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Neue, alte Börsenwelt: Apple wertvoller denn je, Microsoft nun Nummer zwei

Apple-CEO Tim Cook
Apple-CEO Tim Cook Muss an der Wall Street kämpfen

Die Computerpioniere Apple und Microsoft sind an der Börse wieder ganz unter sich. An einem historischen Handelstag sprintete Apple gestern auf neue Allzeithochs, während Microsoft auf dem höchsten Stand seit April 2000 stürmte und damit die bisherige Nummer zwei Exxon Mobil entthronte.

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Dass Tech-Fans eine solche Rangfolge an der Wall Street noch mal erleben dürften: Die beiden wertvollsten Konzern der Welt lauten Apple und Microsoft – es wirkt, als habe Hollywood mit nostalgischer Verklärung Regie geführt!

Nie war der iPhone-Hersteller wertvoller als heute. Nicht nur, dass die Apple-Aktie gestern bei 112,82 Dollar schon wieder ein neues Allzeithoch aufstellte – im Handelsverlauf knackte der iPhone-Hersteller auch die letzte Rekordmarke aus 2012.

Bei in der Spitze 113,45 Dollar war Apples Marktkapitalisierung exakt 665 Milliarden Dollar wert und toppte damit minimal die Börsenwert-Bestmarke von vor zwei Jahren, die wegen der großen Aktienrückkäufe bis gestern Bestand hatte, obwohl der Aktienkurs längst deutlich höher notiert als 2012.

Börsenliebling Satya Nadella krempelt Microsoft um
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Doch das war nur der erste Teil eines geschichtsträchtigen Handelstages an der Wall Street. Auch dem langjährigen Erzrivalen Microsoft gelang Historisches: Mit einer Marktkapitalisierung von nun 409 Milliarden Dollar sprang der ein Jahre ältere Computerpionier erstmals in diesem Jahrzehnt wieder auf den zweiten Platz der Börsenwelt. Ölmulti Exxon Mobil, der die weltweite Börsenrangliste von Anfang der Nullerjahre bis 2011 angeführt hatte und dann von Apple auf Platz zwei verdrängt worden war, tendierte aufgrund des nachgebenden Ölpreises schwächer.

Befeuert wird Microsofts bemerkenswertes Börsencomeback von der Begeisterung der Wall Street für den neuen CEO Satya Nadella, der den Softwareriesen in den ersten zehn Monaten seiner Amtszeit gehörig umkrempelte und etwa das Office-Paket als kostenlose App auf iPhone und iPad brachte. Im jüngsten Quartal verdiente Microsoft bei Umsätzen von 23,2 Milliarden Dollar 5,8 Milliarden Dollar.

Zur Blütezeit Ende der 90er-Jahre führte der Redmonder Softwareriese selbst das Ranking der Börsenwelt für einige Jahre an, während Apple bekanntermaßen ums Überleben kämpfte. Legendär war die Kooperation der beiden Erzrivalen 1997 kurz nach der Rückkehr Steve Jobs‘ zu Apple, als Bill Gates mit einem Microsoft-Investment von 150 Millionen Dollar und der Entwicklung der Office Software für den Mac Apple buchstäblich am Leben hielt. Was für einen Unterschied 17 Jahre machen können…

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