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Apple verhilft Samsung zu iPhone 7-Großauftrag

Apple CEO Tim Cook und Samsung CEO Oh-Hyun Kwon: Von Erzrivalen zu engen Geschäftspartnern
Apple CEO Tim Cook und Samsung CEO Oh-Hyun Kwon: Von Erzrivalen zu engen Geschäftspartnern

Wer hätte sich das vor einen Jahr träumen lassen: Der Smartphone-Zweikampf ist entschieden, Samsung muss sich mit dem begnügen, was es kriegen kann. Und das sind künftig Aufträge als Chip-Hersteller – von Apple.

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Nach dem iPhone ist bekanntlich vor dem iPhone. Während der mit weitem Abstand wertvollste Konzern der Welt mit dem iPhone 6 und 6 Plus von einem Verkaufserfolg zum nächsten eilt und in der laufenden Weihnachtssaison vor dem größten Geschäftsquartal seiner 38-jährigen Firmenhistorie steht, laufen die Planungen in Cupertino bereits für die nächste und übernächste Generation.

Das nächste iPhone-Modell dürfte nach dem Vorbild der vergangenen Jahre als iPhone 6s weitgehend vor kleineren Updates stehen, während erst in zwei Jahr wieder beim iPhone 7 mit einem großen Modell-Sprung gerechnet wird. Und der könnte es tatsächlich in sich haben – auch unter der Oberfläche.

Apple-Auftrag „Milliarden wert“

Wie die Korea Times berichtet, soll ausgerechnet der Erzrivale Samsung, mit dem sich Apple in den vergangenen Jahren einen erbitterten Kampf um die Vorherrschaft der Smartphonebranche geliefert hat, nun den Auftrag bekommen, den Löwenanteil der Speicherchips in der übernächsten iPhone-Generation Ende 2016 zu liefern.

Laut der Korea Times ist der Auftrag „Milliarden“ wert. Für Samsung wäre demnach die Vergangenheit die Zukunft.  Der 76-jährige Traditionskonzern aus Südkorea ist vor dem Erfolg seiner Smartphones, die Samsung erst seit 2009 fertigt, über Jahrzehnte durch die Herstellung seiner Speicherchips zum Techmulti aufgestiegen.

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Samsung sichert sich 80 Prozent der Chip-Aufträge von Apple ab 2016

Nachdem sich Apple mit Samsung im Patentprozess in den vergangenen Jahren überworfen hatte, wurden auch die Aufträge für die Application Processors weitgehend gekippt und an den taiwanischen Rivalen TSMC vergeben, der nunmehr das Nachsehen haben soll. 80 Prozent der Chip-Aufträge für iPhone 7 und neue iPads im Jahr 2016 gingen demnach an Samsung.

Samsung kann die Aufträge im Traditionsgeschäft gut gebrauchen. 2014 erlebte Apples Erzrivale sein Armageddon: Die Absätze der teueren Galaxy-Smartphoneserie brachen krachend ein, die Gewinne der Mobile Unit (inklusive Tablets) erodierten im abgelaufenen Quartal um atemberaubende 73 Prozent.

Die Aussichten im hart umkämpften Smartphone-Markt sind nicht zuletzt wegen des Aufkommens von weitaus preisgünstigeren Rivalen wie Xiaomi höchst ungewiss. Entsprechend kann Samsung jeden Aufrag im neuen, alten Kerngeschäft gut gebrauchen – selbst wenn er vom Erzrivalen Apple kommt.

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