RheinMainMedia: FAZ-Lokalvermarkter will Geschäftsstellen schließen

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Publishing Sinkende Umsätze und offenbar auch die Sparmaßnahmen bei Mitgesellschafter Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH fordern Einbußen bei der kleinen RheinMainMedia. Wie Newsroom.de hat auch MEEDIA erfahren, dass der Vermarkter im kommenden Jahr seine lokalen Geschäftsstellen dicht machen soll. Das würde rund die Hälfte der Mitarbeiter kosten.

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Vergangenen Montag wurden die Mitarbeiter von Geschäftsführer Jörg Mattutat, der das Unternehmen im kommenden Jahr ebenfalls (aber aus persönlichen Gründen) verlassen wird, informiert. Zwar hieß es gegenüber der Belegschaft, die Maßnahmen würden derzeit noch geprüft, allerdings wurde auch schon der 31. März 2014 als Stichtag für die Schließung der sechs lokalen Geschäftsstellen Frankfurt, Bad Homburg, Königstein, Usingen, Limburg und Hofheim genannt.

Des Weiteren erklärte die Geschäftsführung, die Abteilungen Markt Media Service sowie Media Solutions in den FAZ-Verlag integrieren zu wollen. Dieser ist genauso wie die Societät zu 50 Prozent an RheinMainMedia beteiligt. RheinMainMedia vermarktet u.a. Frankfurter Neue Presse, Frankfurter Rundschau und der FAZ-Rhein-Main-Zeitung.

Gründe für die Maßnahmen sollen zum einen wegbrechende Werbeumsätze sein. Zum anderen werden aber auch die Sparmaßnahmen bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung genannt. Treffen werden die Schließungen innerhalb der RheinMainMedia allerdings vor allem die regionalen Societäts-Blätter, für die lokale Privatkunden eine wichtige Erlösquelle sind. Die Anzeigen-Annahme soll zukünftig über das Internet laufen.

Gegenüber MEEDIA hat sich die Geschäftsführung der RheinMainMedia noch nicht geäußert. Auch Societäts-Chef Hans Homrighausen hat auf eine Anfrage noch nicht reagiert. FAZ-Sprecherin Franziska Kipper erklärt gegenüber MEEDIA: „Wie im September angekündigt, haben wir bei der FAZ auf Basis der Analyse unserer Strukturen und Kosten Optimierungsmaßnahmen in den einzelnen Verlagsbereichen erarbeitet, die nun konkretisiert werden.  Diese Analyse umfasste auch die RheinMainMedia. Aktuell prüfen wir konkrete Projekte“. Erst nach dieser Prüfung solle über eine mögliche Umsetzung der Projekte entschieden werden. Entgegen des Zeitpunktes der Schließungen heißt es aber offiziell: „Die gesamte Reorganisation wird sich über einen längeren Zeitraum erstrecken. Das heißt auch, dass einige Entscheidungen erst im Laufe der nächsten beiden Jahre gefällt werden.“

 

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