Mark Zuckerberg: Facebook soll „die perfekte personalisierte Zeitung“ sein

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"Q&A with Mark": So lautete die große Fragerunde, zu der der Facebook-Gründer beim Social Network eingeladen hatte. Eine Stunde Fragen von Facebook-Nutzern an den Facebook-Gründer, das war das Konzept. Tatsächlich enthüllte der 30-Jähriges bislang Unbekanntes aus Privatleben, der jüngeren Vergangenheit von Facebook und der Zukunft des weltgrößten Social Networks. 


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Mark Zuckerberg macht erst gar keinen Bogen um die Sache: „Ich bin nicht cool“, gibt der Facebook-Gründer im Rahmen der ersten großen Fragerunde auf dem Facebook-Campus zu, an dem sich alle Nutzer des Social Networks beteiligen konnten: „Ich habe auch nicht versucht, cool zu sein.“  Trotzdem hatte der inzwischen 30-Jährige bei dem einstündigen Event, das live auf Facebook gestreamt wurde, die Lacher auf seiner Seite.

Zuschauer lernten vor allem mehr über die persönliche Seite des Facebook-Gründers. Etwa, dass er den Facebook-Film „The Social Network“ als „schmerzlich“ empfunden habe, „weil sie vieles erfunden haben“. Etwa Zuckerbergs Motivation, das Social Network zu gründen: „Sie haben sich den Plot ausgedacht, dass ich Facebook gegründet habe, um Frauen kennenzulernen.“

Zuckerberg führt an, das hätte sich wohl „nicht so gut mit einer Beziehung zu meiner späteren Frauen vertragen“, obwohl der junge Facebook-Gründer in einem CNN-Video von 2005 noch damit geprahlt hatte, er hätte die letzte Woche mit einer Frau verbracht, mit der er in der Woche zuvor Schluss gemacht habe. Ob das schon seine spätere Frau Priscilla Chan war?

Warum Mark Zuckerberg immer das gleiche T-Shirt trägt

Fast genauso interessant: Die Feststellung, warum Zuckerberg immer das gleiche graue T-Shirt trage. Dem Facebook-Gründer ginge es darum, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. „Ich möchte mein Leben so aufgeräumt wie möglich haben“, erklärte Zuckerberg, „um so wenig Entscheidungen wie möglich treffen zu müssen.“

„Selbst kleine Entscheidungen, was man zu Frühstück essen oder anziehen will, ermüden“, begründete der 30-Jährige seinen uniformen Look, den er sich vom Apple-Gründer abgeschaut habe: „Steve Jobs hat das genauso gemacht.“

Warum Facebook den Messenger-Zwang auferlegte 

Zuckerberg sprach ebenso viel über die Entwicklung und Zukunft von Facebook. Etwa über den Messenger-Zwang, nach dem Facebook-Nutzer die Standalone-App gesondert verwenden müssen, wenn sie über Facebook kommunizieren wollen: „Auf Facebook kommen die meisten wegen des News Feeds. Messaging wurde aber immer wichtiger und ist eine der wenigen Dinge, die Leute inzwischen häufiger tun als Social Networking. Im Mobil-Bereich kann sich eine App aber nur auf eine Anwendung konzentrieren, deswegen wollten wir die Funktionalitäten in zwei Apps trennen.“

Mit dem News Feed selbst hat Zuckerberg noch viel vor: „Wir personalisieren den News Feed, weil wir dem Nutzer nur die Dinge zeigen wollen, die ihn auch wirklich interessieren. Unser Ziel ist es, die perfekt personalisierte Zeitung für jeden Nutzer in der Welt zu erschaffen“, erklärte der Facebook-Gründer sein ambitioniertes Ziel. Nach New York Times-Angaben lesen bereits 30 Prozent der Erwachsenen in USA News zuerst über Facebook. 20 Prozent des Traffics der  Nachrichtenangebote werde bereits durch Facebook generiert.

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