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Anti-Islam-Kommentierer Nicolaus Fest verlässt die Bild am Sonntag

Nicolaus Fest, BamS-Chefin Marion Horn
Nicolaus Fest, BamS-Chefin Marion Horn

Deutlich verschlankte Chefredaktion bei Springers Bild am Sonntag: Nachdem kürzlich schon der langjährige Vize-Chefredakteur Michael Backhaus seinen Posten verließ, geht nun auch der stellvertretende Chefredakteur Nicolaus Fest. Künftig gibt es nur noch Chefredakteurin Marion Horn und Stellvertreter Tom Drechsler als Führungsspitze bei der BamS. Fests Abgang ruft Erinnerungen an seinen gründlich missratenen Anti-Islam-Kommentar von Ende Juli wach. Die Deutung, dass sein Abgang etwas damit zu tun hat, lässt sich nicht von der Hand weisen.

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Fest sorgte mit einem Islam-feindlichen Kommentar Ende Juli in der Bild am Sonntag für einigen Aufruhr. Der Islam sei ein „Integragtionshindernis“, schrieb er und weiter: “Der Islam stört mich immer mehr. Mich stört die weit überproportionale Kriminalität von Jugendlichen mit muslimischem Hintergrund. Mich stört die totschlagbereite Verachtung des Islam für Frauen und Homosexuelle.” Der pauschalisierende und diskriminierende Kommentar kam im Hause Springer und anderswo gar nicht gut an. Bild-Chefredakteur und BamS-Herausgeber Kai Diekmann antwortete tags darauf mit einem Gegen-Kommentar in der Bild. Überschrift: “Keine Pauschalurteile über den Islam”. Ein beispielsloser Vorgang bei Springer und eine öffentliche Watsche für Fest. 

Schon danach wurde orakelt, dass sich Fest kaum als BamS-Vize würde halten können. Wie in solchen Fällen üblich, wurde offenbar darauf geachtet, dass eine gewisse zeitliche Distanz zum Vorfall eingehalten wird. Auch wenn in der offiziellen Verlagsmitteilung über den missratenen Kommentar kein Wort verloren wird und es heißt, Fest bleibe „dem Haus verbunden“, ist doch klar, was sein Abgang aus der Chefredaktion bedeutet. Nämlich eine verspätete Konsequenz für seine untragbare Kommentierung. Immerhin hatte schon Diekmann in seinem Gegen-Kommentar geschrieben: „Bei Bild und Axel Springer ist deshalb kein Raum für pauschalisierende, herabwürdigende Äußerungen gegenüber dem Islam und den Menschen, die an Allah glauben.“

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Nicolaus Fest war seit 2013 stellvertretender Chefredakteur der Bams, bei Springer war er seit 2001 tätig, u.a. als Leiter des Kultur-Ressorts der Bild und seit 2008 als Mitglied der Bild-Chefredaktion.

Seine Personalie ist nicht die einzige Neuigkeit bei der Bams. Karolin Schneider, 30, verantwortet ab sofort das neu geschaffene Ressort Digitales & Social Media, Cordula Posdorf, 35, übernimmt die Leitung des Ressorts Leben. Das Nachrichten-Ressort wird jetzt von Christoph Hülskötter, 43, geführt, seine neue Stellvertreterin ist Dorothee Apel, 35. Außerdem ist Angelika Hellemann, 37, neue stellvertretende Politik-Chefin der Bild am Sonntag.

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Alle Kommentare

  1. Bravo und Chapeau!
    Es gibt sie also doch noch: Kommentare und Sachverhalts-Schilderungen, die 100-prozentig stimmen!
    Nur: Es muss endlich etwas getan werden. Raus aus Deutschland mit dem ersten Schwung der zahllosen Kriminellen, Schläger, Treter, Mörder und potentiellen Terroristen im Namen einer so genannten Religion!!!

  2. Dass Herr Nicolaus Fest gehen musste, ist eine Schande für uns alle, eine Niderlage für die Toleranz und ein Sieg für die Intolaranz. Ich, selber komme aus einem islamischen Land und stamme aus einer islamischen Familie. Ich kenne den Islam sehr gut, der einst meine Religion war. Er ist eine Religion der Mumien, der Verachtung von Mensch, Tier, Pflanze und Stein. Mohamad ist wirklich ein Kinderschänder und viel mehr. Ich habe den Koran auf arabisch gelesen und wurde dabei noch einmal nethäutet. Nein heute bin ich kein Christ, kein Jude, kein Hindu und bete nicht den Baum in meinem deutschen Garten an. Ich bin ein Mensch, der hier mit Euch und unter Euch leben will, in Würde und im Schatten eines grossartigen Werkes, nämlich das des Grundgestzes

    1. Ich finde , Du zeigst auch Mut und lässt Dich von keiner Seite beeinflussen bzw. verarschen. Auch Dir Hut ab .

  3. dann können fest und backhaus ja eine neue zeitung generieren, die vielleicht mal demokratisch, parteiunabhängig und mit meinungsfreiheit gespickt ist. ich würde sie sofort abonnieren.

  4. Kommentator Fest jedenfalls hatte nichts kommentiert, was nicht bedauerlicherweise Alltag auf unseren Straßen geworden ist: Deutschenfeindlichkeit pur!
    Schwerkriminelle muss man auch Schwerkriminelle nennen dürfen!

  5. So ist das leider in diesem Lande. Wer die Wahrheit sagt, ist unbequem und muss gehen. Das kenne ich selbst auch aus dem Arbeitsleben. Nur Schönrederei wird honoriert. Dabei sollten wir dieses Thema äußerst ernst nehmen.

  6. Ein mutiger Mann, der Herr Fest, der sich erfrischend von der Masse der Mitläufer und Duckmäuser absetzt. Ich wünsche ihm von Herzen alles Gute für die Zukunft und hoffe, dass sich zumindest einige an seiner Zivil-Courage ein Beispiel nehmen hier in Deutschland. Aber ich denke, auf lange Sicht ist es noch nie gelungen, die Wahrheit zu unterdrücken – so sehr sich Politik und Medien auch darum bemühen.

    1. Ein mutiger Mann , der sogar seinen Arbeitsplatz für die Wahrheit geopfert hat . Hut ab , solche Menschen gibt es leider sehr sehr wenige . Herr Fest wäre meiner Meinung nach bestimmt ein guter und kluger Kopf in der Führung der AfD .

  7. Wer in Deutschland zu einem bestimmten Thema die Wahrheit sagt, wird gesellschaftlich erledigt. Gibt es nicht sogar ein Buch über den neuen Tugendterror?

  8. Ich bin wirklich betroffen und entsetzt. Wieso nennen wir uns Demokratie wenn das die Folgen einer Meinung sind??? Eine gesunde Demokratie muss soetwas aushalten ohne dass gleich jeder in die rechte Ecke gestellt wird. Ich frage mich von wem wir eigentlich regiert werden…..bzw…gleichgeschaltet werden. Pfui!

  9. Lieber mit reinem Gewissen die Wahrheit sagen und den Job verlieren, als den Job zu behalten und für eine falsche politische Korrektheit lügen zu müssen.

  10. Hallo Herr Winterbauer, Sie haben mit diesem Artikel meine Gefühle verletzt. („Gründlich missratener Islam Kommentar“ usw…).
    MFG

  11. Schade – sagt die Wahrheit und geht . Keine Pauschalurteile gegen XXXX . Was ist das für ein Argument – damit kann man jede Kritik an irgendwas unterdrücken .

      1. Seitdem ich den Koran gelesen habe und die Biographie Mohammeds kenne , weiß ich , das der Islam eine intolerante , aggressive Ideologie ist , die das Ziel hat , die Welt zu erobern . Ist das jetzt berechtigte Islamkritik oder ein unzulässiges Pauschalurteil ?

    1. was soll das Gerede gegen Muslime, im Prinzip geht es gegen den Import von Terroristen und Rassisten latenten Kriminellen die z.B alle unsere Frauen als Huren bezeichnen und vergewaltigen wollen

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