Künstler-Management nachher von einem "Hirn-Furz".

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Was war passiert? Der fudder.de-Volontär Marius Buhl führte ein Telefon-Interview mit dem wohl bekanntesten Maskenträger Deutschlands: Cro. Zumindest dachte er das. Buhl beschreibt das Gespräch wie folgt: „Mir fällt auf: Der sonst so gesprächige Cro antwortet heute einsilbig, geht auf kaum eine Frage lange ein, gibt sich ungewohnt arrogant.“

Nach dem Interview ist der Redakteur unschlüssig – und wendet sich an Kollegen der Stuttgarter Zeitung. Hier war Cro vor seiner Musikerkarriere als Webdesigner tätig. Das einstimmige Urteil der Mitarbeiter vor Ort: Das ist nicht Cro!

„Die Bild-Zeitung hat uns auch schlecht behandelt“
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Im Anschluss habe Buhl versucht, dessen Manager zu erreichen. Nach mehrmaligem Wegdrücken erklärt Steffen Posner am Telefon: Ja, das Interview war ein Fake, wir fanden das lustig, es war ein Hirn-Furz.“ Auf die berechtigte Frage nach dem Warum heißt es, die Bild-Zeitung hätte den Künstler kürzlich auch schlecht behandelt. „Die haben ein Interview gebracht, das sie gar nicht geführt haben.“ Man hätte sich nochmal melden wollen nach dem Fake-Interview. Aber: „Haben wir dann irgendwie vergessen.“

Doch wer steckte hinter dem Fake-Cro? Wie Buhl auf fudder.de erklärt, handelte es sich um DCVDNS, Cros Vor-Sänger. Buhl nimmt’s mit Humor: „Vielleicht hast du ja Lust – als kleine Entschuldigung – in unserer Redaktion vorbeizukommen, um das Interview nachzuholen? Wir freuen uns auf dich!“

 

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Alle Kommentare

  1. Weia…

    Wenn Onkel Diekmanns Postille ein Interview türkt, nimmt man sich ’nen Anwalt und informiert im Zweifelsfalle seinerseits die Medien. Und läßt die Gossenpresse inskünftig komplett und gnadenlos auflaufen. Günther Jauch, Stefan Raab und Klaas Heufer-Umlauf erklären bestimmt gern, wie das geht.

    Aber wieso muß man wg. BLÖD ein Studentenmagazin verarschen? Glückwunsch an die Kollegen, daß sie den Schwindel bemerkten. Und BLÖD hin, Hirn-Furz her: Eine gewisse Professionalität sollte die Plattenfirma eines zumindest national bekannten Sängers haben. Wenn man keine Lust auf ein Interview hat, sagt man ab und schickt nicht die Vorgruppe ans Telefon…

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