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Bilanz: Spiegel Verlag hat zwei Millionen Euro im „Kunsthandel“ versenkt

Glücklose Investment-Kunst: Spiegel-GF Ove Saffe
Glücklose Investment-Kunst: Spiegel-GF Ove Saffe

Wie das Wirtschaftsmagazin Bilanz (gehört zu Axel Springer) meldet, hat der Spiegel Verlag zwei Millionen Euro in einer missglückten Beteiligung am Neu-Isenburger Kunsthandel Verlag versenkt. Laut einer Wirtschaftsprüfungsfirma seien bei der Beteiligung "schwerwiegende Managementfehler" begangen worden. Der Spiegel-Verlag habe sich auf ungeprüfte Geschäftszahlen verlassen.

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Bilanz berichtet, nach einem Gutachten der in Hamburg ansässigen Wirtschaftsprüfungsfirma Treuhansa habe sich der Spiegel Verlag auf Zahlen verlassen, die für 2012 eine Umsatzrendite von 20 Prozent beim Kunsthandel Verlag versprachen. Nach dem Kauf habe sich dann herausgestellt, dass die tatsächlichen Zahlen um gut 700.000 Euro von den Vorhersagen negativ abwichen. Der Kunsthandel Verlag sei auch in den Vorjahren „letztlich nicht profitabel“ gewesen“, so die Wirtschaftsprüfer. Im Frühjahr 2014 trennte sich der Spiegel-Verlag dann wieder von der Beteiligung. Insgesamt habe den Verlag die Beteiligung rund zwei Millionen Euro gekostet.

Die Beteiligung am Kunsthandel Verlag war offenbar nicht das einzige Fehl-Investment des Spiegel-Verlags in jüngerer Zeit. Das nach nur sieben Monaten wieder eingestellte Wissenschaftsmagazin New Scientist habe dem Spiegel-Verlag einen Verlust von rund drei Millionen Euro eingebracht, rechnet Bilanz vor.

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