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„Bei Wallraff Zuhause ist es sicher sehr dreckig“: Twitter-Reaktionen auf „Team Wallraff“

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Am Montag zeigte RTL den zweiten Teil der Undercover-Recherchen von Günter Wallraff und seinem Team bei Burger King – oder vielmehr bei dem Franchisenehmer der Fast-Food-Kette Yi-Ko-Holding. Unter dem Titel "Team Wallraff – Reporter prüfen nach" sollte herausgefunden werden, ob sich die Standards nach den Enthüllungen der ersten Recherche verbessert haben. Das Ergebnis: die Missstände sind größtenteils die selben geblieben. Anstatt Entrüstung herrschte am Montag Abend vor allem Spott in den sozialen Netzwerken – wohl auch, weil Burger King der Holding bereits vergangene Woche fristlos gekündigt hat.

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Etikettenschwindel, Arbeiten ohne Schutzhandschuhe und katastrophale Mitarbeiterverträge: Mit diesen Enthüllungen in der RTL-Sendung sorgten der Journalist Günter Walraff und sein Reporter-Team Anfang des Jahres für einen Skandal. Drei Monate später überprüften sie wieder undercover, ob sich die Verhältnisse – wie versprochen – gebessert haben. Doch tatsächlich hat sich wenig bis nichts geändert. Vor zehn Tagen hat der Enthüllungsjournalist die Fast-Food-Kette mit den Ergebnissen der Recherche konfrontiert – woraufhin Burger King dem Franchisenehmer Yi-Ko-Holding vergangene Woche fristlos kündigte.

Lösten die ersten Ekel-Enthüllungen noch einen Social-Media-Shitstorm sondergleichen aus, wurde während der Sendung am Montag vor allem über die Zustände gespottet. Schließlich war die Kündigung der Holding schon vor Ausstrahlung bekannt.

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Alle Kommentare

  1. Nach neuesten Meldungen hat der Russe Alexander Kolobov die Anteile von seinem Kompagnon Yildiz an der Yi-Ko Holding komplett übernommen und will die Filialen nun allein weiterführen. Da können die Mitarbeiter eventuell doch auf baldige Weiterbeschäftigung hoffen.

    Aber vor allem kann der Herr Kolobov dem Herrn Wallraff SEHR dankbar sein 🙂

    Künftig rollt der Rubel aus den 89 Burger King Filialen der Yi-Ko Holding jedenfalls nur noch in eine Tasche … ein millionenschweres Geschäft!

  2. Es wäre schon interessant, zu erfahren, weshalb die Staatsanwaltschaft Köln mehr als zwei Jahre (!) lang gegen Wallraff wegen Steuerhinterziehung ermittelt hat. Auch wüsste man gern, wie hoch die Auflage war, die er letztlich vermutlich zahlen musste, damit alles unter der Decke bleibt (da hatte er deutlich mehr Glück – oder politischen Einfluss – als z.B. Alice Schwarzer).

    Aber mal ganz unabhängig von Wallraffs ureigenen Steuervergehen (die angesichts der umfangreichen Ermittlungen sicherlich keine Kleinigkeiten waren):

    Bei dem von ihm bei RTL gepuschten Skandal um die Yi-Ko Holding bleibt ein immenser volkswirtschaftlicher Schaden zurück, den wir alle zu tragen haben.

    Schließlich ist der Großteil der Yi-Ko Mitarbeiter ab sofort auf staatliche Leistungen angewiesen (z.B. ALG I und/oder Hartz IV). Der Durchschnittsbetrag von Hartz IV liegt statistisch derzeit bei ca. 900-1.000 Euro (inklusive Miete, Krankenversicherung etc.).

    Pro Monat belasten die Folgen von Wallraffs „Enthüllungen“ den Steuerzahler folglich mit grob geschätzt drei Millionen Euro.

    Wie lange dauert es, bis eine Auffanggesellschaft gegründet wird? Ein Monat? Zwei? Zehn?

    Der Schaden ist in jedem Fall exorbitant.

    Vielen Mitarbeitern droht zudem die Landzeitarbeitslosigkeit. Wer will schon jemanden beschäftigen, der zuletzt in einem Unternehmen gearbeitet hat, dessen Ruf gänzlich ruiniert ist?

    Nicht nur die betroffenen Burger King Mitarbeiter fragen sich nun zurecht, ob Wallraffs „Enthüllungen“ wirklich den Preis wert waren, den nun alle zahlen dürfen – nur eben Wallraff nicht.

    1. Mir scheint, als sei Uwe Herzog jemand, der vom Insolvenzrecht und der Sozialgesetzgebung keine Ahnnung hat.

      Der verantwortliche Teilhaber Yildiz besitzt etwa 100 Mio Kapital und aus diesem Grunde muss er unser Gehalt weiterzahlen.
      Uns wurde von Burger King inoffiziell zugesagt, dass wir bereits nächste Woche wieder öffnen. Diesmal unter der Verantwortung vom Mitbesitzer Alexander Kolobov.
      Ob es dann allerdings besser wird, wage ich zu bezweifeln, solange der Geschäftsführer Dr. Stummel (Strohmann von Herr Yildiz) noch seine Hand im Spiel hat, wird wohl alles beim alten bleiben.
      Hoffentlich wird dann wieder darüber berichtet!!!!!!!!!!!!!!!!

  3. Es wäre schon interessant, zu erfahren, weshalb die Staatsanwaltschaft Köln mehr als zwei Jahre (!) lang gegen Wallraff wegen Steuerhinterziehung ermittelt hat. Auch wüsste man gern, wie hoch die Auflage war, die er letztlich vermutlich zahlen musste, damit alles unter der Decke bleibt (da hatte er deutlich mehr Glück – oder politischen Einfluss – als z.B. Alice Schwarzer).

    Aber mal ganz unabhängig von Wallraffs ureigenen Steuervergehen:

    Bei dem von ihm gepuschten Skandal um die Yi-Ko Holding bleibt ein immenser volkswirtschaftlicher Schaden zurück, den wir alle zu tragen haben.

    Schließlich ist der Großteil der Yi-Ko Mitarbeiter ab sofort auf staatliche Leistungen angewiesen (z.B. ALG I und/oder Hartz IV). Der Durchschnittsbetrag von Hartz IV liegt statistisch derzeit bei ca. 900-1.000 Euro (inklusive Miete, Krankenversicherung etc.).

    Pro Monat belasten die Folgen von Wallraffs „Enthüllungen“ den Steuerzahler
    folglich mit grob geschätzt drei Millionen Euro.

    Wie lange dauert es, bis eine Auffanggesellschaft gegründet wird? Ein Monat? Zwei? Zehn?

    Der Schaden ist in jedem Fall exorbitant.

    Vielen Mitarbeitern droht zudem die Landzeitarbeitslosigkeit. Wer will schon jemanden beschäftigen, der zuletzt in einem Unternehmen gearbeitet hat, dessen Ruf gänzlich ruiniert ist?

    Nicht nur die betroffenen Burger King Mitarbeiter fragen sich nun zu recht, ob Wallraffs „Enthüllungen“ wirklich den Preis wert waren, den nun alle zahlen dürfen – nur eben Wallraff nicht.

  4. Die Betonung auf Burger King ist leider absolut richtig, denn Burger King hat die vollumfängliche Aufgabe dafür zu sorgen, dass die Franchise-Nehmer, die u.A. einen erheblichen Teil des Umsatzes für die Nutzung des Markennamens und Werbung für Burger King an das Unternehmen abgeben, ohne jeglichen Tadel sind ! Die Restaurants werden sicher, nachdem alle Unsauberkeiten beseitigt wurden, von anderen Betreibern (oder Burger King selbst) wieder in Gang gesetzt. Arbeitslose gibt es dann, wenn die Örtlichkeiten geschlossen bleiben und kein Ersatz kommt. Das dürfte in diesem Falle wohl kaum zutreffen. Und, wenn man dem Burger King Management Glauben schenken mag, dann auch zu halbwegs akzeptabler Entlohnung.
    Herr Wallraff ist lediglich derjenige, der die schlechte Nachricht bringt, von daher sind Ihre persönlichen Einlassungen zu vernachlässigen.
    P.S.: Die Steuerfahndung oder wer auch immer würde wohl in einem überwiegenden Teil der Bevölkerung etwas finden, in jedem Haushalt, undercover oder nicht, bei jedem eben …

  5. Steht dieser Möchtegern Wallraff nicht im Verdacht auch Steuerhinterzieher zu sein ?
    Danke, dass wir nun wieder 3000 Arbeitslose mehr haben. Dieser Mann hat
    kein Gewissen, ansonsten hätte er nach eine internen Lösung gesucht, um
    diese Arbeitsplätze zu erhalten und nicht öffentlich. Auch die Betonung auf BURGER KING finde ich nicht richtig.
    Der Übeltäter ist das Unternehmen YI-KO und nicht Burger King.
    Wallraff wird reich, reicher und noch reicher….wo setzt er das
    Geld ein? Unterstützt er nun die armen Alleinerziehenden und Ausgestoßene unserer Gesellschaft !!!
    Setzen wir mal schnellstens einen Undercover bei Wallraff ein….ich
    glaube ,wir kommenm aus dem Staunen nicht mehr heraus….

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