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Eine Geschichte, viele Versionen: Interview mit den Machern von „Dina Foxx 2“

„Dina Foxx – Tödlicher Kontakt“, ZDF/Florian Wolf
"Dina Foxx - Tödlicher Kontakt", ZDF/Florian Wolf

Der transmediale Krimi "Dina Foxx" geht im ZDF in die zweite Runde: wieder mit Inhalten für TV und Online, doch mit einem grundsätzlich überarbeiteten Konzept – unter anderem sind alle Inhalte noch vor der TV-Ausstrahlung auf einen Schlag on demand verfügbar. Im MEEDIA-Interview erklärt das Produzenten-Team die neuen Strategien und die Erkenntnisse aus "Dina Foxx 1".

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Dina Foxx (Katharina Schlothauer) gerät in einen Konflikt zwischen der Lebensmittelindustrie und politischen Aktivisten. Sie kämpft um das Leben ihres Bruders und versucht gleichzeitig, eine sich rasch ausbreitende Epidemie zu stoppen. „Dina Foxx – Tödlicher Kontakt“ ist der Titel des zweiten Teils der Transmedia-Produktion von UFA Fiction und UFA Lab für das ZDF. 2011 lief die erste Staffel, über 1.000 registrierte User, 200.000 Videoabrufe und zwei Mio. Seitenabrufe wurden damals gezählt.

Für den zweiten Teil wurde das Konzept grundlegend überarbeitet. Bei Dina Foxx 1 wurde der TV-Film an der spannendsten Stelle abgebrochen und online weiter erzählt. Dieses Mal ist die erzählerische Struktur eine andere: Es gibt zwei TV-Teile, der erste läuft am 9. November 2014 und der zweite eine Woche später, am 16. November 2014. Online werden zusätzlich drei Elemente kombiniert: eine 7-teilige Webserie, ein Spiel und 360°-Video-Ermittlung. Die TV-Version funktioniert dabei komplett losgelöst – doch wer die Online-Angebote nutzt, sieht den zweiten Fernsehfilm mit völlig anderen Augen.

Alle Inhalte – sowohl die TV-Filme als auch die Online-Angebote – werden jedoch gleichzeitig auf der Webseite des Projekts veröffentlicht. Binge-Watcher haben so die Möglichkeit, die Geschichte inklusive aller Web-Angebote an einem Stück und noch vor der Ausstrahlung des ersten Films zu erleben.

MEEDIA hat sich mit Kristian Costa-Zahn (Produzent UFA Lab) und Leif Alexis (Produzent UFA Fiction) über die Herangehensweise und Umsetzung des zweiten Teils unterhalten.

Was sind eure Erfahrungen aus dem ersten Teil und welche Einflüsse haben diese auf den zweiten?

Kristian Costa-Zahn: Das Konzept des ersten Teils war 2011 spannend und richtig. Doch in der zweiten Runde wollten wir, dass die TV-Filme auch losgelöst funktionieren. Trotzdem sollten die Online-Angebote – und das war eine der größten Herausforderungen – den Zuschauern einen echten Mehrwert bieten und nicht etwas ein, was nett nebenbei läuft. Wir haben uns folgende Situation ausgemalt: Drei Leute sitzen auf dem Sofa. Einer hat nur die TV-Filme gesehen, der andere zusätzlich die Webserie und der dritte hat auch die Games gespielt. Wir finden es extrem spannend, dass so alle drei eine unterschiedliche Geschichte erleben. Als zweites haben wir dieses Mal die Hürden zur Partizipation niedriger angesetzt. Im ersten Teil war die narrative Ebene ein Alternate Reality Game, das live in der Community gespielt wurde. Das hat für die Nutzer einen hohen Aufwand bedeutet – sowohl zeitlich als auch inhaltlich. Bei Dina 2 setzen wir auf die Single User Experience: die Leute sollen mitspielen und zuschauen können, wann, wo und wie sie wollen.

Leif Alexis: Die Zuschauer treffen autonom die Entscheidung, wie tief sie in die Geschichte einsteigen. Und egal für welche Version sie sich entscheiden, haben sie alle für sich eine abgeschlossene Erfahrung mit dem Projekt.

Welchen Stellenwert haben die TV-Quoten für euch?

Kristian Costa-Zahn: Natürlich sind die Quoten nicht unwichtig, doch uns interessiert vor allem die Gesamtreichweite. Wir denken immer komplett vom Zuschauer aus. In unserer Zielgruppe sind Gamer, Serienfans und die Zuschauer der TV-Sender, die wir bedienen. Wenn wir es schaffen, sie alle abzuholen, macht es für uns keinen Unterschied, wo die Inhalte konsumiert werden.

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Wie unterscheidet sich die Entwicklung eines solchen transmedialen Krimis von der einer klassischen TV-Serie?

Leif Alexis: Wir haben hier die Möglichkeit, eine Geschichte auf unterschiedliche Weisen zu erzählen. Die hauptsächliche Herausforderung eines solchen Projekts ist die Komplexität der Geschichte: Wir müssen immer aufpassen, dass die Logik der Story trotz der vielen verschiedenen Stränge nicht verloren geht.

Kristian Costa-Zahn: Für uns war die gesamte Entwicklung tatsächlich sehr komplex, da das Team natürlich auch viel größer war als bei einer normalen Film- oder TV-Produktion. Wir haben wie auch bei Dina 1 in einem interdisziplinären Team. Da saßen dann die Drehbuchautoren gemeinsam mit den Game-Entwicklern an einem Tisch.

Welches Angebot wird eurer Meinung nach am stärksten genutzt werden?

Kristian Costa-Zahn: Die meisten Leute werden sicherlich die TV-Filme sehen, da sie ja die Vorraussetzung für die Webserie und die Online-Spiele sind. Wir stellen uns das als umgedrehte Pyramide vor: Die Mehrheit schaut die Filme, dann kommen die Webisoden und dann die interaktiven Stränge.e.

Sendetermine

TV-Krimi:
Dina Foxx – Tödlicher Kontakt (Teil 1)
Sonntag, 9. November um 19.30 Uhr und 23.15 Uhr (ZDFneo)
Montag, 10. November um 23.55 Uhr im (ZDF)
Freitag, 14. November um 20.15 Uhr (ZDFkultur)

Dina Foxx – Tödlicher Kontakt (Teil 2)
Sonntag, 16. November um 19.30 Uhr und 23.15 Uhr (ZDFneo)
Montag, 17. November um 00.15 Uhr(ZDF)
Freitag, 21. November um 20.15 Uhr (ZDFkultur)

Online-Krimi:
Dina Foxx – Die ganze Wahrheit (Online-Angebot)
Ab Sonntag, 9. November ab 10.00 Uhr ist auf dinafoxx.zdf.de das komplette Projekt bereits on demand verfügbar.

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