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Entlassungen beim Bonner General-Anzeiger: DJV kritisiert Intransparenz

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Beim General-Anzeiger Bonn rumort es hinter verschlossenen Türen. Geschäftsführer Thomas Regge will mehrere Unternehmensbereiche dicht machen, hält sich mit Auskünften allerdings zurück. Der Deutsche Journalistenverband (DJV) kritisiert nun die Geheimniskrämerei und fordert Transparenz.

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Am Montag informierte General-Anzeiger-Geschäftsführer Thomas Regge seine Mitarbeiter über betriebsbedingte Kündigungen. In einem Schreiben, das MEEDIA vorliegt, erklärte er sinkende Anzeigenumsätze und daraus resultierende Sparmaßnahmen, die eine Schließung der „Abteilung Online“ sowie auch die „Fremdvergabe der Tätigkeiten der Bereiche Anzeigen Team Kundenservice, Anzeigen SVÖ, Grafik, Vertrieb Aboservice, Forderungsmanagement an externe Dienstleister“ erfordern.

Auf Nachfrage hält sich Regge bedeckt, bestätigt nur die Online-Schließung und behauptet, dass Online „bisher außerhalb der Redaktion angesiedelt war“. Was genau das bedeutet, ob Redakteure oder andere Angestellte betroffen sind, lässt Regge offen. Nach Informationen von MEEDIA meint Regge damit Jobs außerhalb der Print-Redaktion. Bei den Betroffenen handelt es sich um festangestellte Mitarbeiter, die bisher digitale Projekte umgesetzt und die Nachrichten-Seite des General-Anzeigers technisch aber auch redaktionell betreut haben. Von Kündigungen könnten um die 20 Mitarbeiter betroffen sein.

Wie es im kommenden Jahr weitergehen soll, lässt Regge offen. „Die zukünftige strategische Ausrichtung in diesem Geschäftsfeld liegt ab 01.01.2015 bei der neuen Chefredaktion.“ Dann übernimmt Helge Matthiesen, der derzeit noch für den Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag tätig ist und für eine Stellungnahme bisher nicht zu erreichen war. Wie MEEDIA erfahren hat, ist aber geplant, den Print-Redakteuren künftig die Online-Aufgaben zu übertragen.

Der DJV kritisierte am Donnerstag das Verhalten des General-Anzeigers, spricht von einem unfairen Spiel. „Die Gewerkschaft fordert die Geschäftsführung auf, endlich ihre Strategien offen zu legen.“

 

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