Anzeige

Heftig baut mit „Geniale Tricks“ aus, Demand Media startet deutsches „eHow“-Angebot

eHow-Geniale-Tricks.jpg
Seiten, die das Leben einfacher machen wollen: eHow und Geniale Tricks

Websites mit Tipps und Tricks für den Alltag sind Klassiker im Internet. Zwei neue Angebote wollen nun mit viralen Anleitungen zum besseren Leben angreifen. Die Heftig-Gründer arbeiten am Ausbau ihres Angebots mit dem Ableger "Geniale Tricks". Die Unterseite hat bereits über 200.000 Fans bei Facebook. Unterdessen drängt das US-Angebot "eHow" auf den deutschen Markt. Das kalifornische Mutterunternehmen Demand Media hatte einen Deutschlandstart bereits länger geplant.

Anzeige
Anzeige

Unter „Geniale Tricks“ verbergen sich im Prinzip altbekannte „How to“-Ratschläge. Tipps, die das Leben leichter machen sollen. Also: Waschmittel selber machen, Wohnung verschönern, Lampe basteln, Ofen reinigen. Usw usf. Die Liste der Möglichkeiten ist lang. Und wie bei der Hauptseite sind viele der Tricks von anderen Webseiten übernommen und übersetzt. Die Quellen gibt die Heftig-Redaktion jeweils an.

„How to“-Angebote sind Klassiker. Wegweiser dieser Online-Spielart ist u.a. „eHow“ aus den USA. Hinter „eHow“ steckt das US-Unternehmen Demand Media. Die Gründer hatten vor rund drei Jahren erstmals für Aufsehen gesorgt. Ihr Prinzip, Google-Suchanfragen auszuwerten und dann von einem Algorithmus Themen generieren zu lassen, die freie Autoren für wenig Geld umsetzen, war damals revolutionär – und sorgte gleichzeitig für Kritik „klassischer“ Medienunternehmen.

Seiten wie „eHow“ waren und sind hochgradig auf Suchmaschinenoptimierung ausgerichtet. Nachteil: mit jedem Update des Google-Algorithmus („Panda-Update“) besteht auch die Gefahr, dass solche durchoptimierten Seiten eben nicht mehr so gut funktionieren, weil Inhalte plötzlich als weniger relevant eingestuft werden. Mit diesen Problemen hatte auch Demand Media zu kämpfen. Demand ging 2011 an die Börse, die Aktie verlor seither aber deutlich an Wert – vermutlich auch wegen der hohen Volatilität des werbefinanzierten Geschäfts.

Anzeige

Die GuteFrage-Gruppe aus der Holtzbrinck-Gruppe bietet seit vielen Jahren ebenfalls ähnliche Seiten an. Auf dem Flaggschiff-Portal „GuteFrage“ beantworten Nutzer die Fragen anderer Nutzer. „Helpster“ wiederum ist ähnlich positioniert wie „eHow“ („Zombie-Kostüm selber machen“). Allen Portalen dürften in der Vergangenheit dazu übergegangen sein, nicht vor allem auf Such-Traffic zu gehen, sondern zunehmend zur Verbreitung Social Media-Kanäle zu wählen.

Das deutsche „eHow“ ist bisher recht zurückhaltend bestückt und bietet in einer Beta-Version eigene Texte („Auf 8 Wegen zu besseren Zähnen“) und Übersetzungen amerikanischer Beiträge („Strawberry Cheesecake – vegan und gesund“) an. Bisher hat die Seite auf Facebook im Vergleich zu „Geniale Tricks“ nur wenige Fans – es sind etwas mehr als 7.000.

Heftig setzt unterdessen seinen Erfolgsweg fort. Bei der IVE wuchs die Seite zuletzt zwar nur noch moderat, im Like-Medien-Ranking von „10.000 Flies“ liegt die Seite weiter in den Top-3-Angeboten.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Das klingt doch nach einem spannenden Geschäftmodell. Über die Suchmaschine Google werden automatisiert nachgefragte Themen recherchiert. Ein bißchen Viralität dazu und nett geschrieben Texte und schon läuft die Umsatz-Maschine.
    Aber wehe, das nächste Panda-, Pinguin- oder wieauchimmerdiegoogleupdatesheißen-Update ruiniert die übertjunten Ranking.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*