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100.000 Euro für Recherchen: Correctiv-Macher fragen Mitglieder, wessen Dreck sie aufwirbeln sollen

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Correctiv-Chef David Schraven

Vor einigen Monaten gründete sich das Recherchebüro Correctiv, das sich zum Ziel gesetzt hat, Missstände in der Gesellschaft aufzudecken. Finanziert wird Correctiv von der Brost-Stiftung - und von Mitgliedern. Die dürfen nun entscheiden, auf welchem Themenfeld die Correctiv-Rechercheure Dreck aufwühlen sollen. Die Abstimmung läuft.

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Das Recherchebüro, das mit einer Finanzierung der Essener Brost-Stiftung (WAZ!) ins Leben gerufen werden konnte, wolle seine redaktionelle Unabhängigkeit wahren und Correctiv weiter entwickeln, sagt der Bürochef David Schraven. Darum bitte man die Mitglieder um ihr Votum: welche Themenfelder sollen die investigativen Journalisten unter die Lupe nehmen? 100.000 Euro will Correctiv speziell in Recherchen auf dem Themenfeld stecken, das am Jahresende oben auf der Liste steht.

Bisher habe Correctiv etwa 100 zahlende Mitglieder, sagt Schraven auf Nachfrage. Unterstützer kann werden, wer mindestens 5 Euro im Monat an Correctiv zahlt. Die Aktion hat natürlich auch den Zweck, den Ansatz von Correctiv, der auf Beteiligung der Leser bei der Themenauswahl setzt, bekannter zu machen und die Zahl der Mitglieder zu vergrößern.

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Die zur Auswahl stehenden Themenfelder sind freilich breit angelegt. Bisher führt das Feld „Korruption und Machtmissbrauch“ mit 18 Prozent der Stimmen. Wobei jedes Mitglied insgesamt zwölf Stimmen auf die zehn Themenfelder verteilen darf. Es folgen „Bedrohung unserer Lebensräume“ und „Wirtschaftskriminalität“. Die Themen „Digitale Bedrohungen“ und „Missbrauch sozialer Netzwerke“ liegen bisher ganz hinten in der Abstimmungsliste.

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Alle Kommentare

  1. Diese Themenfelder werden doch schon von den „klassischen“ Medien abgedeckt. Machtmissbrauch? Ja, durch Grüne, SPD und Linkspartei – das wäre mal ein Thema. Etwa durch Einflussnahme in den Medien. Oder über die Lügen von Greenpeace, BUND & Co. Und wie steht es um den Missbrauch von Sozialleistungen, gerade in NRW, das auf seine „Problemhäuser“ stolz ist. Es gäbe in der Tat viel aufzudecken. Aber Correktiv bleibt brav in der üblichen Linksspur. Das erledigen bereits Krautreporter, taz, Panorama, Monitor etc.

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