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Große Agentur-Studie: Frauen sind in der Überzahl, aber nicht in der Chefetage

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In Agenturen bilden die weiblichen Mitarbeiter die Mehrheit – sie sind allerdings selten in Führungspositionen. Zu diesem Ergebnis kommt die Human Resources Management Studie, die der Gesamtverband Kommunikationsagenturen (GWA) nach 2009 zum zweiten Mal durchgeführt hat. Nicht nur mit Blick auf die Personalverantwortung sind Frauen in Agenturen demnach im Nachteil.

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Insgesamt stehen 62 Prozent weiblichen Agenturmitarbeitern nur 38 Prozent männliche gegenüber. Laut der GWA-Studie sind Frauen vor allem in der Gruppe der Mitarbeitern ohne Personalverantwortung vertreten. Sie kommen dort auf 56,8 Prozent im Vergleich zu 37,8 Prozent Männern. Befindet sich das Verhältnis unter den Projektleitern nur mit minimalem Unterschied die Waage, hängen die Männer die Frauen vor allem im mittleren Management (9,2 Prozent Frauen, 17,6 Prozent Männer) und in der Chefetage (2,9 Prozent Frauen, 9,8 Prozent Männer) ab.

Das Klischee, dass in der Branche vor allem Quereinsteiger und Studienabbrecher arbeiten, hat die Studie widerlegt: 88 Prozent der Werber und Werberinnen in GWA-Agenturen verfügen über einen fachspezifischen Bildungshintergrund. Der Akademisierungsgrad ist demnach hoch: 71 Prozent haben eine akademische Institution besucht, rund 60 Prozent besitzen einen akademischen Abschluss.

Dass die Werbebranche ein „People-Business“ ist, spiegelt sich in den Bewerbungswegen der Teilnehmer wieder. 22,5 Prozent haben ihre aktuelle Position durch persönliche Kontakte gefunden. 16,5 Prozent fanden ihre Stelle durch eine Empfehlung. Der Einstieg in die Werbebranche erfolgte bei 28,8 Prozent der Befragten über eine Berufsausbildung, dicht gefolgt mit 27 Prozent von Berufseinstiegen durch ein Praktikum.

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Grafik: Statista

516 Mitarbeiter aus GWA-Agenturen haben sich an der Umfrage zur Studie beteiligt. Die Teilnehmer sind im Durchschnitt 36 Jahre alt. Das Papier, das sich hier im Detail nachlesen lässt, dürfte für eine Menge Gesprächsstoff in der Agenturszene sorgen. Denn nur in den Top-Positionen lässt sich in der Kreativbranche gutes Geld verdienen. Der einträglichste Posten in einer Kreativagentur ist natürlich der des Geschäftsführers – knapp darunter der Art- oder aber Creative Director, während Konzepter, Projektmanager, Marketingverantwortliche und PR-Manager durchschnittlich weniger als 40.000 Euro im Jahr einstreichen. Ganz unten im Gehaltsranking steht der Junior Art Director, mit gerade einmal 28.976 Euro im Jahr. Knapp davor der Designer mit durchschnittlich 31.012 Euro.

Einer früheren Untersuchung von Gehalt.de zufolge sind die Einkommensunterschiede zwischen den Geschlechtern weiterhin enorm. So liegen die Gehälter der Frauen in Agenturen noch deutlich unter denen ihrer männlichen Kollegen. Teilweise beträgt der Gehaltsunterschied bis zu 5000 Euro im Jahr.

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