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Betriebsrat zwingt DuMont vor Gericht zur Unterlageneinsicht

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Die Betriebsräte in der Mediengruppe M. DuMont Schauberg (MDS) befürchten hinter dem Strukturierungsprojekt "Perspektive Wachstum" Einschnitte für die Arbeitnehmer. Vor Gericht stritt der Kölner Betriebsrat heute mit seinem Arbeitgeber um die Herausgabe von Projektunterlagen - und gewann.

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Die Arbeitnehmervertreter forderten Einsicht in die Unterlagen, um eigene Vorstellungen in das Projekt mit einbringen zu können. Betriebsräten steht dies bei Umstrukturierungsprojekten zu. Doch DuMont weigerte sich offenbar, dem Betriebsrat Zugang zu Unterlagen zu gewähren.

Mit der „Perspektive Wachstum“ will sich das Kölner Traditionsunternehmen für die Zukunft aufstellen. Nach Vorstellung von Vorstand Christoph Bauer wird das Unternehmen aus den drei Säulen Regionalmedien, Fachmedien und Digitales bestehen. An den vier Standorten – Köln, Berlin, Hamburg und Halle – sollen die jeweiligen unternehmerischen Aktivitäten “gebündelt” werden. Die regionalen Märkte sollen “gattungsübergreifend” entwickelt werden, “näher am Markt”, sagt Bauer.

Das Kölner Arbeitsgericht entschied heute, dass das Unternehmen dem Betriebsrat gewisse Papiere zur Einsicht zur Verfügung stellen muss. Dem Betriebsrat stehen somit Folien aus einer Powerpoint-Präsentation zu, die der Belegschaft bei einer Mitarbeiterversammlung im September gezeigt worden ist. Sollte sich der Kölner Verlag weiterhin dagegen wehren, droht eine Geldbuße von 10.000 Euro pro Tag der Nichterfüllung.

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Weshalb sich DuMont überhaupt geweigert hat, die Informationen bereitzustellen, darüber schweigt das Unternehmen. Noch handle es sich zudem um ein nicht abgeschlossenes Verfahren. Weiter erklärt ein Sprecher, dass die Mediengruppe ihre Betriebsräte für den 28. Oktober eingeladen hat. Dann sollen auch aufbereitete Unterlagen verteilt werden.

Der Betriebsrat hat sich nach dem Richterspruch noch nicht geäußert.

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