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Wie die DGHS mit dem toten Udo Reiter wirbt

Foto: letzte-hilfe.de/Evelin Frer
Foto: letzte-hilfe.de/Evelin Frer

Diese Kampagne wird für heftige Diskussionen sorgen: An dem Tag, an dem der nach aktuellen Erkenntnissen selbstgewählte Tod Udo Reiters publik wird, startet die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) eine Werbekampagne, die unter anderem den ehemaligen MDR-Intendanten mit geschlossenen Augen zeigt.

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Zusammen mit 15 weiteren Prominenten, darunter Konstantin Wecker und Ralf Hoecker, will die DGHS für das Recht auf Selbstbestimmung am Lebensende eintreten. Unterstützt wird die Kampagne durch rollende Großplakate, die von Transportern durch Berlin und Frankfurt/Main gefahren werden.

In einer Stellungnahme der DGHS heißt es:

„Wir bedauern den Tod von Prof. Dr. Udo Reiter zutiefst. Wir verlieren einen mutigen Mitstreiter für das Selbstbestimmungsrecht bis zum Lebensende. Prof. Udo Reiter war seit mehr als 17 Jahren mit der DGHS als Mitglied und im freundlichen Meinungsaustausch verbunden. Bereits in einer DGHS-Kampagne 2012 „Ärzte sollen helfen dürfen!“ hatte Reiter Gesicht gezeigt, in der aktuellen Kampagne „Für das Recht auf Letzte Hilfe“ ist der ehemalige MDR-Intendant ebenfalls als einer der prominenten und glaubhaftesten Unterstützer vertreten.“

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DGHS

Copyright: DGHS

Wie am Freitagmittag bekannt wurde, war der 70-jährige tot aufgefunden worden. Nach Polizeiangaben hatte er Suizid begangen. Reiter war von 1991 bis 2011 Intendant des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) und lebte seit 2012 mit seiner zweiten Ehefrau, der ehemaligen MDR-Moderatorin Else Buschheuer, zusammen.

Immer wieder hat sich der Medienmacher auch öffentlich für die Sterbehilfe in Deutschland eingesetzt.

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