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Weniger Abonnenten, keine Förderung: Message-Magazin stellt gedruckte Ausgabe ein

Das Journalisten-Fachmagazin Message wird ab dem kommenden Jahr nicht mehr in gedruckter Form erscheinen. Nicht nur sinkende Abonnentenzahlen veranlassen die Herausgeber Volker Lilienthal und Lutz Mükke dazu, das Heft zukünftig nur noch in digitaler Form zu publizieren. Im kommenden Jahr fallen zudem Stiftungsgelder weg. Gedeutet wird die Entscheidung als "Schritt in die Zukunft".

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Message soll durch eine digitale Ausgabe wieder näher an das junge Publikum heranrücken, erklärt Lilienthal. Derzeit berät der Message-Verlag, die Gesellschaft für Medienkultur und Qualitätsjournalismus, noch darüber, ob das Heft zukünftig als App oder E-Paper erscheinen wird.

Message wurde vor 15 Jahren vom Leipziger Journalistik-Professor Michael Haller gegründet und wird seit 2012 als Projekt der Rudolf-Augstein-Stiftungsprofessur für Praxis des Qualitätsjournalismus an der Hamburger Universität geführt. Obwohl sich das Fachmagazin vor allem in der Kommunikationsforschung, also an Universitäten etabliert hat, haben sich viele Leser das Abo offenbar gespart. In den vergangenen Jahren ging die Auflage um etwa 70 Prozent zurück.

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Haller, emeritierter Professor und noch als Geschäftsführer beim Message-Verlag tätig, liegt das Fortbestehen der Publikation am Herzen. „In diesen Zeiten des dynamischen Medienwandels ist die Diskussion journalistischer Aufgaben wie auch das Zusammenspiel von Medienwissenschaft und journalistischer Praxis besonders wichtig“, so Haller. Inhaltlich neu aufstellen will sich Message offenbar nicht. Die Kernkompetenz, die Vorstellung wichtiger Forschungen in redaktionellen Zusammenhängen, soll intensiviert werden, erklärt Mitherausgeber Lutz Mükke. Man wolle deshalb auch mit den Journalistik-Instituten enger zusammenarbeiten.

Trotz wegfallender Druckkosten werden Lilienthal und Mükke auch 2015 an den derzeitigen Preisen (Abo für 48 Euro pro Jahr) festhalten. Der Grund: Die bisherige Förderung durch die Medienstiftung Hamburg Schleswig-Holstein läuft planmäßig aus.

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Alle Kommentare

  1. Also ich finde es zwar nachvollziehbar und kann diesen Schritt dann auch verstehen, traurig macht mich nur das die Abonenntenzahlen so drastisch zurückgegangen sind sodass garnichts anderes mehr übrig bleibt als darauf zu reagieren. Ich werde sicherlich im Zeitalter des Digitalen meine alt bewerte Zeitung vermissen :o!

    Lieben Gruß
    Hans

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