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Warum der Börsengang für Rocket Internet auch ohne Kurs-Feuerwerk ein Erfolg ist

Vom Optimismus beim Börsengang im vergangenen Oktober ist nicht viel geblieben
Vom Optimismus beim Börsengang im vergangenen Oktober ist nicht viel geblieben Oliver Samwer von Rocket Internet

Die Premiere des Startup-Konglomerats Rocket Internet der Gebrüder Samwer an der Börse fiel verhalten aus. Kurz nach der Erstnotiz um 9.21 Uhr zu 42,50 Euro sackte die Aktie um über 13 Prozent auf 36,66 Euro ab. Danach erholte sich das Papier und pendelt seither bei Werten um die 40 Euro. Die Samwers werden trotzdem zufrieden sein.

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Der Börsengang von Rocket Internet ist der größte deutsche Börsengang des Jahres, sogar einer der größten deutschen IPOs überhaupt. Ursprünglich wollten die Brüder Marc, Oliver und Alexander Samwer damit rund 750 Millionen Euro einnehmen, nun ist es rund doppelt so viel geworden. Rocket Internet wird durch den Börsengang mit rund 6,7 Mrd. Euro beziffert – das ist mehr als die Lufthansa.

Ob das Papier langfristig als Geldanlage taugt, lässt sich am Premierentag ohnehin nicht sagen. Auch etwa die Facebook-Aktie lief zum Start eher verhalten und nahm erst später Fahrt auf – einhergehend allerdings mit einer überaus positiven Geschäftsentwicklung.

Der Börsengang sollte Rocket Internet in erster Linie das Geld für die weitere internationale Expansion in die Kassen spülen und das ist gelungen. Rocket hat das erklärte Ziel, zur größten Internet-Plattform außerhalb der USA und Chinas zu werden. Vor allem in Schwellenländern engagiert sich der Inkubator stark. Rocket investiert vor allem in Startups rund um die Themen Ernährung, Mode und Wohnen.

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Rocket debütierte an der Frankfurter Börse im unregulierten Entry Standard und nicht im Prime Standard. Grund ist, dass der Startup-Inkubator nicht für alle Unternehmen aus seiner Gruppe Zahlen nach IFRS-Standard vorlegen kann. Das soll sich aber in ein bis zwei Jahren ändern. Die Samwers halten nach dem Börsengang noch 41,1% an Rocket Internet. Weitere Investoren sind  die schwedische Gesellschaft Verdere (14,2%) und United Internet (8,2%).

 

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