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Angeblich einsamer Putin im Bild: „Tagesschau“-Chef Gniffke kanzelt Kritiker ab

Dr. Kai Gniffke und die Sache mit dem angeblich einsamen Putin
Dr. Kai Gniffke und die Sache mit dem angeblich einsamen Putin

"Tagesschau"-Chefredakteur Kai Gniffke schafft es wieder einmal in seiner unnachahmlichen Art, Kritik an seiner Sendung abzukanzeln. Medienjournalist Stefan Niggemeier hatte die Bild-Auswahl der Tagesschau bei der Berichterstattung zum G20-Gipfel kritisiert, bei der die "Tagesschau" Russlands Staatschef Wladimir Putin vorgeblich einsam an einem Tisch zeigte, was nicht den Tatsachen entsprach. Als Antwort flüchtet sich Gniffke im "Tagesschau"-Blog in Wortklaubereien.

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Zur Sache: Die „Tagesschau“ berichtete am 15. November über den G20-Gipfel im australischen Brisbane. Dazu wurde ein Bild vom Barbecue am Mittag gezeigt, bei dem Putin angeblich alleine am Tisch sitzt. Dazu sagte der ARD-Korrespondent den Text: „Beim Barbecue am Mittag, wie symbolisch, Putin, einsam und verlassen.“ Dabei verdeckt der im Bild befindliche Kellner, dass die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff ebenfalls am Tisch sitzt, wie das von Reuters gelieferte Bildmaterial belegt. Im Hintergrund sind außerdem weitere leere oder fast feere Tische zu sehen. Der Grund ist offenbar, dass Putin früh zum Mittagessen erschien und noch nicht alle Plätze besetzt waren.

Die Sache ist natürlich eine Petitesse aber trotzdem symptomatisch für den manipulativen Umgang der Medien im Allgemeinen und hier der ARD-„Tagesschau“ im Speziellen mit Bildern und Bild-Interpretationen. Bei der „Tagesschau“ ist die Fallhöhe besonders groß, da vor allem deren Chefredakteur Dr. Kai Gniffke kaum eine Gelegenheit auslässt, um zu betonen wie objektiv, neutral und sachlich die Hauptnachrichtensendung der ARD berichten würde. Den aktuellen Fall hat Medienjournalist Stefan Niggemeier in seinem Blog in der Rubrik „Super Symbolfoto“ aufgespießt.

Gniffke fühlte sich genötigt, darauf zu reagieren. Wie so oft machte da die Sache nicht besser. Gniffke schreibt im „Tagesschau“-Blog:

Nun weiß ich nicht, wie es Ihnen geht, wenn Sie auf einer Party am 8er-Tisch sitzen und links und rechts neben Ihnen jeweils drei bzw. zwei Stühle frei bleiben. Ich nenne das einsam und verlassen. Ob mit oder ohne Roussef, mit oder ohne Kellner, das Bild erzählt genau diese Geschichte: Putin ist isoliert. Insofern stehe ich hundertprozentig hinter der Formulierung unseres Korrespondenten. Abresch hat ja nicht gesagt “allein am Tisch”, aber selbst wenn, hätte ich ihm das durchgehen lassen, denn Putin sitzt am Tisch und ist einsam.

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Woher Gniffke die Kenntnis über Putins Gefühlslage („einsam“) hernimmt, weiß Gniffke vermutlich nur selbst. Gerade die „Tagesschau“, die so viel Wert auf ihre Seriösität legt, sollte wissen, dass man Personen keine Gefühle unterstellen soll. Gniffke wird in den Kommentaren seines Blog-Posts darauf auch mehrfach hingewiesen. Den Kern der Sache, nämlich dass die „Tagesschau“ hier ganz objektiv falsche Tatsachen behauptet, ignoriert er.

Gniffke weiter:

Man muss uns schon eine Menge Verbohrtheit unterstellen, um zu glauben, dass wir exakt warten, bis der Kellner Frau Rousseff Wasser nachschenkt, damit man die Brasilianerin nicht sieht. Wirklich Leute, dafür gibt es Korrespondenten vor Ort, die die Bilder (zum Glück unvoreingenommen) einordnen können. Und Putin war auf diesem Gipfel isoliert, was durch die Recherche belegt ist und was durch das Bild auch noch augenfällig wird. Oder hatte jemand den Eindruck, dass es Putin und  Rousseff am Tisch richtig haben krachen lassen?

Hier weist Gniffke Vorwürfe von sich, die niemand erhoben hat. Niggemeier hat der „Tagesschau“ nicht vorgeworfen, sie habe „extra“ gewartet, bis der Kellner Wasser nachschenkt. Und niemand hat behauptet, Putin sehe aus, als habe er „es krachen lassen“. Erwiesenermaßen gab es Reuters-Bildmaterial, das zeigte, dass Putin nicht alleine am Tisch saß. Die ARD wählte einen Ausschnitt, der dies suggerierte und verstärkte den falschen Eindruck mit dem entsprechenden Text-Kommentar. Darum geht es. Gerade in Sachen Putin und Ukraine gab und gibt es massive Beschwerden von Zuschauern – berechtigte und unberechtigte – über die Berichterstattung der Medien im Allgemeinen und der öffentlich-rechtlichen Medien im Besonderen. In einer solchen Situation sollte eine große Redaktion wie die der „Tagesschau“ achtsamer mit missverständlichen Bild-Text-Aussagen umgehen können. Die Kritik-Unfähigkeit des Chefredakteurs macht dann natürlich alles nur noch schlimmer.

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Alle Kommentare

  1. Betrachten wir doch mal die Ukraine-Krise „spiegelverkehrt“. 1989 wird durch Massenproteste in der BRD die Regierung Kohl gestürzt und die BRD tritt der DDR bei, Honecker bleibt Regierungschef. Die USA erklären ihr Einverständnis zur Wiedervereinigung Deutschlands nur unter dem Vorbehalt, dass die neue DDR dem Warschauer Pakt unter stark verkleinerter NVA angehören dürfe, falls man den Pakt nicht weiter nach Westen erweitere. Die USA ziehen ihre Besatzungstruppen aus Deutschland ab, bauen auch ihre Abhörstationen in Bad Aibling ab, nicht dagegen die Sowjetunion. Diese behält weiter die Truppen im Lande. Niemand protestiert dagegen. In den anderen Nato-Staaten kommt es nun zu Massenprotesten und Regierungswechseln. Alle Staaten wollen sozialistisch werden, fallen von den USA ab und treten dem WP bei, das nun das größte Militärbündnis der Welt ist. Die USA sind nun isoliert. Die Sowjetunion bricht eindeutig ihre Zusage von 1989 und erweitert den Pakt nach Westen. Atomraketen stehen nun unmittelbar an der Atlantik-Küste, gegen die USA gerichtet, die jetzt keine Pufferstaaten gegenüber der Sowjetunion mehr haben. Die Sowjetunion erklärt, dass die Raketen nur der Abwehr gegen Terroristen und Schurkenstaaten dienen. US-Land fühlt sich verständlicherweise bedroht, zumal die Sowjetunion nachweisbar die Zusagen von 1989 gebrochen hat und jetzt zusehen muss, dass die Sowjetunion und WP-Armeen in zahlreiche Staaten ohne UN-Mandat einfallen, bombardieren und völkerrechtswidrige Kriege führen, die Hunderttausenden das Leben kosten. In Holland gibt es Proteste gegen eine Regierung, die sich aber als US-freundlich erweist. Es ist das einzige Land, das dem WP nicht beigetreten ist. Noch während der Proteste erscheinen der deutsche DDR-Außenminister Steinbeisser und auch andere Sowjetgrößen der WP-Staaten bei Versammlungen, ergreifen damit Partei für die sowjetfreundlichen Demonstranten, mischen sich somit aktiv in die inneren Angelegenheiten von Holland ein und sichern ihnen Hilfe zu. Steinbeisser erkärt der Presse, dass er somit „neutral“ sei. Es wird geputscht, ein Teil von Holland ist jetzt us- das andere sowjetfreundlich. Es gibt Bürgerkrieg. Die ehemalige US-Großmacht, aber auch die erstarkte und dadurch Hegemonie anstrebende Sowjetunion beliefern ihre „Parteien“ mit Geld und/für Waffen. Ein Zivilflugzeug wird über Holland abgeschossen. Die Sowjetunion und die USA beschuldigen sich gegenseitig. Nachdem aber kein Nachweis erbracht werden kann, verhängt die Sowjetunion gegen die USA Wirtschaftssanktionen und sämtliche jetzt dem WP angehörigen Staaten sind angehalten, die Sanktionen zu verschärfen. Die Welt fällt über die USA her. Beim G20-Treffen sitzt der isolierte Obama allein an einem Tisch, obwohl man ihm eine direkte Mitverantwortung am Abschuss von MH17 nicht nachweisen kann. Aber Putin beschuldigt die USA bei diesem Treffen, eine Gefahr für den Weltfrieden zu sein, obwohl der Obama gar nichts persönlich für den Abschuss kann, zumal er ja keine US- Flieger mehr auf dem ehemaligen Nato-Territorium hatte.
    Gut dass das nur ein Gedankenspiel in einer „gespiegelten“ Welt unter anderen politischen Vorzeichen war. Wie sich wohl der Obama jetzt fühlen würde?

  2. Es ist mal wieder großartig zu beobachten, wie Sie als online – Portal versuchen ihre eigene Daseinsberechtigung damit zu belegen, dass Sie versuchen sich über die etablierten Medien herzumachen. Ihr kopfnickendes Fußvolk finden Sie dabei in dem sogenannten „Kritischen Bürger“. Dieser findet alles super, was die etablierte Politik und die etablierten Medien angreift. Ob es für die gestellten Anschuldigungen Quellen gibt, oder wie in diesem Fall das Thema einfach belanglos ist, ist dabei meist egal. Das liegt oft weniger am Thema und meistens eher an einer grundsätzlichen Unzufriedenheit, die vielleicht daraus resultiert, dass es diese Personen im Leben nicht ganz so rosig getroffen hat wie andere.

    Ihre Rhetorik ist natürlich auch geschickt gesetzt, indem Sie stets die Tagesschau als ganz üble und unseriöse Sendung darstellen.

    Lange Rede, kurzer Sinn. Beschäftigen Sie sich doch bitte erst mal selbst mit seriöser Berichterstattung, bevor sie versuchen mit billigem Populismus seriöser Sender kleiner zu reden, als sie sind.
    Vielen Dank!

  3. Kein geringerer als Altkanzler Helmut Kohl hat darauf hingewiesen, daß es gefährlich sei, Putin zu isolieren. Kohl war kein politisches Leichtgewicht. Das sollte jedem zu denken geben. Die per Zwangsgebühren finanzierte ARD war und ist in der Ukraine-Berichterstattung noch nie unparteiisch gewesen. Noch bei den Maidan-Protesten waren westliche Politiker, u.a. Steinmeier anwesend und haben den gegen eine früher einmal frei gewählte Regierung Demonstrierenden Unterstützung zugesichert. Eindeutig ein Verstoß gegen UN-Recht, nachdem sich niemand in die inneren Angelegen eines anderen Landes einzumischen hat. Der Putsch war die logische Folge. Schwer zu glauben, dass das nicht gewollt war. Und nun maßt sich Obama an, Rußland zu sanktionieren, obwohl mit keinem einzig tragfähigen Beweis sichergestellt werden kann, daß Rußland tatsächlich, ja sogar Putin höchstpersönlich für den Abschuß von MH 17 mitverantwortlich ist. Im westlichen Wertecodex gilt immer noch die Annahme, dass jemand als unschuldig gilt, solange der Beweis seiner „Schuld“ nicht eindeutig erbracht ist. Deshalb raus mit den Aufnahmen des Stimmenrecorders an die Weltöffentlichkeit. Was ist da so geheim dran? Übrigens sollte man auf andere nicht mit Steinen schmeissen, wenn man selbst im Glashaus sitzt. In Wikipedia ist ein Eintrag über weltweit vom Militär abgeschossene Zivilflugzeuge zu finden. U.a. hat 1988 ein US-Zerstörer aus „Versehen“ nachweisbar ein iranisches Verkehrsflugzeug abgeschossen. Hat 290 Menschenleben gekostet, die USA haben 68 Mio. Dollar Entschädigungen an die Hinterbliebenen gezahlt. Und diese Nation hat die Chuzpe, gegen Rußland mit den Sanktionen einen Wirtschaftkrieg einzuleiten, obwohl gegen Putin bisher nicht der geringste Beweis vorliegt, sondern nur unbewiesene Vermutungen. Wie verkommen ist unser westliches Wertesystem. Die ARD, das ZDF, Spiegel, Bild und Focus sollten doch mal recherchieren, was 1988 geschah! Diese Kriegstreiber- und Hetzer müssten sich in eine Ecke verkriechen und künftig schweigen. Diejenigen Trolle, die hier MEEDIA kritisieren, sollten den Wikipedia-Eintrag lesen und dann mal das Nachdenken versuchen.

  4. Habt Ihr keine anderen Probleme, auf so einen schwachsinnigen Artikel zu reagieren.
    Die ARD macht sich mit so einen Artikel nur selbst lächerlich. Es plamiert sich jeder so gut wie er kann. Eines ist natürlich fact, die ARD berichtet sehr einseitig. Gerade im Ukrainekonflikt haben sie immer Putin als Bösewicht hingestellt. Obwohl es nachgewiesen ist, dass die USA und EU hier den Putsch finanziert und unterstützt hat. Dazu gibt es auch Bildmaterial. Oder woher haben die Putschisten die Waffen.
    Überlegt Euch einmal wen dieser Putsch in erster Linie nutzt. Den USA, damit dort ebenfalls ein Natostützpunkt geschaffen wird. Damit Russland immer mehr eingegreist wird. Lasst Euch nicht mit solchen Nebensächlichkeiten ablenken.

  5. Ich ärgere mich die ganze Zeit über die Russland-Berichterstattung. Aber darüber gerade nicht. Es ist doch in allen Medien üblich, ein Bild zu einer Nachricht zu stellen, das passt. Das nun ausgerechnet der ARD vorzuwerfen, finde ich bigott. Es sind doch gerade nicht die Bilder, sondern die Korrespondenten, die die Lage einschätzen. Und Herr Abresch ist für mich da über jeden Zweifel erhaben.
    Wie zweifelhaft mit Putin umgegangen wird, zeigte sich viel eher bei Jauch. Wer spricht darüber??? Schauen Sie sich mal seine Abschlussfrage an Sonia Miekich an. Da habe im mich fremdgeschämt für den Westen wie nie zuvor. Man stelle sich vor, so eine Frage würde im russ. TV zu Frau Merkel gestellt. Was dann hier loswäre…
    Dagegen ist das ARD Bild eine Petitesse.

  6. Ich frage mich, wer diesen Artikel denn verfasst hat. Weil interessanterweise ist gerade unter dem hier kein Autor angegeben. Ich tippe auf Herrn Niggemeier selbst – was auch nicht wirklich transparent ist liebe Meedia-Redaktion. Erstmal vor der eigenen Haustüre kehren, dann die Tagesschau kritisieren 🙂

  7. Die einzigen, die nun wirklich Wortklauberei betreiben, seid ihr, liebe meedia-Menschen. Woher kommt der Neid auf die Tagesschau-Macher – können die es tatsächlich vielleicht besser als das Handelsblatt & Co.?

    Kopfschüttelnd,

    Robert

    1. Neid, isoliert, einsam, wer weiss: Das ist vielleicht eher ihr Fachgebiet.

      Aber wo wir gerade den Experten da haben, wenn es darum geht, dass die Tagesschau Ihrer Rede nach also Manipulation besser kann:

      Wie vergleicht die sich denn mit Schnitzler? Haben die Gniffkes allmählich dieselbe Finesse und Raffinesse dabei entwickelt?

  8. Wenn doch bitte für Herrn Putins verbreitete Propaganda genauso kleinliche Maßstäbe angesetzt würden.
    Junge Russen werden von dessen Fernsehsendern so manipuliert, dass sie freiwillig in die Kampfregion gehen und dort verheizt werden, weil sie glauben, sie müssten die Menschen vor Ort vor Faschisten schützen.
    Wenn unsere Medien auch nur annähernd so manipulativ wären, wie in diesem Zusammenhang immer behauptet, wäre die Stimmung hier in Deutschland so aufgeheizt, dass wir Demonstrationen für eine militärische Intervention der Nato auf den Straßen hätten.

  9. „Nun weiß ich nicht, wie es Ihnen geht, wenn Sie auf einer Party am 8er-Tisch sitzen und links und rechts neben Ihnen jeweils drei bzw. zwei Stühle frei bleiben. Ich nenne das einsam und verlassen.“
    Ich nenne das das Befolgen einer Sitzordung, die
    bei solchen Veranstaltungen immer vorgegeben ist. Das sollte der ARD bekannt sein.

  10. „… symptomatisch für den manipulativen Umgang der Medien im Allgemeinen und hier der ARD-“Tagesschau” im Speziellen mit Bildern und Bild-Interpretationen“: Und v.a. bei der Darstellung des Ukraine-Konflikts. Hier die „guten“ Ukrainer samt dem Westen, dort die „bösen“ Russen. Insofern ist die Bildauswahl kein Zufall. Interessant gestern Hr. Platzeck, der deutlich auf das aggressive Verhalten des Westens / der EU in Bezug auf Russland hinwies.

    1. Huber hat recht!
      Und dass bei Politiker Treffen solche Essen genutzt werden, um mal in Zweisamkeit etwas zu besprechen- darauf kommen die Staatsmedien überhaupt nicht!!!???
      Das weiß jedes Kind.

  11. „Einsam“ ist aber nicht nur eine Gemütslage, wie hier der Autor unterstellt. Insofern passt das Bild wunderbar zum Gesagten.

    1. Es wird aber ja gerade die Gemütslage „einsam“ unterstellt. Faktisch einsam ist Putin ja eben nicht. Und deshalb passt das Bild nur zum Gesagten, wenn man es so aussehen lässt, als wäre er einsam.

  12. Nun macht wegen sowas nicht so einen „Zirkus“…war eben ein Mißverständnis!
    Als Stimmungsmache würde ich es auf jeden Fall nicht bezeichnen, denn Putin wurde ja tatsächlich ziemlich gemieden und an den Rand gedrängt (wie man auch auf dem Gruppenfoto erkennen kann). Ich denke, dieses Thema sollte jetzt wirklich mal abgehakt werden…

  13. Stimmungsmache, die ich von der Tagesschau nicht erwartet hätte. Dr. Gniffke soll kleinlaut er reagieren.

  14. Fehlende Sensibilität im Umgang mit den Produktionsmitteln – in diesem Fall Tagesschau – ist oftmals ein Kündigungsgrund. Herr Gniffke lässt es wieder einmal an Sensibilität gegenüber dem Thema und den Zuschauern fehlen. Seine polterige Art schadet eher dem Anspruch der Tagesschau als Marke insgesamt. Und ja, ich als nicht informierter Zuschauer, per se also blöd nach Gniffke-Urteil, hätte schon erwartet, dass er und sein Korrespondent wissen, dass es ein Protokoll gibt, so dass nicht jeder der dort anwesenden Gäste freie Platzwahl hat, sondern einen zugeordneten Stuhl. Oder hat der vor Ort anwesende Korrespondent das etwa nicht beobachtet? War er vielleicht gar nicht vor Ort und hat nur das dpa-Material angeschaut? Ist ihm etwa der Tisch, an dem sich die anderen 18 Staatsgäste geknubbelt haben etwa entgangen? Dann wäre der Sinn des Korrespondenten infrage gestellt. Denn der hätte dann ja ebenfalls nur Informationen aus zweiter Hand – vor Ort aber unabhängig. So wie wir dummen Tagesschau-Zuschauer auch, die sich dann lieber bei anderen Medien informieren werden.

  15. Oh, ich bin mir aber 100% sicher, dass dieses Bild gewählt wurde, weil der Kellner grade Rousseff verdeckt.

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