Anzeige

New York Times streicht 100 Jobs im Newsroom

Das Hauptquartier der New York Times in Manhattan
Das Hauptquartier der New York Times in Manhattan

Schlechte Nachrichten aus Übersee: Die New York Times streicht 100 Stellen in ihrem Newsroom. Außerdem wird die Pay-App NYT Opinion eingestellt, weil sie nicht genug Abonnenten fand. Die Zahlen für das dritte Quartal des Times-Geschäftsjahres sind dabei gar nicht mal so schlecht. digitale Werbe-Umsätze und Digtalabos steigen - die Profitabilität ist aber gesunken.

Anzeige
Anzeige

So wird auch der anstehende Personalabbau begründet. Dies sei nötig, um die Kosten zu kontrollieren und in die digitale Zukunft der New York Times zu investieren, schrieben Verleger Arthur Sulzberger Jr. und CEO Mark Thompson in einem Memo an die Belegschaft. Die Kürzungen seienötig, um die langfristige Profitabilität der Times zu sichern.

Chefredakteur Dean Baquet erklärte in einem weiteren Memo, er sehe dies als eine Gelegenheit, „ernsthaft zu hinterfragen, was wir tun –  von der Anzahl der Ressorts bis hin zur Menge an Inhalten, die wir von freien Mitarbeitern beziehen.“ Die 100 Stellen, die im Newsroom gekürzt werden, entsprechen rund 7,5% der Newsroom-Belegschaft. Der Großteil des Abbaus soll über freiwillige Regelungen erfolgen. Sollte dies nicht reichen, werden auch Entlassungen nötig, heißt es.

Anzeige

Zusätzlich stellt die Times ihre Paid-Content App NYT Opinion ein, die im Juni gestartet wurde. Für sechs Dollar pro Monat konnte man Meinungsstücke aus der Times und anderen Medien gebündelt digital lesen. Die Times experimentiert mit mehreren neuen Nischen-Apps wie etwa NYT Now, das jüngere Leser ansprechen soll, oder der noch kostenfreien App NYT Cooking mit Kochrezepten. Das dritte Quartal ihres Geschäftsjahres verlief für die New York Times dabei gar nicht so unerfreulich. Digitale Werbe-Umsätze seien um 16% gestiegen, es habe einen Zuwachs von 40.000 Digital-Abos gegeben. Allerdings sei die Profitabilität gesunken.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Da heißt es doch immer das durch die Digitalisierung die Profitabilität steigt, wegen der angeblichen Grenzkosten = Null! Und die NYT gilt doch immer als Vorreiter der digitalen Innovatoren im Publishing-Bereich. Bei Facebook und Google oder Apple gab es keine Entlassungen
    Es sind immer wieder dieses Märchen, die erzählt werden vom digitalen Wandel und der digitalen Innovation.
    Die News-Anbieter sollten mal ernsthaft an die Fundamente gehen, statt digitale Nebelbomben zu werfen

    1. „…ernsthaft an die Fundamente gehen“. Durch die Sprengung des WTC7, hat das Gebäude kein Fundament mehr, aber es steht ein Fundament voll
      Fragen von mehreren tausend Architekten da. Die New York – Times hat
      die offenstehenden Fragen nicht beantwortet, nicht nachgeforscht, nicht angemessen und ausreichend mit Nachdruck veröffentlich und vieles ignoriert.
      Wer soll dann noch so ein Produkt kaufen? Macht erst einmal sauber!

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*